Kurze Frage kurze Antwort Thread

Wie baue ich mir eine elektrische Gitarre?

Moderatoren: clonewood, wasduwolle

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 8995
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1251

Beitrag von capricky » 16.12.2016, 16:54

wasduwolle hat geschrieben:Wie wärs denn mit dem 2k Lack von Schreinerlacke, der erfüllt deine
http://www.schreinerlack.de/shop/Holzla ... :1297.html
Grüsse
Wolle

Der gefällt mir von den Daten und vom Preis her richtig gut. (Verwendet habe ich ihn noch nicht!)

capricky

Benutzeravatar
kehrdesign
Ober-Fräser
Beiträge: 946
Registriert: 05.06.2011, 02:06
Kontaktdaten:

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1252

Beitrag von kehrdesign » 16.12.2016, 17:57

wasduwolle hat geschrieben:Wie wärs denn mit dem 2k Lack von Schreinerlacke, der erfüllt deine
http://www.schreinerlack.de/shop/Holzla ... :1297.html
Grüsse
Wolle
Kann ich nur empfehlen!

Nicht nur der Preis ist gut, auch die Gebindegrößen sind hobby-freundlich, und das bei überzeugender Qualität - das widerstandsfähigste Zeug, was ich je verwendet habe.

Damit habe ich bisher zwei Gitarren lackiert, eine deckend (mit diesem) und eine transparent. Grundierung/Füllung jeweils mit Schellack/Bimsmehl und als Decklack eben diesen - trocknet zügig (unterm Heizstrahler 10 Min.) und lässt sich schon nach 24 h (bei Zimmertemparatur) ohne späteres Nachsacken perfekt polieren. Zum Reinigen der Geräte kann man preisgünstige Nitroverdünnung aus dem Baumarkt verwenden. Für High-Gloss-Finishs nehme ich nur noch diesen Lack.
Man weiß nicht recht, ob aus Dummheit, Platzmangel oder Schlamperei ein Unikat der Gitarrenwelt überhört wurde.
(aus Allan Holdsworth's Nachruf von Michael Rüsenberg)

http://guitars.kehrdesign.de/

Benutzeravatar
wasduwolle
Board-Admin
Beiträge: 1202
Registriert: 23.04.2010, 19:04
Wohnort: Bühl, Baden

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1253

Beitrag von wasduwolle » 16.12.2016, 18:21

Ich hab ihn auch schon verwendet, in transparent, liess sich mit deren Spritzverdünnung gut verarbeiten

Benutzeravatar
Titan-Jan
Zargenbieger
Beiträge: 1761
Registriert: 24.06.2011, 14:01
Wohnort: Bodensee, Kreis Konstanz

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1254

Beitrag von Titan-Jan » 16.12.2016, 19:23

"mit Qualitätsabstrichen auch zum Rollen und Streichen"

würde den auch gerne testen aber habe keine Lackierpistole.... Ob das mit Rolle oder Pinsel was werden kann? Habt ihr das auch schon getestet?

Benutzeravatar
kehrdesign
Ober-Fräser
Beiträge: 946
Registriert: 05.06.2011, 02:06
Kontaktdaten:

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1255

Beitrag von kehrdesign » 16.12.2016, 20:01

Titan-Jan hat geschrieben:... Ob das mit Rolle oder Pinsel was werden kann?
Kleine Reparaturen habe ich schon mit dem Pinsel erledigt - verläuft ziemlich gut. Dennoch ist für 'ne hochklassige Oberfläche das Egalisieren bzw. Beischleifen und -polieren unerlässlich. Das bedeutet fürs Rollen sicher erheblich erhöhten Lackverbrauch wie bei anderen, gängigen Lacken auch (dazu fällt mir spontan Trollos Lackierturtorial nebenan ein).
Die Rolle wird im Gegensatz zu einem Pinsel auch einiges mehr an Lack verschleppen. Deshalb würde ich in einen wirklich guten Pinsel investieren.
Man weiß nicht recht, ob aus Dummheit, Platzmangel oder Schlamperei ein Unikat der Gitarrenwelt überhört wurde.
(aus Allan Holdsworth's Nachruf von Michael Rüsenberg)

http://guitars.kehrdesign.de/

Benutzeravatar
penfield
Ober-Fräser
Beiträge: 651
Registriert: 27.11.2014, 14:38

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1256

Beitrag von penfield » 17.12.2016, 08:39

Ich beschäftige mich gerade mit dem Pinsellackieren und stieß dabei u.a. auf folgenden Thread
http://www.gitarren-forum.de/threads/84 ... -auftragen.

Der Threader vewendet 2K Spritzlack (MIPA) und trägt ihn mit dem Pinsel auf, mit nach Fotos ganz passablem Ergebnis.

Der Unterschied zwischen "normalem" 2K Lack und 2K Spritzlack liegt meines Wissens eigentlich nur darin, dass letzterer fürs Sprühen eingestellt ist, also stärker verdünnt ist als der "normale" Lack.

Probleme macht mehr der Umstand, dass man (respektive ich) mit Pinsel Verarbeitungsspuren nicht völlig vermeiden kann; bei mir sind es winzige Bläschen, die auch ein "Verschlichten" nicht wegbringt. (Außerdem neigt man (Ich) dazu stellenweise unterschiedlich viel aufzutragen ( :| )

Aber wie Kehrdesign ja schon festgestellt hat, geht es eh nicht ohne Schleifen und Polieren, wenn die Oberfläche schön sein soll. ;)

BGP.
SGmaster, Peacemaster 3P90,
Double neck fretless/fretted,
Quickbird
Arbeitet endlich wieder an: Les Paulownia und inzwischen auch schon wieder an ein paar anderen Projekten...darunter Basslownia

Benutzeravatar
Poldi
GBB.de-Inventar
Beiträge: 5585
Registriert: 26.04.2010, 06:46
Wohnort: Wanne-Eickel

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1257

Beitrag von Poldi » 17.12.2016, 10:05

Ich habe einige meiner Gitarren mit Parkettlack gerollt, bis dato ohne Nachteile.
Die Bläschen bekommt man beim rollen weg in dem man den Lack etwas antrocknen läßt ( ca. 2-3 min) und dann noch mal drüber rollt.
Aber es stimmt schon das man beim Rollen oder Pinseln mehr Schleifarbeiten hat hat als beim sprayen.

Benutzeravatar
penfield
Ober-Fräser
Beiträge: 651
Registriert: 27.11.2014, 14:38

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1258

Beitrag von penfield » 17.12.2016, 10:52

Noch einmal drüber rollen, ist das dann (wie) verschlichten?
SGmaster, Peacemaster 3P90,
Double neck fretless/fretted,
Quickbird
Arbeitet endlich wieder an: Les Paulownia und inzwischen auch schon wieder an ein paar anderen Projekten...darunter Basslownia

Benutzeravatar
hatta
Zargenbieger
Beiträge: 1784
Registriert: 12.01.2015, 12:46

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1259

Beitrag von hatta » 17.12.2016, 11:34

penfield hat geschrieben:Noch einmal drüber rollen, ist das dann (wie) verschlichten?
Sozusagen. Du machst damit den auftrag nochmal etwas gleichmäßiger und eventuelle bläschen werden dadurch eliminiert. Warte aber nicht zuuu lange mit dem nochmal drüberfahren. Da gibt es de kritischen moment wo der lack schon zuviel angezogen hat, dann machst du dir nurnoch eine schöne steuktur in den auftrag. Ist zwar mit schleifen schnell behoben, muss aber nicht sein ;)
Gruß
Harald

Benutzeravatar
kehrdesign
Ober-Fräser
Beiträge: 946
Registriert: 05.06.2011, 02:06
Kontaktdaten:

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1260

Beitrag von kehrdesign » 17.12.2016, 14:16

Die SL PUR-Lacke von Schreinerlacke sind beim empfohlenen Mischungsverhältnis gerade noch streichbar eingestellt. Ich würde sie auch zum Streichen noch etwas verdünnen (zum Spritzen sowieso). Da wird zwar die Schichtdicke nicht so stark aber dafür gleichmäßiger.
Außer bei rein waagrechten, ebenen Flächen kann ich nur mehrere dünne Schichten mit Zwischenschliffen, statt dicke mit ungleichmäßigerer Schichtstärke empfehlen. Letzteres birgt beim Egalisieren mit etwas gröberem Schleifenmittel auch eine höhere Gefahr von Durchschliffen.

Im Übrigen kann ich nur wiederholen, dass entgegen der verbreiteten Auffassung auch eine spritzlackierte Oberfläche erst nach diversen Fein- und Feinstschliffen und mechanischer Politur wirklich perfekt aussieht.
Man weiß nicht recht, ob aus Dummheit, Platzmangel oder Schlamperei ein Unikat der Gitarrenwelt überhört wurde.
(aus Allan Holdsworth's Nachruf von Michael Rüsenberg)

http://guitars.kehrdesign.de/

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 8995
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1261

Beitrag von capricky » 17.12.2016, 18:38

Der Vorteil des 2K PUr Lackes, seine Härte und Widerstandfähigkeit, wird in der handwerklichen Verarbeitung mit Pinsel und Rolle zu einem "Nachteil". Der Zeit- und Schleifmittelaufwand bis zur perfekten Oberfläche verdreifacht sich mindestens.

capricky

Benutzeravatar
Oleg
Holzkäufer
Beiträge: 174
Registriert: 22.07.2010, 20:11

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1262

Beitrag von Oleg » 18.12.2016, 15:36

Hoffe ich interpretiere den Threadtitel nicht flasch ... kurze Frage:

- wie is der Winkel bei nem Stoptail (Wraparound Bridge), bzw.
der Unterschied der Abstände der Bohrungen für die Einschladhülsen
aus der Bodymitte gemessen
in dem Fall bei 25" Mensur ...

der Kreis über dem Fragezeichen auf der Skizze soll ein Gradzeichen darstellen
Dateianhänge
skizze
skizze

Benutzeravatar
kehrdesign
Ober-Fräser
Beiträge: 946
Registriert: 05.06.2011, 02:06
Kontaktdaten:

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1263

Beitrag von kehrdesign » 18.12.2016, 18:39

Sowas zu verallgemeinern kann sich schwer rächen; die Maße der Bridges variieren zwischen den Bauformen und meist auch von Hersteller zu Hersteller und sind nicht verbindlich genormt.

Wenn der Hals seine endgültige Position zum Body hat, positioniere ich die Bridge auf dem Body so, dass die hohe E-Saite exakt das Mensurmaß hat (immer von der Sattelkante bzw. Nullbundposition aus gemessen) und gerade noch einen knappen Milimeter verkürzbar ist. Die tiefe E-Saite sollte (je nach Saitenstärke) wenigsten 4 mm über das Mensurmaß einstellbar sein. Nur daraus ergibt sich jeweils der Winkel für eine eventuelle Schrägstellung der Bridge und ist bei TOM-artigen oft unumgänglich wegen des geringen Verstellweges der Reiter.

Sitzt die Bridge an der richtigen Stelle, markiere ich mir die Position und ermittle daraus den Bohrungsmittelpunkt für die Studs/Einschlaghülsen. Dabei auch beachten, dass bei vielen Wraparound-Bridges mittels zweier Schrauben auch noch die Längenposition der gesamten Bridge zu den Studs verstellbar ist.
Man weiß nicht recht, ob aus Dummheit, Platzmangel oder Schlamperei ein Unikat der Gitarrenwelt überhört wurde.
(aus Allan Holdsworth's Nachruf von Michael Rüsenberg)

http://guitars.kehrdesign.de/

Benutzeravatar
thoto
Zargenbieger
Beiträge: 1068
Registriert: 09.10.2013, 12:33
Wohnort: Braunschweig / Niedersachsen
Kontaktdaten:

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1264

Beitrag von thoto » 18.12.2016, 21:44

Als Abschluss bezüglich der Lackfrage: Vielen Dank für die regen Rückmeldungen. Ihr seid die Besten! (clap3) (clap3) (clap3)
Thoto

Beef Bonanza
Ober-Fräser
Beiträge: 637
Registriert: 08.12.2010, 21:11
Wohnort: Krumbach / Augsburg / Ulm

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1265

Beitrag von Beef Bonanza » 19.12.2016, 00:18

Lackfrage:

Lässt sich Fender Surf Green einer RAL-Nummer oder einer sonstigen Farbcodierung/Farschema zuordnen?
Beginne den Tag mit einem Lächeln..... dann hast du es hinter dir.

Benutzeravatar
penfield
Ober-Fräser
Beiträge: 651
Registriert: 27.11.2014, 14:38

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1266

Beitrag von penfield » 19.12.2016, 10:03

Ral 6019 könnte hinkommen.
Oder schau einmal hier:
http://www.gitarrenbastler.de/index.php ... jha7ncg8r5

BGP

PS Die Einschätzung ist erfahrungsgemäß sehr monitorabhängig.
SGmaster, Peacemaster 3P90,
Double neck fretless/fretted,
Quickbird
Arbeitet endlich wieder an: Les Paulownia und inzwischen auch schon wieder an ein paar anderen Projekten...darunter Basslownia

Benutzeravatar
kehrdesign
Ober-Fräser
Beiträge: 946
Registriert: 05.06.2011, 02:06
Kontaktdaten:

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1267

Beitrag von kehrdesign » 19.12.2016, 10:10

Beef Bonanza hat geschrieben: Lässt sich Fender Surf Green einer RAL-Nummer oder einer sonstigen Farbcodierung/Farschema zuordnen?
Mit einem Muster zum Autolackierer - der sagt's Dir sehr genau.

Selbst kalibrierte Bildschirme sind nicht in der Lage, Farbtöne aus unterschiedlichen Farbräumen so realistisch wie nötig wiederzugeben.
Man weiß nicht recht, ob aus Dummheit, Platzmangel oder Schlamperei ein Unikat der Gitarrenwelt überhört wurde.
(aus Allan Holdsworth's Nachruf von Michael Rüsenberg)

http://guitars.kehrdesign.de/

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 8995
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1268

Beitrag von capricky » 19.12.2016, 10:41

Die Diskussion hatten wir schon mal (kann dabei aber auch um Lake Placid Blue gegangen sein...)
Das Problem ist - wenn man heute Surfgreen in der Gurgel Bildersuche aufruft, bekommt man zig verschiedene Farbtöne von Surfgreen angezeigt - welche ist da die korrekte?
Dazu kommt, daß über das deckende Surfgreen eine inzwischen vergilbte Nitroklarlackschicht liegt. man sieht also "Surfgreen" unter einen Gelbfilter, je nach Alter des Klarlacks mit unterschiedlicher Filterwirkung.
Wenn man allerdings keine "true vintage" Ansprüche hat, kann man in einer Autolackierei einen Farblack der mit Farbfächer ermittelt wurde, auftragen lassen (~200€).
capricky

Benutzeravatar
filzkopf
Luthier
Beiträge: 4257
Registriert: 23.04.2010, 14:11
Wohnort: Strass, Tirol

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1269

Beitrag von filzkopf » 19.12.2016, 14:51

Capricky, was ist den das für ein schickes Tremolo? :)
mfG Simon

http://www.facebook.com/skyshape
neueste Gitarren:
#18 #19 #20 #21

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 8995
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1270

Beitrag von capricky » 19.12.2016, 15:01

filzkopf hat geschrieben:Capricky, was ist den das für ein schickes Tremolo? :)
Irgendwas mit King... Tremking glaube ich, gab es bei Thomann.

http://www.tremking.com/

capricky

Benutzeravatar
DoppelM
Halsbauer
Beiträge: 471
Registriert: 12.07.2015, 23:46

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1271

Beitrag von DoppelM » 26.12.2016, 23:20

Angenommen ich möchte etwas dunkelfastschwarz beizen und dann mit schallack finishen, wie mache ich
a) Porenfüllen
b) aufgerichtete Fasern wieder beischleifen
ohne dabei hellere durchgeschliffene Stellen zu erzeugen? Bimsmehl macht das, und eignet sich bei Grobporigem Holz anscheinend auch eh nicht so gut.

Benutzeravatar
penfield
Ober-Fräser
Beiträge: 651
Registriert: 27.11.2014, 14:38

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1272

Beitrag von penfield » 27.12.2016, 09:03

Das Problem mit den Fasern fällt weg, wenn du Spiritusbeize verwendest.
Zum Schellack kann ich dir allerdings nichts sagen, ich fülle Gebeiztes meist mehrfach mit Epoxy oder PU.
BGP
SGmaster, Peacemaster 3P90,
Double neck fretless/fretted,
Quickbird
Arbeitet endlich wieder an: Les Paulownia und inzwischen auch schon wieder an ein paar anderen Projekten...darunter Basslownia

Benutzeravatar
DoppelM
Halsbauer
Beiträge: 471
Registriert: 12.07.2015, 23:46

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1273

Beitrag von DoppelM » 27.12.2016, 09:28

Danke, löst schellsck spiritusbeize nicht wieder an? Oder kann ich ihn damit sogar einfärben?

Benutzeravatar
penfield
Ober-Fräser
Beiträge: 651
Registriert: 27.11.2014, 14:38

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1274

Beitrag von penfield » 27.12.2016, 10:16

DoppelM hat geschrieben:Danke, löst schellsck spiritusbeize nicht wieder an? Oder kann ich ihn damit sogar einfärben?
Da Schellack in Spiritus gelöst ist, kann man ihn mit Beize auch färben/tönen. Die Eigenfarbe des Schellacks musst du berücksichtigen und dass der Farbauftrag additiv ist.

Spiritus löst die Beize wieder an. Du kannst Spiritusbeize durch Auftragen von (reinem) Spiritus (bis zu einem gewissen Grad) wieder abwischen bzw neu verteilen (zB hier gut zu sehen, Beitrag 39). Wenn du Schellack in Spiritus aufträgst, wird das wahrscheinlich dazu führen, dass ein Teil der vorher aufgetragenenen Beize angelöst wird. Das sollte aber kein Problem sein, da du beim Auftragen und Verteilen des Schellacks die angelöste Farbe gleich wieder mitverteilst.

Ich nehme an, dass sich das auch nicht durch Verwendung von wasserlöslicher Beize gänzlich umgehen lassen wird, da meiner Erfahrung nach auch viele wasserlösliche Beizen in Spiritus lösbar sind bzw. von Spiritus angelöst werden.

Wenn du die Beize ordentlich trocknen lässt, und dann mäßig Schellack aufträgst sollte sich der Lösungseffekt in Grenzen halten und von Schicht zu Schicht immer geringer werden. Falls du gleich getönten/gefärbten Schellack auftragen willst, mach vorher sicherheitshalber eine Probe, ob die Färbung gleichmäßig wird.
BGP
SGmaster, Peacemaster 3P90,
Double neck fretless/fretted,
Quickbird
Arbeitet endlich wieder an: Les Paulownia und inzwischen auch schon wieder an ein paar anderen Projekten...darunter Basslownia

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 8995
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest

Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#1275

Beitrag von capricky » 27.12.2016, 10:46

Am Besten ist dann doch wohl, wenn Du gleich schwarzen Schelllack nimmst!?

capricky

Antworten

Zurück zu „E-Gitarre“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste