Thyris

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Re: Thyris

#76

Beitrag von MiLe » 10.06.2017, 11:15

bea hat geschrieben:
10.06.2017, 02:38
Neodymmagnete sind aber doch ebenfalls nicht elektrisch leitend? Daher dürfte es mit den Magneten ebenfalls keine Wirbelstromverluste geben. Wenn Du letztere haben willst, brauchst Du schon Alnicos oder permanent magnetisierte Stahlstäbe.
Das kann ich heute Abend nachmessen. Neo enhält Eisen, insofern bin ich da bez. der Leitfähigkeit nicht sicher. Ist aber auch erst mal relativ irrelevant, wenn die Saiten bei geschätzt >1000 mT auf den Polen kleben ;) .Normale PUs haben zwischen 30 und 80 mT, bei 80 besteht schon Stratitis-Gefahr.
Werd' ich auch nachmessen. Ich hab zwar keine 5x15 mm Neo-Slugs, aber ein 3er-Stapel 5x5x5mm sollte die gleiche Feldstärke haben ;)

Ich glaube auch nicht, dass am Ende > 6 KHz Resonanzfrequenz rauskommen sollen, etwas Wirbelstrom wäre also nicht schlecht und würde auch Induktivität/Output etwas erhöhen. Frequenzmäßig ginge das auch per C, aber eben ohne den Output-Boost.
Beste Grüße

Michael

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Re: Thyris

#77

Beitrag von Jackhammer » 10.06.2017, 12:34

thoto hat geschrieben:
09.06.2017, 21:32

Habe ich ganz vergessen zu beantworten: Diesen "Bassabfal" hatte ich schon immer, auch bei anderen PUs, die ich bei meinen Gitarren mal durchgemessen habe. Ich habe da keine Erklärung für, ich habe da deine Kompensationsdatei benutzt. Der Preamp ist so ein Kemo-Modul.
Keine Ahnung, ob der dermaßen unlinear arbeitet.
Ist es zufällig nicht der Frequenzanstieg mit 6dB pro Oktave, den man mit einer Integratorschaltung ausgleichen soll?
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Thyris

#78

Beitrag von MiLe » 10.06.2017, 13:10

nee - von 200-1600 Hz = 4 Oktaven rund 5 db - dass kann's nicht sein, dann müssten es ja 24 db sein ;)
Beste Grüße

Michael

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Re: Thyris

#79

Beitrag von MiLe » 10.06.2017, 14:43

Gerade mal nachgemessen:

Die vernickelte Oberfläche eines Neodym-Quaders ist schon mal elektrisch sehr gut leitfähig, ich messe 0,06 Ohm bei 10 mm Abstand der Mess-Spitzen.

Das Innere eines zertrümmerten Neodyms (also ohne Berührung mit der Oberflächenveredelung) zeigt 0,05 Ohm bei 5 mm Prüfspitzen-Abstand. Also auch elektrisch gut leitfähig.
Im Bezug auf Wirbelströme, Gütesenkung, Induktivität und Pegelerhöhung schätze ich Neodym-Rods somit nicht viel anders ein als Stahl-Slugs.

Ein 3er-Stapel Neo-Quader 5x5x5 mm hat an der Oberfläche eine Feldstärke von rund 500 mT, beim 4er-Stapel (20x5x5) ist's auch kaum mehr. Das ist bummelig die 10fache Feldstärke, die für einen PU gesund wäre.

Ab ca. 3-4 mm Abstand zu einer blanken 017er G-Saite kann man die ruhende Saite mit den 500 mT sichtbar bewegen/auslenken, ab ca, 1,5 mm klebt sie am Magneten fest.
Die Schwingung der gleichen Saite wird sichtbar unrein, wenn man sich mit dem Neo mehr als ca. 10 mm nähert - getestet auf Höhe des 25. Bundes bei ungegriffener Saite.

Also rein schwingungstechnisch dürfte der Einsatz von Neo-Rods in einem Singlecoil bei halbwegs normaler Einbau-Situation geradewegs in's Desaster führen (naughty), übertragungstechnisch wären sie mit Stahlslugs und unten liegendem Ferrit zu vergleichen.

Meine Lösung bei den Mini-Sidewindern: Kombi Stahl/Neodym. Im Falle eines herkömmlich aufgebauten Singlecoils würde ich 5 mm Neodym-Scheiben 0,5 mm dick nehmen und die unter die Rods setzen, 1-2 Scheiben/Rod sollten nach Gefühl allemal reichen. Ich bekomme aber in den nächsten Tagen noch 1 mm dicke Neo-Scheiben für die EFach-Deckel-Befestigung, da kann ich dann noch nachmessen. Die Rods wahlweise aus Stahl (für mehr Pegel, weniger Güte, niedrigere Resonanzfrequenz ) oder Ferrit (Pegel, Güte nud Reso wie bei der Spule ohne Kerne), denn eine el. leitende Neo-Pille unter der Spule wirkt sich nur unbedeutend aus.
Magnetisierte Keramik/Ferrit-Rods dürften Feldstärke-mäßig auch schon deutlich zu viel des Guten sein und dürften auch eher schwer aufzutreiben sein.
Beste Grüße

Michael

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Re: Thyris

#80

Beitrag von Haddock » 10.06.2017, 15:12

Hallo,

also für das Halsauftrennen hast Du meinen grössten Reschpeckt, dass hätte ich mich nicht getraut.

Gruss
Urs

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Re: Thyris

#81

Beitrag von MiLe » 10.06.2017, 15:19

Haddock hat geschrieben:
10.06.2017, 15:12
Hallo,

also für das Halsauftrennen hast Du meinen grössten Reschpeckt, dass hätte ich mich nicht getraut.

Gruss
Urs
+1!!
Und wenn ich das richtig sehe, freihand mit einer Abweichung von 0,12 mm??? :shock: Wie geht denn sowas? :shock: (clap3)
Beste Grüße

Michael

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Re: Thyris

#82

Beitrag von bea » 10.06.2017, 16:19

thoto hat geschrieben:
09.06.2017, 21:20
Das ging zwar mit der Japansäge recht langsam, aber nach gut 40 Minuten war es vollbracht! Ich bin happy und ihr bekommt Bilder.
Wahnsinn.
Was würdet Ihr denn für "eine Nummer größer" nehmen - einen Boden von einem Birnentop in Paula-Dicke abschneiden? Ebenfalls eine Kataba oder Ryoba, oder sollte ich doch besser eine Gestellsäge mit Japanblatt nehmen?
LG

Beate

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Re: Thyris

#83

Beitrag von thoto » 10.06.2017, 21:00

@MiLe: WOW! Vielen vielen Dank für diese Recherche! An die enorme Kraft hatte ich gar nicht gedacht, ich hatte nur irgendwie in Erinnerung, dass man Neos auch nehmen kann...ist wohl nicht so gut. :cry:
Poldi hat geschrieben:
10.06.2017, 09:41
Na also, ging doch super. Wo ist der Ast geblieben?
Der scheint parallel zur Schnittfläche zu verlaufen. Ist jedenfalls noch nicht aufgetaucht... (think)
Haddock hat geschrieben:
10.06.2017, 15:12
Hallo,
also für das Halsauftrennen hast Du meinen grössten Reschpeckt, dass hätte ich mich nicht getraut.
Gruss
Urs
Tja, es ist wohl eher das Glück des Unerfahrenen...
Jedenfalls habe ich heute "mal schnell noch" die Schäftung machen wollen und ich habe es voll versiebt! :evil:
Das Blatt ist ab der Hälfte plötzlich verlaufen und als ich auf der Rückseite nachgeschaut habe, wusste ich: DER Hals ist hin.

Außerdem habe ich beim Anzeichnen des Schäftwinkel gemerkt, weshalb die ECHTEN Gitarrenbauer die Kopfform eben NICHT vor der Schäftung aussägen. Es ist schwer, überhaupt den Winkel anzuzeichnen und danach verschieben sich ja auch die Konturen der Kopfform...

Also, entweder mache ich aus dem zweiten Hals einen mit gerader, abgesenkter Kopfplatte (was ich eigentlich nicht will) oder ich baue einen neuen Hals... :cry: Oder habt ich einen Rettungsweg für mich parat?
Gibt es eine Schäftungstechnik, die nicht in die Kopfplattenform hineinragt? Also, ich möchte ja einfach nur eine gewinkelte Kopfplatte.

Hier mal die Bilder vom Desaster...
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Re: Thyris

#84

Beitrag von thoto » 10.06.2017, 21:52

Habe gerade gesehen, wie es gehen könnte: https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic.php?f=6&t=5762 (Skizze Beitrag #1)

So könnte ich doch schäften, ohne die Kopfplattenform anzufassen, oder? Aber hat das Nachteile bzgl. der Stabilität? Oder ist es nur optisch ungewohnt/eklig/etc.?

Im "Koch-Buch" ist ja der andere Weg erklärt, den ich auch versucht habe zu gehen.
Thoto
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Re: Thyris

#85

Beitrag von hatta » 11.06.2017, 19:42

Ach mist!
Ich kann dir zur rettung dieser kopfplatte nicht viel sagen. Sollte es nicht möglich sein, wäre es eine möglichkeit einfach den hals (fals hinten noch lange genug) etwas zu kürzen bis die restliche kopfplattenform weg ist) und ein kopfstück aus einem anderen Holz anzuschäften. Wenn der hals hinten nur ein wehnig zu kurz ist, kann man auch ein stück dickes holz anschäften.

Das sieht dann zudem noch gut und vorallem gewollt aus :)
Gruß
Harald

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Re: Thyris

#86

Beitrag von Magfire » 11.06.2017, 22:29

bea hat geschrieben:
10.06.2017, 16:19
thoto hat geschrieben:
09.06.2017, 21:20
Das ging zwar mit der Japansäge recht langsam, aber nach gut 40 Minuten war es vollbracht! Ich bin happy und ihr bekommt Bilder.
Wahnsinn.
Was würdet Ihr denn für "eine Nummer größer" nehmen - einen Boden von einem Birnentop in Paula-Dicke abschneiden? Ebenfalls eine Kataba oder Ryoba, oder sollte ich doch besser eine Gestellsäge mit Japanblatt nehmen?
Meiner Erfahrung nach verläuft die Gestellsäge deutlich weniger.
Dafür würde ich aber ein Universal- oder Längsblatt nehmen.
Solche Aktionen mit einem Querblatt ziehen sich echt ganz schön!

Noch eine Empfehlung:
Rings herum den Schnitt anzeichnen und an einer Ecke beginnen. So kann man einen Verlauf schnell feststellen und korrigieren.

Ich hab leider auch keine weitere Idee zur Rettung der Kopfplatte...
Da ich aber in so einem Fall kein Freund von Kompromissen bin, würde ICH den Hals wahrscheinlich neu machen und den Zwischenfall als Lehrgeld verbuchen...
Aber das hängt natürlich immer davon ab, mit welchem Ansatz man da ran geht...

Viele Grüße,
Philip

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Re: Thyris

#87

Beitrag von zappl » 11.06.2017, 23:29

- Wie dick ist der Kopfplattenteil denn jetzt? ca. 20.5mm, oder? Für eine Kopfplattenstärke von ca.15mm müssen also noch ca. 5-6mm abgenommen werden. Wenn das Material kopfplatten-rückseitig weggenommen wird könnte doch ein Großteil des Übels damit verschwinden. Würde das hinhauen?

- Wie hatta schon vorgeschlagen hat: Halsteil mit einem dickeren Kopfplattenteil anschäften und auch an diesem rückseitig Material wegnehmen um auf die Kopfplattenstärke zu kommen. Das könnte sogar ganz schick aussehen, vielleicht noch ein Trennfurnier dazwischen um die Mehrteiligkeit das Halses optisch aufzufangen und abzurunden. ;)

- Du hast ja auch immer noch ein sehr vergleichbares Ersatzteil. ;) Beim Ergebnis der Sägeaktion habe ich gestaunt, Respekt! (clap3)
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

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Re: Thyris

#88

Beitrag von bea » 11.06.2017, 23:38

Und wenns an Länge fehlt, könnte man ggf eine Einlage einpassen, die den Mittelstreifen wiederholt. Dann siehts aus wie gewollt.
LG

Beate

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Re: Thyris

#89

Beitrag von thoto » 12.06.2017, 13:00

Hey, vielen Dank, ihr könnt einen echt motivieren! (clap3)

Die Sache, dass von der Kopfplatte ja eh noch was wegkommt, hat mich ebenfalls die Idee gebracht, diese kleine Platte mal an den Rest anzuhalten, um vielleicht wieder was kompensieren zu können, das geht in Richtung Vorschlag von hatta und zappl? Dann hätte ich eine Art Zwischenfurnier mit sich selber. Keine Ahnung, wie das dann aussieht, aber probieren kann ich es ja mal.

Das Hauptproblem ist ja auch nicht, dass der Schnitt begradigt werden muss, sondern dass die Kopfplatte vorher ausgeschnitten wurde und sich die Konturen beim zusammenfügen der beiden Teile verschieben. Ich bekomme also im Endeffekt eine zu kurze Kopfplatte! Und da passen dann wahrscheinlich die Mechaniken nicht mehr drauf (und doof aussehen tut es auch).

Alternativ kann man immer noch einen Headless-Hals darauf machen. ;)

Ich habe der zweiten Hals jetzt mal für die (japanische?) Schäftung vorgesehen, ein Hals einer meiner damals gekauften Gitarren hat die und das beeinträchtigt nicht die Kopfplatte.

Ich hbae übrigens an den Reststücken nochmal Probesägungen gemacht und bei den schrägen Schnitten durch die Querseite verläuft mir das Blatt immer! Und auch immer zu einer bestimmten Seite hin, egal von welcher Seite ich zu sägen anfange. Irgendwie scheinen die Holzfasern das Blatt wegzudrücken. (think)
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Re: Thyris

#90

Beitrag von DoppelM » 12.06.2017, 21:44

Ganz viel Mitgefühl. Hab mir ja durch solche geometrischen Späße inzwischen schon meinen zweiten/vierten Halsrohling versaut, so dass es erstmal (und wegen anstehendem zu bezahlendem Urlaub) nicht weitergeht...

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Re: Thyris

#91

Beitrag von thoto » 13.06.2017, 13:22

Danke, es ist schon tröstlich, wenn es anderen ähnlich geht...
Ich denke, ich habe was daraus gelernt und beim nächsten Mal passe ich besser auf oder mache wirklich mal Versuche an Opferhölzern (ehrlich ganz bestimmt in echt jetzt ;) )

Ich habe, glaube ich, jetzt besser den Bogen raus, wie ich die Säge zu führen habe, um das Verlaufen besser unterbinden zu können.

Jedenfalls habe ich trotzdem den zweiten Hals nun für die "andere Schäftungstechnik" zerteilt und das ging schon besser. Fotos liefere ich noch nach. Als nächstens baue ich mir ein Jig (Rampe), um mit der Oberfräse beide Schnittflächen plan zu bekommen, manuell ist mir das gerade zu heikel.
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Re: Thyris

#92

Beitrag von MiLe » 13.06.2017, 18:31

Ich führe mal kurz ein Selbstgespräch ;)
MiLe hat geschrieben:
10.06.2017, 14:43
Ein 3er-Stapel Neo-Quader 5x5x5 mm hat an der Oberfläche eine Feldstärke von rund 500 mT, beim 4er-Stapel (20x5x5) ist's auch kaum mehr. Das ist bummelig die 10fache Feldstärke, die für einen PU gesund wäre.
Bei der Lieferung heute hat der Händler freundlicherweise 10 5mm-Neorods gratis mitgeliefert :) . Die vermutete Größenordnung stimmt: D 5 mm x 18,5 mm hoch Neo N45: 490 mT. Touch to much :D
MiLe hat geschrieben:
10.06.2017, 14:43
Ich bekomme aber in den nächsten Tagen noch 2 mm dicke Neo-Scheiben für die EFach-Deckel-Befestigung, da kann ich dann noch nachmessen.
Die 2 mm dicken Scheiben mit Durchmesser3 mm aus Neo N48 bringen direkt an der Oberfläche 305 mT :shock:
Unter einen 5x17 mm Stahlslug gepackt, liegen an dessen Oberfläche aber nur noch 8 mT an - diesmal zu wenig.
Grob würde ich 5mm Neo--Scheiben in 3-4 mm Dicke unter die Slugs setzen, das sollte gut passen.
Beste Grüße

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Re: Thyris

#93

Beitrag von bea » 13.06.2017, 18:43

Und das solltest Du testen können, indem Du 2 2mm-Scheiben aufeinenderpappst.
LG

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Re: Thyris

#94

Beitrag von MiLe » 13.06.2017, 18:56

Das könnte ich, aber dann haben sie noch keine 5 mm Durchmesser ;)
Aber gut:
1 Scheibe 3x2mm: 8 mT
2 Scheiben untereinander 3x4mm: 12 mT
2 2erstapel (mit Gewalt nebeneinander)3,x4x2 mm: 24 mT

Also bringt der Durchmesser mehr als die Dicke.
Beste Grüße

Michael

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Re: Thyris

#95

Beitrag von thoto » 14.06.2017, 12:38

@MiLe: Oh, Mann, was täte ich nur ohne dich! Hammer, danke für die Zeit, die du da rein investiert hast! (clap3) (clap3) (clap3)

Dann werde ich mal neues Material bestellen. :D
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Re: Thyris

#96

Beitrag von thoto » 14.06.2017, 12:57

thoto hat geschrieben:
13.06.2017, 13:22
... Als nächstens baue ich mir ein Jig (Rampe), um mit der Oberfräse beide Schnittflächen plan zu bekommen, manuell ist mir das gerade zu heikel.
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? :D
Ich habe natürlich die Hände wieder nicht stillhalten können und gestern abend ein bisschen weiter gemacht. Und zwar mit Handhobeln.

Ich war mir dann doch unsicher, ob die Fräse nicht gerade am Ende der Keile sich nicht wie die Axt im Walde benimmt und mir alles zerfetzt.
Außerdem haben die Kinder schon geschlafen und da blieb nur die sanfte Alternative.

Ein wenig Feinarbeit fehlt noch, aber hier ist das derzeitige Zwischenergebnis:
Die gehobelten Sägeflächen
Die gehobelten Sägeflächen
Passt schon ganz gut, aber noch nicht perfekt.
Passt schon ganz gut, aber noch nicht perfekt.
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Re: Thyris

#97

Beitrag von liz » 14.06.2017, 18:40

Na also. So geht das!

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Re: Thyris

#98

Beitrag von thoto » 22.06.2017, 12:55

Ein bisschen ging es weiter.
Ich habe die Halsschäftung fertig gemacht und verleimt:
Während der Hals das so rumlag, habe ich aus Resten von altem Holz schonmal zwei Korpusformen ausgesägt, die mit dann zum Verleimen von Korpus und Top dienen sollen:
Und weil ich gestern abend dann doch so langsam mal über die Farbgestaltung nachdenken musste (ich habe mal das passende Griffbrett heraussuchen wollen und konnte mich noch nicht endgültig entscheiden), habe ich eine der Pressbeilagen mit Beize behandelt, um auszuloten, wie die Farbgestaltung aussehen könnte.
Mal alle Elemente mit Binding
Mal alle Elemente mit Binding
Mal alle Elemente mit Binding (seitlich)
Mal alle Elemente mit Binding (seitlich)
Mit blauem Ahornfurnier als Vergleich
Mit blauem Ahornfurnier als Vergleich
Es ist echt schwer, weil je nach Blickrichtung die Farben im Helligkeitsgrad variieren.
Außerdem ist das Blau auf dem Nadelholz viel dunkler, als auf dem Stück Ahorn, dass ich zusätzlich gebeizt habe. Das Blau auf Ahorn trifft schon eher meinen Geschmack.

Noch gar nicht sicher bin ich mir bei dem Schwarz-Rot-Gemisch als Korpusseiten- und -rückenfarbe. Das kommt in Wirklichkeit aber viel dunkler, als auf den Fotos, fasst schwarz,a ber nicht richtig. Es sieht eigentlich recht edel aus, aber in Kombination mit schwarz und blau? (think)
Ich habe ein bisschen Bedenken, dass das zu viele Farben werden.
Thoto
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Re: Thyris

#99

Beitrag von liz » 22.06.2017, 14:21

Das wirkt schon ziemlich hart so. Einen besseren Farbübergang bekommst du, wenn du zuerst alles blau machst, und dann die Ränder mit verdünntem! Schwarz nachbeizt, also immer von hell nach dunkel arbeiten. Danach kannst du noch mit einem feuchten Schwamm ohne Farbe von Innen nach außen wischen. Den Schwamm dazwischen immer gut auswaschen. Wenn die Farben zu kräftig sind, ordentlich verdünnen und lieber mehrmals auftragen bis zum gewünschten Ergebnis.
Prinzipiell solltest du auf einem Rest deines Deckenholzes Beizversuche anstellen, damit du aussagekräftige Ergebnisse bekommst.

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Re: Thyris

#100

Beitrag von bea » 22.06.2017, 14:25

Außerdem würde ich das Blau verdünnen und ggf. in mehreren Durchgängen beizen. Das Nadelholz nimmt wegen seine Saugfähigkeit deutlich mehr auf als der feinporige Ahorn.
LG

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