Abrichte einstellen

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frama78
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Abrichte einstellen

#1

Beitrag von frama78 » 20.09.2017, 19:54

Hallo Leute,

meine Güde-Abrichte hat neue Messer bekommen. Beim Einstellen esklaliere ich jetzt dann. Ich bekomme einfach keine 100% gerade Fläche hin. Mein bestes Ergebnis sind aktuell 0,25-0,3mm konkav auf ca. 50cm.

Meine Frage: Wie genau kann man so ein Gerät überhaut einstellen? Bin ich schon am Maximum oder muss ich mich (und meine Frau durch meine schei§laune weiter quälen?! :D

Vor dem Wechsel war das Ergebnis ähnlich, aber wenn ich jetzt eh einstelle, will ich´s eigentlich richtig machen :roll:




Frank

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Re: Abrichte einstellen

#2

Beitrag von gitarrenmacher » 21.09.2017, 08:05

Ich habe einst bei meiner Scheppach hmc2600 Hartmetallmesser eingebaut.
Ich hatte auch die Hoffnung, dass ich so bessere Ergebnisse bekomme, was nicht der Fall war.
Dann habe ich einen Tischler gebeten, mal einen Blick drauf zu werfen. Der hat dann Eiche abgerichtet, sogar ein Stück Sapeli hirnholzseitig bearbeitet und meinte sinngemäß. Ist doch für eine Heimwerkermaschine einwandfrei.
Es lag schlichtweg an meiner mangelnden Übung.
Ich habe die Maschine inzwischen verkauft.
Eine Anleitung zum Messerwechsel lag der Maschine bei.
Eine gute Anleitung habe ich gegoogelt.
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Re: Abrichte einstellen

#3

Beitrag von frama78 » 21.09.2017, 09:21

Hallo Christian,

ich muss sagen, dass sich der Wechsel der Messer schon gelohnt hat! Das Hobelbild ist absolut sauber und akkurat. Auch das Einstellen der Messer selbst hat soweit funktioniert, wobei die beiliegene Lehre echt für die Tonne ist.

Jedenfalls mag ich das Teil ganz gerne, würde aber die die 0,3mm Delle gerne noch etwas besser hin bekommen, so dass ich zum Fügen nicht mehr per Hand nachhobeln müsste

Weißt du noch, ob deine Ergebnisse nach dem Einstellen besser (perfekt?) waren?

Frank

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Re: Abrichte einstellen

#4

Beitrag von capricky » 21.09.2017, 09:35

frama78 hat geschrieben:
20.09.2017, 19:54
Hallo Leute,

meine Güde-Abrichte hat neue Messer bekommen. Beim Einstellen esklaliere ich jetzt dann. Ich bekomme einfach keine 100% gerade Fläche hin. Mein bestes Ergebnis sind aktuell 0,25-0,3mm konkav auf ca. 50cm.

Meine Frage: Wie genau kann man so ein Gerät überhaut einstellen?

Frank
Man kann so ein ein Gerät ganz genau einstellen! Das kann ich behaupten weil ich wohl die beschi....eidenste Abrichte besaß, die es wohl je gab. Ich habe keine Ahnung, wo man an der Scheppach was dreht, aber sie wird ja auch Stellmöglichkeiten für den Auflagetisch und Abnahmetisch haben. Man muß nur wissen wo man was stellt und warum.
Benötigt wird eigentlich nur ein Richtscheit, Lineal oder eine Wasserwaage. Zuerst wird der hintere Abnahmetisch eingestellt, rechtwinklig zu einem eventuell vorhandenem seitlichen Anschlag. Wenn Du keine Einstelllehre für Hobelmesser hast, richtest Du die Messer in der Walze jetzt nach dem hinteren Tisch aus. Das Linieal/die Wasserwaage wird auf den hinteren Tisch gestellt, so das es die Messerschneiden bei Drehung der Messerwelle berühren kann. Dann stellst Du die Messer in ihrer Klemmung so ein, dass sie das Lineal geradeso nicht anheben. Das macht man an zwei Stellen auf dem Tisch, innen und aussen. Ist da erledigt, kommt der Aufgabetisch dran.
Der wird um das Maß tiefergestellt, das der gewünschten Spanabnahme entspricht, sagen wir mal 0,3mm. Das Lineal, die Wasserwaage wird wieder auf den hinteren Tisch gelegt, aber so dass er möglichst weit über dem Aufgabetisch schwebt. Jetzt kann man am Luftspalt zwischen Tisch und Lineal erkennen (und mit einer Fühllehre messen), wie groß die Spanabnahme wäre und ob der Auflagetisch auch parallel zum Abnahmetisch steht. Korrigieren, bis das passt!

Also - der Auflagetisch darf nicht höher oder tiefer als die Messerspitzen sein und der Aufgabetisch muss parallel zum Abnahmetisch sein, dann klappt es auch mit dem Abrichten.

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Re: Abrichte einstellen

#5

Beitrag von gitarrenmacher » 21.09.2017, 10:33

frama78 hat geschrieben:
21.09.2017, 09:21
Hallo Christian,
Weißt du noch, ob deine Ergebnisse nach dem Einstellen besser (perfekt?) waren?

Frank
Nein, die Ergebniss waren nicht besser, ABER das lag ausschließlich an mir.
Der geübte Tischler hat ja, wie gesagt, sehr gute Ergebnisse erzielt.
Dann noch das, ich würde bei Akustikdecken-und böden IMMER mit der Rauhbank und der Fuglade nacharbeiten.

Hier der Link, so habe ich damals eingestellt, nachdem mein Tischler -für den das Tagesgeschäft ist- es mir auf diese Art gezeigt hat.
Leider in Englisch.
https://www.youtube.com/watch?v=fvbfdzkPPSg
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