2 Archtops

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Re: 2 Archtops

#276

Beitrag von zappl » 09.04.2017, 02:04

Das ist mir aber jetzt komplett neu.. wieder was gelernt! (clap3)
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

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Re: 2 Archtops

#277

Beitrag von DoppelM » 09.04.2017, 08:14

Das ist in der Tat sehr nützlich. Lässt man die Gelatine vor dem Beizen komplett durchtrocknen?

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Re: 2 Archtops

#278

Beitrag von liz » 09.04.2017, 08:40

DoppelM hat geschrieben:
09.04.2017, 08:14
Lässt man die Gelatine vor dem Beizen komplett durchtrocknen?
Ja. Den ganzen Tip hab ich übrigens von der Hammerl Seite unter Flüssigbeizen.

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Re: 2 Archtops

#279

Beitrag von AsturHero » 09.04.2017, 11:49

hmmm das iss ja dann keine Vegane Gitarre mehr ;)
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Re: 2 Archtops

#280

Beitrag von liz » 09.04.2017, 21:11

AsturHero hat geschrieben:
09.04.2017, 11:49
hmmm das iss ja dann keine Vegane Gitarre mehr ;)
kriegt auch einen Knochensattel....

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Re: 2 Archtops

#281

Beitrag von liz » 10.04.2017, 09:52

Gestern hab ich noch die Poren gefüllt mit Kaolin und Leinöl. Das Pulver wird einfach auf die Fläche gestaubt, mit der Hand verteilt und mit einem ölgetränkten Lappen einmassiert. Das funktioniert sehr gut, und das Kaolin hat eine ähnliche Lichtbrechung wie das Öl, weshalb es unter dem Lack durchsichtig ist. Das ganze dann in die Sonne gehängt zum trocknen:

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Re: 2 Archtops

#282

Beitrag von bea » 11.04.2017, 01:35

AsturHero hat geschrieben:
09.04.2017, 11:49
hmmm das iss ja dann keine Vegane Gitarre mehr ;)
Vegan geht doch faktisch nur mit Igittigittkohlenwasserstoffchemie.... (Kaseinleim bekommt man ja nicht wieder auf...)
LG

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Re: 2 Archtops

#283

Beitrag von Poldi » 11.04.2017, 04:55

Wieder was gelernt, danke Liz.

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Re: 2 Archtops

#284

Beitrag von liz » 16.04.2017, 19:50

Sodale, Donnerstags hab ich noch die zweite Gitarre (nr.1) fertig geputzt, gebeizt und grundiert. Die hat dann auch schon ein paar runden im Solarium gedreht und hängt jetzt zum trocknen.
die Decke wurde mit der Ziehklinge geputzt, dabei zielt man darauf ab, die Struktur des Holzes hervorzuheben. Die Fläche ist also nicht so eben wie eine geschliffene.
die Decke wurde mit der Ziehklinge geputzt, dabei zielt man darauf ab, die Struktur des Holzes hervorzuheben. Die Fläche ist also nicht so eben wie eine geschliffene.

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Re: 2 Archtops

#285

Beitrag von AsturHero » 16.04.2017, 20:01

Goil, beim Liz wachsen schon im April die Gitarren an den Bäumen und sind schon fast erntereif :shock: :shock: :shock: :shock:

Spaß beiseite:
diese leichte unregelmäßigkeit von Hart-und Weichholz bei der Ziehklinge sieht richtig edel aus.
Was mich richtig fasziniert ist dieser elegante Übergang vom Hals/Griffbrettende zum Halsfuß (also dieser bogenformige Schnitt) das ist richtig richtig edel..vor allem im Zusammenspiel mit dem porn**** Hals
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Re: 2 Archtops

#286

Beitrag von liz » 16.04.2017, 20:08

AsturHero hat geschrieben:
16.04.2017, 20:01
.. wachsen schon im April die Gitarren an den Bäumen und sind schon fast erntereif
Ja, das ist ein super Baum! Ich werde demnächst versuchen eine Gitarre einzupflanzen, vielleicht kann ich den Baum dann vermehren und an andere Gitarrenernter verkaufen.
Schön dass es dir gefällt!
lg

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Re: 2 Archtops

#287

Beitrag von DoppelM » 17.04.2017, 03:08

Ja, die Struktur der geziehklingten Decke ist echt lecker!
Bei dem Bild vom Klampfenbaum (Ist der eigentlich verwand mit dem Watschenbaum?) wirkt die Decke farblich so unregelmäßig. Ist das weils noch trocknet?

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Re: 2 Archtops

#288

Beitrag von ahgit » 17.04.2017, 07:35

wirkt die Decke farblich so unregelmäßig. Ist das weils noch trocknet?
Fichte oder Nadelhölzer beizen ist oft eine Herausforderung.Da hilft auch Eiweiss ,Kasein ,Gelantiene nur bedingt.
Am gleichmäßigsten wirds noch, wenn man eine der o.g Materialien nimmt und dann unmittelbar vor dem Beizauftrag das Holz wässert,
so das die Faser gesättigt ist und nur noch sehr kontrolliert die Beize aufnimmt.
Die gleichmässigste Färbung bekommt man bei Fichte/Kiefer immer noch über den Lack hin.Man muss den Look allerdings mögen/wollen.
Wenn man diesen leicht antiken Cremoneser Touch will,und ich gehe mal davon aus das Liz das möchte, färbt man über die Beize.
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Re: 2 Archtops

#289

Beitrag von Poldi » 17.04.2017, 11:26

Das hat der Liz echt drauf. Hier lernt man mal wieder mit. Klasse.

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Re: 2 Archtops

#290

Beitrag von liz » 17.04.2017, 11:43

genau, ahgit hats auf den Punkt gebracht. Ich will es auch nicht mega gleichmäßig haben.

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Re: 2 Archtops

#291

Beitrag von liz » 17.04.2017, 13:20

kurze Ergänzung vielleicht: Ja das sieht streifig aus auf der Decke, ist aber in Wirklichkeit viel gleichmäßiger. Ich schätze da war noch etwas ungetrocknetes Öl an der Stelle.

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Re: 2 Archtops

#292

Beitrag von headstock » 18.04.2017, 20:41

Moin,
das mit der Struktur des Holzes, hab ich auch noch nicht gewußt. Ich dachte immer, dass die dann irgendwann nach Jahren von selbst hervor tritt.
wieder was gelernt... (think)
Machst du es mit einer geraden, oder abgerundeten Klinge? (auf den Bergen nicht in den Tälern)
Auf alle Fälle sauge ich hier jeden Beitrag in mir auf - es macht Spaß hier mitzulesen - danke Liz!

Gruß Martin

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Re: 2 Archtops

#293

Beitrag von liz » 18.04.2017, 21:35

Auf den Bergen mit einer geraden Ziehklinge, die ich möglichst flächig an die Wölbung anbiege. Die Täler werden mit einer gerundeten Ziehklinge gemacht.

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Re: 2 Archtops

#294

Beitrag von liz » 20.04.2017, 08:42

Die erste Lackschicht ist drauf!
Die Vorgehensweise ist denkbar einfach. Man nimmt ein bisschen Lack auf eine Glasplatte, einen steifen Borstenpinsel und verteilt den Lack auf der Oberfläche. Eine besondere Technik, wie zum Beispiel die Strich-neben-Strich Methode bei Lösungsmittelbasierten Lacken, braucht man nicht. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, den Lack so dünn wie nur irgendwie möglich zu verteilen, damit die Schichten schnell trocknen. Stellenweise hat es den Lack auch noch ganz gut über Hirnholz eingezogen. Das erste Ziel ist es nun, eine geschlossene Lackfläche zu erreichen.
Die Trocknung im UV Kasten ging übrigens sehr gut, nach ca. 2 Stunden war es schon oberflächentrocken. Bis es ganz durchgehärtet ist, wirds aber noch ein paar Stunden brauchen.

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Re: 2 Archtops

#295

Beitrag von Poldi » 20.04.2017, 08:59

Geil...

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Re: 2 Archtops

#296

Beitrag von liz » 20.04.2017, 09:11

Poldi hat geschrieben:
20.04.2017, 08:59
Geil...
ja :)

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Re: 2 Archtops

#297

Beitrag von 12stringbassman » 20.04.2017, 12:05

liz hat geschrieben:
20.04.2017, 09:11
Poldi hat geschrieben:
20.04.2017, 08:59
Geil...
ja :)
Allerdings..... (clap3) (clap3)
"Haltet Euch von diesen Idioten fern!" (Lemmy Kilmister)
"Ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode." (William Shakespeare)

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Re: 2 Archtops

#298

Beitrag von filzkopf » 20.04.2017, 16:05

mein liebster Herr, großes Kino!!! (clap3)
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Re: 2 Archtops

#299

Beitrag von liz » 20.04.2017, 17:57

Lackieren die zweite..

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#300

Beitrag von liz » 20.04.2017, 18:13

Auf der einen Gitarre ist nun auch schon die zweite Schicht drauf. Davor gabs einen leichten Zwischenschliff mit P600, nicht um den Lack einzuebnen, sondern nur um etwaige Pinselhaare, Textilfasern und Staubkörnchen einzuebnen. Es ist übrigens erstaunlich, wie wenig Lack man für eine Schicht braucht - 3ml reichen für eine Gitarre. Stellt euch das mal im Spritzverfahren vor.

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