verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#51

Beitrag von bea » 24.07.2015, 22:53

Weil er um 90° gedreht sein müsste. Die Zugkraft der Saiten will die Gitarre ähnlich wie ein Taschenmesser zusammenfalten. Daher benötigt man vor allem Steifigkeit in der Längsrichtung.
LG

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#52

Beitrag von clonewood » 24.07.2015, 23:03

ach so, du meinst damit nicht das Einfallen der Decke, sondern den Effekt dass sich unter dem Saitenzug der Halswinkel verändert ....diese Gitarre hat ja gar nicht den klassischen "kleinen" Halsblock wo der Hals mit einem Schwalbenschwanz o.ä. eingelassen wird, sondern eher etwas "ausgewachsenes" wie bei einer Solidbody .... es wird eine Halstasche bis knapp vor dem Griffbrettende geben......der Knickpunkt des Taschenmessers sitzt bei dieser Gitarre also an einer ganz anderen Position (etwa auf dem halben Weg zur Taille) .....dort dürften die Hebelkräfte doch deutlich geringere Auswirkungen haben, oder???

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#53

Beitrag von bea » 25.07.2015, 02:32

Vielleicht.

Der Effekt, dass sich der Halswinkel unter dem Saitenzug ändert, kann so stark ausgeprägt sein, dass er einem Einfallen der Decke gleichkommt. Da gibts einen "gleitenden Übergang".

Bei der Isana hab ich übrigens alles bis zum PU-Loch mit Holz gefüllt (gleiche Überlegung wie Deine, nur eben nachträglich) - es hat kaum etwas geholfen. Der PU sitzt bei der Gitarre unmittelbar am Hals.
LG

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#54

Beitrag von clonewood » 25.07.2015, 07:32

grob gesagt:

Fällt eine Decke ein, so nähern sich die Saiten dem Griffbrett.
Verändert sich der Halswinkel unter dem Saitenzug, so entfernen sich die Saiten vom Griffbrett.

........natürlich haben diese Bewegungen auch wechselseitige Auswirkungen ...... diese begünstigen sich aber nicht

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#55

Beitrag von clonewood » 25.07.2015, 23:49

Halstasche und Halszapfen...

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#56

Beitrag von clonewood » 26.07.2015, 10:42

Clamping Madness Part 8

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#57

Beitrag von Poldi » 26.07.2015, 12:23

Sauber.

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#58

Beitrag von clonewood » 26.07.2015, 15:13

nun zu den Inlays......ich habe die Schlüpfer- /Badehosenform gewählt...

also Inlays ausgeschnitten....
die Ausparungen in das Griffbrett gefräst...
passt halbwegs....zu päpstlich sehe ich das nicht
alle Aussparungen fertig.....
inlays eingesetzt.....

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#59

Beitrag von clonewood » 26.07.2015, 17:47

bevor es weiter geht eine kleine Inspektion des Setups......
ich schätze ich werde den Hals noch etwas tiefer in den Korpus sacken lassen.....

ich könnte noch tiefer gehen, wenn ich der Bridge anstatt der momentanen Holzfüsschen dünne Metallfüsschen verpasse.....

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#60

Beitrag von clonewood » 27.07.2015, 21:35

das Griffbrett ist bundiert und mit Binding + Sidedots versehen....
der korpusoberseitige Halsbereich erhält diese Ummantelung...
ein Sägefurnier für die Kopfplattenoberseite...
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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#61

Beitrag von Meik » 27.07.2015, 22:14

Finde ich absolut stark!

(nur die Badehoseninlays Inlays wollen mir nicht gefallen...) ansonsten wie immer ... Meisterlich

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#62

Beitrag von clonewood » 27.07.2015, 22:51

Wie schon so oft erwähnt....ich bin die absolute Designniete......ich wollte mich nur ein wenig vom Gibsondesign entfernen

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#63

Beitrag von capricky » 27.07.2015, 22:51

Es muss auch Badehoseninlays geben, ich finde die wirklich erfrischend. Immer diese ewigen Dots, Blocks und Crowns... is doch langweilig.

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#64

Beitrag von DoubleC » 28.07.2015, 10:08

Mal davon abgesehen, dass ich diesen Gitarrentyp absolut geil finde........ein Jugendtraum wie Schnellfixxxr-Stiefel, beinhalten die "Schlüppah"-Inlays eine eeewige Wahrheit.

Den Dehnungszustand des Mannes Lieblingssschlüpfers (von Griffbrettanfang bis Griffbrettende gesehen) vom zarten Jungmannenalter (3. Bund) bis in die "besten Jahre" (19. Bund)...........

Und - Tschüss

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#65

Beitrag von hatta » 28.07.2015, 13:24

DoubleC hat geschrieben:Mal davon abgesehen, dass ich diesen Gitarrentyp absolut geil finde........ein Jugendtraum wie Schnellfixxxr-Stiefel, beinhalten die "Schlüppah"-Inlays eine eeewige Wahrheit.

Den Dehnungszustand des Mannes Lieblingssschlüpfers (von Griffbrettanfang bis Griffbrettende gesehen) vom zarten Jungmannenalter (3. Bund) bis in die "besten Jahre" (19. Bund)...........

Und - Tschüss

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#66

Beitrag von pinacoco » 28.07.2015, 20:05

Erinnert mich an die von meiner Frau... Nur andersrum (whistle) (hand)
Gruß
Uli

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#67

Beitrag von clonewood » 29.07.2015, 23:56

Kopfplatte in Form gebracht, Mechanikenlöcher gebohrt und ein Inlay eingelassen....
nochmal das Setup geprüft...jetzt mit echten Gitarrensaiten (also ich konnte ihr das erste Mal Töne entlocken)......alles ist soweit OK
also den Hals in Form gebracht....
und Korpus + Hals zusammengeklebt .... Clamping Madness Part 10

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#68

Beitrag von hatta » 30.07.2015, 09:01

:shock:

Sehr sehr geiles Projekt und Thread!
Echt toll, beim Bau zusehen zu dürfen :)
Gruß
Harald

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#69

Beitrag von clonewood » 31.07.2015, 23:48

Griffbrett und Neckextension aufgeklebt....

Clamping Madness Part 11
Schlagbrett und Tonabnehmerrähmchen ausgeschnitten.......
das Schlagbrett bekommt noch unterseitig Befestigungsaufnahmen und Aussparungen für die Pickups (die Kratzer sind nur auf der Schutzfolie).....die Rähmchen erhalten noch Bohrungen und Wölbungsanpassungen...


im Moment denke ich über ein klassisches Sunburst nach....

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#70

Beitrag von Poldi » 01.08.2015, 00:44

Jau, ein Sunburst, das währe die Krönung.

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#71

Beitrag von clonewood » 02.08.2015, 01:03

Heelcap...
und das kontrovers diskutierte Pickuploch...

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#72

Beitrag von bea » 02.08.2015, 11:28

Ich wünsch Dir, dass es halten wird. Wenn nicht, wäre es jammerschade um das schöne Instrument.
LG

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#73

Beitrag von clonewood » 02.08.2015, 13:42

es sind nun alle Saiten drauf........ad hoc sind keine Deformationen erkennbar.....


es geht mit dem Pickguard weiter......Tonabnehmeraussparungen wurden gefräst......dann brauchte es noch 2 Befestigungsaufnahmen.....

hier Fotos wie ich die Teile befestigt habe....

Clamping Madness Part 12

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#74

Beitrag von clonewood » 02.08.2015, 22:49

der Draht vom Haltebügel der Bridge ist nun nach diversen Ausrichtungsverbiegungen unschön verbogen....er tut seinen Job, jedoch werde ich ihn noch ersetzen .....

ich habe die Gitarre nun eine Weile gespielt..... mit 2 Klinkenbuchsen in den Potilöchern.......naja...etwas unpraktisch, aber ausreichend für einen ersten Eindruck.....was auffällt ....der Neckpickup (am Anfang gespielt) überträgt den Ton sehr dunkel und der Stegpickup (kurz am Ende gespielt) überträgt ihn sehr hell......

1.mp3:
Dateianhänge
1.mp3
(1.41 MiB) 140-mal heruntergeladen

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Re: verfahrensfreies Bauvorhaben einer Thinline

#75

Beitrag von wasduwolle » 02.08.2015, 23:12

Hi Clonewood,
So rein optisch ist der Steg PU deutlich näher an den Saiten als der Hals PU.
Darüber solltest du es noch ein wenig angleichen können
Ansonsten klingt das für mein Ohr sehr gut, ich würde es nur geringfügig ändern, eher dem Steg PU noch ein wenig die schärfe nehmen, in dem ich ihn nur an den hohen Saiten runterdrehe
Grüsse
Wasduwolle

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