Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

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Titan-Jan
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Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#1

Beitrag von Titan-Jan » 20.03.2016, 11:34

So ich habe die letzten 2-3 Jahre schon daran konstruiert und gearbeitet und langsam wird es spannend. Deswegen beginne ich jetzt mal mit dem Baubericht.

Die Grundidee hinter der Gitarre ist, dass mich an sonst sehr eleganten und schönen Gitarren oft die Tonabnehmer optisch stören. Ich wollte jetzt versuchen, die Tonabnehmer hinter der Decke zu verstecken. Dabei wollte ich allerdings nicht die PUs einfach so weit absenken, da das den Sound zu sehr verändern würde (-> leiser). Stattdessen wollte ich die Decke entsprechend anheben und im Bereich der Tonabnehmer nur so dünn wie möglich zu machen. Klar, letztendlich läuft es auf einen Kompromiss hinaus.

Damit die Gitarre trotzdem noch halbwegs ergonomisch bleibt, soll die Decke entlang der Längsachse zylindrisch geformt sein. Die Seitenlage über der Decke wird recht flach sein (ein Kompromiss zwischen der Höhe des Griffbretts und der Höhe von den Tonabnehmerkappen an "normalen" Gitarren. Dadurch kommt nur eine Eigenbau-Bridge in Frage, kombiniert mit STB-Saitenhaltern. Bei der Gelegenheit wollte ich dann auch mal Fächerbünde probieren.

Nun das ist also gerade der Stand:
Die nächsten Schritte:
- noch ein paar letzte Fräsungen
- Shapen von Hals- und Bodyrückseite
- Bohren für die STB-Hülsen
- Zylindrisches Formen des Bodys
- Herstellen der Brücke (voraussichtlich aus Alu- oder Messingflachmaterial)
- Tests mit PUs (Habe ein paar bei GFS bestellt, und schon an Michael zum Vermessen geschickt). Mal sehen, was das an Erkenntnissen bringt. Es gab schon einen kleinen Thread dazu: http://gitarrebassbau.de/viewtopic.php?f=32&t=5764

Je nachdem was bei den Tests rauskommt geht es weiter...
Ich halte euch auf dem Laufenden und freue mich jederzeit über Feedback und Anregungen!

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#2

Beitrag von MiLe » 20.03.2016, 12:10

moin Jan,

die Form sieht ja schon mal vielversprechend aus, und gerade die Kopfplatte ist ja mal erfrischend anders (clap3)
Mich treibt nur gerade die Frage nach der späteren Bespielbarkeit um: Bei meiner Strat-Kopie nervt mich schon der mittlere PU weil er genau in dem Bereich liegt, in dem ich das Plaktrum ansetze - ich hacke also dauernd darauf herum. Wenn bei Dir die Saiten so dicht über der Decke liegen - bleibt da noch genug Platz zum spielen?
Beste Grüße

Michael

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#3

Beitrag von Haddock » 20.03.2016, 14:51

Hallo Jan,

ich bin gespannt! Schaut schon mal gut aus. Mehr Fotos bitte ;)

Erzähl uns doch noch etwas über die Formgebung am oberen Horn, ist da was weggesplitert? Was für Mensuren hast Du genommen?

Den Thread werde ich gespannt verfolgen, hau rein! :D

Gruss
Urs

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Titan-Jan
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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#4

Beitrag von Titan-Jan » 20.03.2016, 16:45

Danke, klar mehr Fotos.... mache ich bei Gelegenheit. Mich lenkt das beim Bauen immer so ab. Aber ich gelobe Besserung!

@Michael: Ja... Genau das meinte ich mit Kompromiss. Ich moment ist alles so, dass ich mit recht "normaler" Saitenlage spielen kann. Das bleibt so, wenn sich herausstellt, dass es kein Problem ist, wenn die Tonabnehmer recht weit von den Saiten entfernt sind. Wenn sich herausstellt, dass ich näher ranmuss, kann ich das veruschsweise mit dem jetzigen Stand aufbauen. DIe Tonabnehmer schauen dann durch die Öffnung recht weit raus. Wenn ich dann das Optimum gefunden habe, fräse ich noch die Halstasche entsprechend tiefer und feile die Stegeinlage tiefer. Am Schluss kommt dann eine Decke drüber.

@Urs: Da ist absichtlich was weggesplittert ;) Da kommt ein versteckert 5-Wege-Schalter rein. Er wird von vorne von der Decke verdeckt, die dann die gleiche Kontur hat, wie der untere Teil des Bodys. Die Mensuren messe ich noch nach und schreibe sie hier noch! Weiß ich grad nicht auswendig.

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#5

Beitrag von Titan-Jan » 20.03.2016, 16:50

Für Urs ;)
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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#6

Beitrag von Poldi » 20.03.2016, 17:39

Interessant interessant....

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#7

Beitrag von capricky » 20.03.2016, 19:35

Gut, ich finde den Schalter jetzt etwas ...suboptimal platziert, aber vielleicht könnte man ihn ja ala Parsons/White Stringbender mit dem Gurthalter kombinieren... (think)

capricky ;)

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#8

Beitrag von sunrisebrasil » 20.03.2016, 19:41

Hallo Jan,
ein interessantes Konzept was Du da verfolgst. Auch formal ist es erfrischend anders!
Mir gefällt die Form sehr gut, insbesondere die Kopfplatte und auch die Gestaltung des unteren Horns.
Die Idee mit dem versteckten Schalter ist ebenfalls interessant. Ich bezweifle aber, dass Du damit während des Spielens schnell umschalten kannst. Aber ich glaube, Dir geht es dabei um etwas Anderes (whistle)
Weiterhin viel Erfolg, ich bleibe dran!
Grüße
Markus

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#9

Beitrag von Titan-Jan » 21.03.2016, 08:09

Nö, das stimmt, der Schalter ist nicht unbedingt in Sekundenbruchteilen zu erreichen. Aber solche Gitarren gibt's ja auch schon... ;)

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#10

Beitrag von Titan-Jan » 01.04.2016, 14:19

STB-Bohrungen sind gemacht und Body Shaping läuft... (whistle)
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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#11

Beitrag von Titan-Jan » 08.04.2016, 19:55

So, alle Fräsungen sind erledigt und auch die Bodyoberseite ist grob vorgeformt. Dazu habe ich einen Elektrohobel verwendet (geht ab wie's Loch).
Dann eine Brücke aus Alu Flachmaterial gefeilt und Saiten aufgezogen!
Passt soweit alles, was für eine Erleichterung. ;)
Next Step:
Tonabnehmer testen. Dann kommt der Tag der Wahrheit....

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#12

Beitrag von MiLe » 08.04.2016, 21:34

Brücke selbst feilen? Und ich dachte schon, ich wäre bekloppt (whistle) Sieht bisher echt gut aus, Form, Konzept - alles Tip-Top!
Pass bloß mit der Saitenspannnung auf, solange das Top noch nicht drauf ist - sooo viel Material haste ja nicht übrig gelassen ;)
Beste Grüße

Michael

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#13

Beitrag von Titan-Jan » 08.04.2016, 22:03

Oh Mann, hast Recht, Michael.... Hoffe das geht gut ;-)
Jetzt kann ich halt noch einfach mit dem Abstand von Tonabnehmer zu Saite spielen. Wenn die Decke drauf ist geht das nur noch in eine Richtung per Halstasche tiefer fräsen!

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#14

Beitrag von thoto » 08.04.2016, 23:13

Du hast den Korpus ja auf der Oberseite schon vorgewölbt. Jetzt kommt noch das Top drauf, richtig?
Hat das einen speziellen Grund? Ich hätte eher das Top gewölbt, und es plan auf dem Korpus verleimt.
Es sei denn, du möchtest umlaufend eine gleich hohe Topkante haben...
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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#15

Beitrag von Poldi » 09.04.2016, 08:41

thoto hat geschrieben:Du hast den Korpus ja auf der Oberseite schon vorgewölbt. Jetzt kommt noch das Top drauf, richtig?
Hat das einen speziellen Grund? Ich hätte eher das Top gewölbt, und es plan auf dem Korpus verleimt.
Es sei denn, du möchtest umlaufend eine gleich hohe Topkante haben...
Die Frage hab ich mir auch gerade gestellt....

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#16

Beitrag von Titan-Jan » 09.04.2016, 15:27

Ja, das wäre normal. Aber ich möchte ja ein möglichst dünnes Top, weil ja die PUs dahinter verschwinden sollen. Die Oberseite ist ja auch "nur" zylindrisch also nur in eine Richtung gewölbt. Der Plan ist eigentlich nun ein 2-4mm dickes (evtl. vorgebogenes) "Top" drauf zu leimen.

Ich hätte es natürlich auch "normal" machen können aber wie hätte ich dann von hinten die Tonabnehmerkavitäten auf wenige Millimeter dünnes Material kriegen sollen? So ist es außerdem wirtschaftlicher. Eigentlich wollte ich ja gerne Quilted Maple nehmen, wenn der nur nicht so teuer wäre.... Alternative ist noch, Biegesperrholz drüber zu leimen und dann schön zu furnieren. Mal sehen...

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#17

Beitrag von liz » 09.04.2016, 17:01

Titan-Jan hat geschrieben:
Ich hätte es natürlich auch "normal" machen können aber wie hätte ich dann von hinten die Tonabnehmerkavitäten auf wenige Millimeter dünnes Material kriegen sollen?
Korpusdicke messen, Frästiefe abzüglich Topdicke einstellen. Oder hab ich was übersehen?
Tolles Projekt, weiterbauen!
lg

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#18

Beitrag von Titan-Jan » 09.04.2016, 18:08

Stimmt schon, möglich ist es - aber riskant. Und so ist die gesamte Fläche (inklusive des PU-Bereichs) außen gewölbt.

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#19

Beitrag von thoto » 09.04.2016, 19:18

Ist das Top denn einteilig? Ich hätte gedacht, dass der Leim den Biegetemperaturen nicht standhält, wenn du ein mehrteiliges Top vorbiegen willst... (think)

Oder kann man bei dieser Dicke gefahrlos "kalt" biegen, also unter Spannung das Top auf den Korpus leimen?

Aber es sieht bestimmt cool aus, wenn die Topdicke überall gleich ist an den Kanten!
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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#20

Beitrag von Titan-Jan » 12.04.2016, 20:49

Nun mit Tonabnehmern bestückt

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#21

Beitrag von Titan-Jan » 12.04.2016, 20:52

@thoto:
Ja darüber mache ich mir auch schon seit Monaten Gedanken. Aber eigentlich denke ich, der Radius ist groß genug, dass ich das ohne Dampf biegen kann. Alternativ hatte ich schon überlegt, das Top mit Epoxyd zu fügen. Dann kann ich aber nicht mehr beizen. Eigentlich wollte ich sowieso auch lieber lackieren aber da müsste ich erst wieder einen Partner/Dienstleister für finden... Also so ganz sicher bin ich an der Stelle auch noch nicht...

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#22

Beitrag von MiLe » 12.04.2016, 21:47

Kann es sein, daß mir die PUs bekannt vorkummen? ;)

Was wäre mit: Erst beide Top-Hälften unter Damp einzeln vorbiegen, dann beizen und dann fügen?
Die geringe Restspannung beim Aufleimen sollte dann eigentlich kein Problem mehr sein (think)
Beste Grüße

Michael

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#23

Beitrag von Titan-Jan » 12.04.2016, 22:25

Habe ich auch schon überlegt. Aber wie fügt man ein vorgebogenes Top?

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#24

Beitrag von Titan-Jan » 12.04.2016, 22:55

Nun noch zu den Erkenntnissen nach dem ersten Soundcheck...

Also alle drei Testtonabnehmer kommen von Guitarfetish und finden sich auch in Miles PU-Datenbank.

Relativ willkürlich habe ich die drei einfach mal verteilt:
Am Hals: http://www.guitarfetish.com/GFS-Crunchy ... _8468.html
In der Mitte: http://www.guitarfetish.com/GFS-Dream-9 ... 14292.html
An der Brücke: http://www.guitarfetish.com/Crunchy-PAT ... c_139.html

Der P90 in der Mitte und der Crunchy Pat an der Bridge klingen mit "normalen" Saitenabstand erstmal ausgesprochen gut (habe das jetzt nicht ausführlicher getestet) aber mit dem angestrebten recht hohen Saitenabstand sehr dünn und flach.
Der "Crunchy Rails" am Hals haut auch mit großem Saitenabstand noch ordentlich rein und klingt voll und satt. Den werde ich jetzt mal noch an der Bridge-Position testen.

Ich werde mir für diese Tests viel Zeit lassen und ja nichts überstürzen. Der nächste Schritt wäre in der Tat die Decke aufzuleimen und dann wird's schwierig mit Versuchen. Anderseits kann ich mit diesem Testaufbau auch nur bedingt testen, der "Wohlfühlfaktor" fehlt... Wenn ich aber das "Gefühl" habe, einen Tonabnehmer gefunden zu haben, der auch mit etwas mehr Saitenabstand noch gut klingt, baue ich weiter. Fine-Tuning wird dann an der fertigen Gitarre gemacht.

Hat jemand noch starke PUs in der Schublade liegen, die evtl. käuflich zu erwerben sind? Zumindest testweise würde ich mich noch über eine größere Auswahl freuen... ;) ;)

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Re: Eigenentwurf mit versteckten Tonabnehmern

#25

Beitrag von bea » 12.04.2016, 23:28

Ich besitze noch ein Pärchen Viva 11/02 von ML-Factory. Einen wollte ich MiLe zum Messen zukommen lassen - da kam leider ein tragischer vorzeitiger Abschied eines Bekannten dazwischen, sonst wäre er schon auf der Reise.

Der Tonabnehmer macht einen guten Eindruck, ist halt auf die Belange von Metal-Gitarristen ausgelegt (15k, dünne Klingen, fetter Ferritmagnet). Als Basstonabnehmer hat er sich leider nicht bewährt.

Weil ich ja andere Musik mache und meine Kinder auch, sehe ich keinen Einsatzzweck für die Teile.
LG

Beate

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