Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

Dies und das
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Yaman
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Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#1

Beitrag von Yaman » 10.11.2017, 09:19

Aus aktuellem Anlass habe ich mal ein paar Fragen, die vielleicht auch andere hier im Forum interessieren könnten. Wie geht ihr bei der Preisgestaltung eurer Eigenbauten vor? (natürlich nur nichtprofessionelle Gitarrenbauer)
  • Bei Auftragsarbeiten: vorher den konkreten Preis festlegen? Was ist wenn beim Bau Änderungen erwünscht/erforderlich sind, die den vorher festgelegten Preis verändern?
  • Auftragsgeber erkennt die aufgebrachte Arbeit/Leistung nicht an. Was tun?
  • Bei Auftragsarbeiten: was wenn vorher kein Preis festgelegt wurde? Materialkosten + wie die Arbeitszeit abrechnen?
  • Keine Auftragsarbeit aber plötzlich will jemand das Instrument kaufen. Materialkosten + wie die Arbeitszeit abrechnen?
  • Richtet ihr euch bei der Preisgestaltung an vergleichbaren Produkten am Markt?
  • Da man als Hobbybauer (noch) keinen Namen hat, welchen Preis kann man verlangen?
  • Ist am Anfang unter eigentlichem Wert zu verkaufen eine Option oder Dummheit?

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Drifter
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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#2

Beitrag von Drifter » 10.11.2017, 09:35

Zum letzten Punkt: Ja nicht unter dem Wert verkaufen. Ist der Ruf mal runiniert.... = bist einmal als Dumpingverkäufer deklariert, war es das!

Qualität hat einfach seinen Preis!

Viel weiter kann ich Dir nicht helfen, aber allein die Fragestellung ist wichtig!

lG

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#3

Beitrag von Haddock » 10.11.2017, 09:46

Hallo,
Yaman hat geschrieben:
10.11.2017, 09:19
Aus aktuellem Anlass habe ich mal ein paar Fragen, die vielleicht auch andere hier im Forum interessieren könnten. Wie geht ihr bei der Preisgestaltung eurer Eigenbauten vor? (natürlich nur nichtprofessionelle Gitarrenbauer)
  • Bei Auftragsarbeiten: vorher den konkreten Preis festlegen? Was ist wenn Änderungen beim Bau erwünscht/erforderlich sind, die den vorher festgelegten Preis verändern?
Ich hab da einen Basis Preis, je nach Instrument. Falls es Änderungen während der Bauphase geben sollte, wird der zeitliche und materielle Aufwand dazu addiert. Das ist aber vor Baubeginn so abgesprochen.
Yaman hat geschrieben:
10.11.2017, 09:19
  • Auftragsgeber erkennt die aufgebrachte Arbeit/Leistung nicht an. Was tun?
Dem Auftraggeber immer Einblicke auf Deine Arbeit gewähren. Bei Reparaturen alles absprechen was zusätzlich dazu kommt. Nie selbst entscheiden und Handeln. Das kann ins Auge gehen.
Yaman hat geschrieben:
10.11.2017, 09:19
  • Keine Auftragsarbeit aber plötzlich will jemand das Instrument kaufen. Materialkosten + wie die Arbeitszeit abrechnen?
Materialkosten + die Arbeitszeit im Stundenlohn.
Yaman hat geschrieben:
10.11.2017, 09:19
  • Richtet ihr euch bei der Preisgestaltung an vergleichbaren Produkten am Markt?
Nein.
Yaman hat geschrieben:
10.11.2017, 09:19
  • Ist am Anfang unter eigentlichem Wert zu verkaufen eine Option oder Dummheit?
Es gibt keinen Grund Dein Instrument unter Wert zu verkaufen! Die Annahme, dass Du Dir so schneller einen "Namen" erarbeiten kannst ist falsch! Auch kann es einen falschen Eindruck auf Deine Instrumente werfen. Um Dir einen Namen zu erarbeiten braucht es nur 2 Sachen: Qualität und Ausdauer, verdammt viel Ausdauer.

Gruss
Urs

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#4

Beitrag von KNGuitars » 10.11.2017, 10:18

den letzten punkt sehe ich anders:

man baut am anfang keine perfekten instumente, braucht für manche sachen viel zu lange, und macht doch den ein oder anderen schnitzer ... wenn du dafür noch 40€ stundenlohn haben willst wird dir niemand was abkaufen ...
ich bin selbst ganz am anfang, und sehe es als lernprozess (als lehrling in einem beruf verdienst du auch "nichts")
ich bin froh wenn ich was bauen kann, dafür nicht immer material + harware selbst zahlen muss (sind ja auch schon oft mittlere dreistellige beträge pro instrument) ... wenn man dazu noch etwas ich nenns mal "lehrlingsnetschädigung" verdient ist das denk ich schon in ordnung ... wenn man das ganze dann mit der zeit professioneller angeht bekommt man harware + holz schon billiger, wird schneller, und der stundenlohn steigt automatisch ... so hoff ich jedenfalls dass es bei mir igendwann sein wird :D

bis dahin sehe ich es als hobby, und wenn man für sein hobby die ausgaben herinnen hat ist ja schon mal nicht schlecht
lg klaus

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#5

Beitrag von hatta » 10.11.2017, 10:38

KNGuitars hat geschrieben:
10.11.2017, 10:18
den letzten punkt sehe ich anders:

man baut am anfang keine perfekten instumente, braucht für manche sachen viel zu lange, und macht doch den ein oder anderen schnitzer ... wenn du dafür noch 40€ stundenlohn haben willst wird dir niemand was abkaufen ...
ich bin selbst ganz am anfang, und sehe es als lernprozess (als lehrling in einem beruf verdienst du auch "nichts")
ich bin froh wenn ich was bauen kann, dafür nicht immer material + harware selbst zahlen muss (sind ja auch schon oft mittlere dreistellige beträge pro instrument) ... wenn man dazu noch etwas ich nenns mal "lehrlingsnetschädigung" verdient ist das denk ich schon in ordnung ... wenn man das ganze dann mit der zeit professioneller angeht bekommt man harware + holz schon billiger, wird schneller, und der stundenlohn steigt automatisch ... so hoff ich jedenfalls dass es bei mir igendwann sein wird :D

bis dahin sehe ich es als hobby, und wenn man für sein hobby die ausgaben herinnen hat ist ja schon mal nicht schlecht
Wenn man diverse Schnitzer oder ungenauigkeiten hat, kann man das ja begründet vom Preis abziehen! Das würde ich aber explizit aufzeigen und ausweisen, denn sonst könnte ie oben schon bemerkt der glaube aufkommen, dass man Dumpingpreise macht.
Das verstehe ich dann nicht als unter dem Wert verkaufen, sondern einfach den Preis anpassen, weil etwas optisch nicht ganz so ist wie es sein soll.

Ansonsten: NEIN! Wenn jemand ein Instrument gebaut haben will, soll er auch den angemessenen Preis dafür bezahlen! Ich habe das mit KFZ Lackierungen im Freundeskreis viel zu lange so betrieben und als mir das klar wurde, haben schlagartig die Nachfragen abgenommen, da manche einfach meinten, dass ich ihnen Alles zum Spotpreis mache. Ganz einfach: Handwerk und Qualität hat seinen Preis!

Gruß
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Harald

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#6

Beitrag von gitarrenmacher » 10.11.2017, 11:01

Meine ersten Gitarren habe ich:
1. selber behalten
2. selber behalten
3. verschenkt
4. Das Holz bekommen, und die Gitte für einen Anerkennungslohn unlackiert weggegeben
5. verschenkt
6. 1.500,-€
GEWERBE ANGEMELDET
7. 1.500,-€
8. 1.800,-€
Ab dann habe ich mich langsam, durch Ablieferung entsprechender Qualität, in die 4.000,-€ Standardklasse hochgearbeitet.

Mal so als Beispiel für meine Entwicklung vom Hobbyisten zum gewerblich Tätigen
Munterbleiben
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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#7

Beitrag von hatta » 10.11.2017, 11:08

Irgendwie erkenne ich mich selber in deinem post 8) ...nur dass ich noch nicht soviele gitarren gebaut habe.
Bei mir ists auch so... die ersten werden/wurden behalten.
Jetzt kommt dann ein gemeinschaftsbau mit unserem sänger (da gehts dann auch an meinen projekten weiter) mit kleiner aufwandsentschädigung.

Ein zwei gitten werde ich an spezielle leute weitergeben/schenken und dann stehen 2 auftragsarbeiten an.

Ich werde meine obige aussage etwas präzisieren. Man sollte den preis am anfang natürlich seiner qualität anpassen. Jedenfalls würde ich inkl. Material nie unter 1000€ gehen (bei teurerem material nicht unter 1500) schließlich steckt ja auch ein haufen arbeit drinnen und viel zeit die man sonst anderweitig nutzen könnte.
Gruß
Harald

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#8

Beitrag von bea » 10.11.2017, 11:14

Yaman hat geschrieben:
10.11.2017, 09:19
  • Auftragsgeber erkennt die aufgebrachte Arbeit/Leistung nicht an. Was tun?
Nicht verkaufen. Oder anderweitig anbieten. Oder eine Weile selbst spielen und dann gebraucht verkaufen.
Yaman hat geschrieben:
10.11.2017, 09:19
  • Ist am Anfang unter eigentlichem Wert zu verkaufen eine Option oder Dummheit?
Letzteres.

Wenn ich drüber nachdenke, wie eine Preisgestaltung aussehen könnte, ginge das vielleicht so: was kostet ein vergleichbares Custom-Instrument? Was ist mein Instrument aufgrund meiner Unzulänglichkeiten beim Bau oder der Gestaltung ggf weniger wert? Würde es sich für mich da überhaupt noch lohnen, einen Verkauf des Instruments in Erwägung zu ziehen?

(Bei meinen Instrumenten eher nicht... und zwar nicht nur wegen der Fehler, sondern, weil der Bau von Brettgitarren ohne heftigen Maschineneinsatz grundsätzlich unwirtschaftlich ist.)
LG

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#9

Beitrag von KNGuitars » 10.11.2017, 11:51

hatta hat geschrieben:
10.11.2017, 10:38
...
Wenn man diverse Schnitzer oder ungenauigkeiten hat, kann man das ja begründet vom Preis abziehen! Das würde ich aber explizit aufzeigen und ausweisen, denn sonst könnte ie oben schon bemerkt der glaube aufkommen, dass man Dumpingpreise macht.
Das verstehe ich dann nicht als unter dem Wert verkaufen, sondern einfach den Preis anpassen, weil etwas optisch nicht ganz so ist wie es sein soll.

Ansonsten: NEIN! Wenn jemand ein Instrument gebaut haben will, soll er auch den angemessenen Preis dafür bezahlen! Ich habe das mit KFZ Lackierungen im Freundeskreis viel zu lange so betrieben und als mir das klar wurde, haben schlagartig die Nachfragen abgenommen, da manche einfach meinten, dass ich ihnen Alles zum Spotpreis mache. Ganz einfach: Handwerk und Qualität hat seinen Preis!

Gruß
ok, schnitzer und ungenauigkeiten sind ein berechtigter grund für preisminderungen, bzw muss rapariert werden und der fehler unsichtbar gemacht werden ...
und du schreibst ja selber er muss einen angemessenen preis bezahlen: ich sag mal jetzt hausnummer 1500€ sind ein angemessener preis für eine custom gitarre ohne viel schnickschnack ... 500 material + hardware +1000€ lohn ... durch 40€ stundenlohn (was eh schon fast dem existenzminimum entscpricht) ... sind 25 stunden ... wenn man mit einem leeren blatt papier beim kunden anfängt ist die zeit vermutlich schon fast mit dem planen verbraucht (besonders als einsteiger)
... soll man jetzt also für die gitarre 2500€ verlangen weil man langsam ist, und bei gewissen arbeiten noch nicht so die routine hat?

dann müssten ja die gitarren mit bekanntheitsgrad und erfahrung wesentlich billiger werden :?
lg klaus

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#10

Beitrag von thoto » 10.11.2017, 12:07

gitarrenmacher hat geschrieben:
10.11.2017, 11:01
Meine ersten Gitarren habe ich:
1. selber behalten
2. selber behalten
...
Sehr interessant!
Darf man fragen, wieviele Jahre in deinem Fall ins Land gegangen sind, bis zur ersten verkauften Gitarre?
Thoto
Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#11

Beitrag von hatta » 10.11.2017, 12:14

Dass du am anfang langsamer bist kannst du natürlich nicht mit einberechnen!
Gruß
Harald

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#12

Beitrag von KNGuitars » 10.11.2017, 12:29

KNGuitars hat geschrieben:
10.11.2017, 10:18
...
bis dahin sehe ich es als hobby, und wenn man für sein hobby die ausgaben herinnen hat ist ja schon mal nicht schlecht
der satz von mir ist vielleicht auch etwas ungeschickt geschrieben, ich denk in der preisgeschtaltung sind wir ähnlicher meinung.
klar solls mehr sein als die ausgaben hereinzubekommen, aber jetzt ein stundenlohn um davon leben zu können sehe ich am anfang nicht als realistisch ... für mich zumindest, da bin ich noch viel zu langsam :D
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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#13

Beitrag von gitarrenmacher » 10.11.2017, 12:48

thoto hat geschrieben:
10.11.2017, 12:07
gitarrenmacher hat geschrieben:
10.11.2017, 11:01
Meine ersten Gitarren habe ich:
1. selber behalten
2. selber behalten
...
Sehr interessant!
Darf man fragen, wieviele Jahre in deinem Fall ins Land gegangen sind, bis zur ersten verkauften Gitarre?
NR.6 war Ende 2003, also 4 Jahre nach der ersten selbstgebauten AKUSTIK ! gitarre.
Direkt nach der Handwerksreform habe ich dann angemeldet.
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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#14

Beitrag von Docwaggon » 10.11.2017, 13:01

die gedanken der preisgestaltung habe ich mir aber natürlich auch gemacht,
nicht weil ich meine arbeit verkaufen möchte sondern weil ich mir vor dem bau meiner ersten gitarre gedanken gemacht habe, ob es sich lohnt sie selber zu bauen.

ich bin mir recht sicher, dass das endergebnis nach 500-600,- material und 35-40h arbeit qualitativ mit einer industriell gefertigten 1200-1500,- gitarre vergleichbar sein wird - so richtig günstig war es also nicht (aber sie ist meine :-) )

wenn ich die kosten für prototypen und den invest in material und maschinen dazu rechne dann muss ich noch 4-5 identische gitarren bauen und zu dem preis verkaufen um halbwegs auf meine kosten zu kommen.

ich denke also 1500-2000,- euro sind ein guter preis für eine gitarre aus bereits bestehender kleiner produktion wo sich das custom auf bausteine wie farbe, die wahl von pickup 1 oder 2 im ähnlichen preisbereich und position der potis bezieht.

deshalb glaube ich schon, dass gitarren mit wachsender erfahrung, material, jigs, werkzeug günstiger werden können.

demnach dürften sich neubauten unter 1000,- eigentlich nicht lohnen, es sei denn man hat selber etwas davon (spass, befriedigung der neugier, etc.) und das kann man nur jemanden vermitteln, der weiss, dass ein eigenbau preislich ab 1500,- anzusiedeln ist.

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#15

Beitrag von Rallinger » 10.11.2017, 13:02

Interessante Diskussion. Nicht, dass ich in Bezug auf Gitarrenbau viel dazu beitragen könnte. Da bin ich noch weit davon entfernt, an Auftragsarbeiten etc auch nur denken zu können. Allerdings bin ich jetzt seit knapp 15 Jahren als Outdoor-Fotograf und -Autor selbstständig. Anfangs hatte ich einen Brotverdienjob, um mir das "Hobby professioneller Arbeit" leisten zu können. Seit geraumer Zeit mach ich nichts anderes mehr. Jedenfalls haben sich dort am Anfang ganz ähnliche Fragen gestellt.

Kunden sind hier meist Magazine, und die zahlen in der Mehrzahl Standardpreise pro Bild oder pro Textseite. Deinen Stundenlohn regelst du hier über deine Schnelligkeit, und die hat was mit deiner Erfahrung und deinem Können zu tun. Ich hab mittlerweile so viel Erfahrung, dass ich so einen Durchschnittsartikel in zwei bis höchstens drei Tagen in den Sack kriege. Und das in einer besseren Qualität als vor 15 Jahren mit wesentlich mehr zeitlichem Einsatz. Dadurch ist mein relativer Stundenlohn inzwischen gestiegen und ich kann mehr Artikel pro Saison produzieren. Und weil die Redaktionen wissen, dass ich verlässlich gutes Material abliefere, kriege ich schon öfter mal einen Auftrag als Kollegen, die noch am Anfang stehen (denen wird dann eine fertige Bilderserie abgekauft).

Der Vergleich hinkt natürlich ein Stück weit, weil ich ein Foto mehr als einmal verkaufen kann. Aber ich denke das lässt sich trotzdem auch auf den Gitarrenbau übertragen. Man sollte realistische Grundpreise für ein Instrument anlegen, je nachdem wieviel Aufwand dafür fällig ist. Eine Telecaster kann man günstiger anbieten als eine Archtop. Wenn man am Anfang noch nicht so gut und schnell ist, dann muss man damit leben dass der relative Stundenlohn knapp ausfällt. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Mit der Zeit zieht man so eine Tele auch mal in einer Woche durch und kann sich über einen schönen Stundenlohn freuen.

Die Rechnungsstellung à la "Material + Stundenlohn" wird im Gitarrenbau wohl nie funktionieren. Ein Gitarrenbauer ist kein Klempner. Korrigiert mich wenn ich was falsches sage. Ich würde als Kunde jedenfalls immer vorher wissen wollen, was meine Klampfe am Ende kostet.

Was man jedenfalls auf keinen Fall machen sollte ist, seine Arbeit unter Preis anzubieten. Damit macht man sich keinen Namen, sondern man diskreditiert den Wert seiner eigenen Arbeit. Und das ist dumm, denn aus der "macht billige Customgitarren" Ecke kommt man nicht mehr raus.

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#16

Beitrag von Poldi » 10.11.2017, 13:21

Ich sehe das, trotz über 30 gebauter Gitarren, immer noch als Hobby das ich auch nur betreibe wenn ich genügend Zeit habe.
Bei Auftragsarbeiten ist das ganze ziemlich einfachbei mir, der Auftraggeber bekommt eine genaue Aufstellung der Hardwarekosten nach seinen Hardwarewünschen. Dazu kommt noch ein Pauschalbetrag für Lacke, Schleifmittel, etc...oben drauf. Meine Arbeitszeit berechne ich mit 200 bis 300 Euro je nach Aufwand. Ich weiß, das ist sehr wenig, aber ich betreibe das ja nur als Hobby und manchmal gibt's vom Auftraggeber noch einen freiwilligen Aufschlag.
Bei Ebay habe ich auch schon Gitarren verkauft, am Anfang noch zum bieten. Das lohnt aber kaum, da kam ich manchmal gerade über die Materialkosten. Ist aber auch nicht verwunderlich da die Käufer ja einfach auf blauen Dunst kaufen. Würden wir ja auch nicht machen...einfach bei einem Unbekannten Gitarrenbauer etwas für teuer Geld kaufen.
Wenn ich jetzt Gitarren bei Ebay anbiete dann nur noch zu einem Festpreis der sich auch für mich etwas lohnt.
Außerdem biete ich dann immer mit an das die Gitarre bei mir angetestet werden kann.

Das der Auftraggeber die Leistung nicht anerkennt, das hatte ich noch nie. Der AG bekommt von jedem größeren Arbeitsschritt Bilder.
Wenn entscheidende Teile (Hals, Korpus, die gesamte Gitarre unlackiert) fertig sind möchte ich gerne das er sich das live ansieht und anfühlt, so kommt es später auch nicht zu Irritationen und ich kann im Bedarfsfall noch nacharbeiten.

Ja, ich verkaufe meine Gitarren mit Sicherheit unter Wert, aber mir macht das Bauen einfach Spass.

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#17

Beitrag von Rallinger » 10.11.2017, 13:47

Poldi hat geschrieben:
10.11.2017, 13:21
Ja, ich verkaufe meine Gitarren mit Sicherheit unter Wert, aber mir macht das Bauen einfach Spass.
Bitte nicht falsch verstehen, Poldi. Es liegt mir fern dich kritisieren oder irgendwie angehen zu wollen. Aber ich find's nicht richtig.

Wiederum auf meine Branche übertragen (und ich denke da gibt's Parallelen): Leute die so denken machen den Pros das Leben richtig schwer. Es gibt Hobbyfotografen, deren Bilder sind keinen Deut schlechter als meine. Aber es ist halt eins, ein gutes Bild zu machen und sich dann den passenden Kunden dafür zu suchen - und etwas ganz anderes, konkrete Vorstellungen eines Kunden punktgenau zu erfüllen, notfalls noch unter Zeitdruck. Der Unterschied zwischen Pros und sehr guten Amateuren liegt meines Erachtens hier.

Ich hab selbst lange als Verantwortlicher Redakteur gearbeitet und auch schon mal Material von sehr guten Amateuren genommen, wenn es gepasst hat. Aufträge haben von mir aber nur die Pros bekommen. Weil wenn in vier Wochen Redaktionsschluss ist, hilft es mir nichts wenn jemand in sechs Wochen mit Top Arbeit daherkommt, weil er halt erst dann Zeit gefunden hat. Ich brauch das Material punktgenau, und das kann eben nur ein Pro garantieren, denn der macht nichts anderes.

Leider denkt nicht jeder so. Viele gehen dann eher zum Pro und sagen "der andere macht's aber für Summe X". Ich persönlich lehne solche Aufträge dann konsequent ab und wünsche dem Kunden viel Glück. Aber es ärgert mich schon ein Stück weit.

Deine Gitarren sind der Hammer, die solltest du nicht unter Wert verkaufen. Ob du es als Hobby siehst oder nicht hat für mich nichts damit zu tun.

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#18

Beitrag von Rallinger » 10.11.2017, 14:33

Eins möchte ich auch noch zu Bedenken geben. Dieses Mal rein auf den Gitarrenbau bezogen und aus Kundensicht betrachtet. Gibt ja viele Leute die kaufen sich ein Instrument von der Stange mit dem sie eigentlich ganz zufrieden sind. Aber hm, ja. Und dann werden die Pickups getauscht und es kommen andere Potis rein oder ne neue Brücke, Mechaniken, Knöpfe aus Gold oder was auch immer. Am Ende ist es immer noch ein Instrument von der Stange, nur halt aufgemotzt.

Wenn ich das mit einem Fender Jazz Bass AM Standard durchexerziere, lande ich da schnell mal summa summarum bei 2000 Euro. Warum sollte ein Instrument, das von Anfang an auf die Bedürfnisse des Kunden maßgeschneidert ist (und da gehört ja auch Beratung dazu, nicht nur der Bau selbst) denn bitte weniger kosten?

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#19

Beitrag von AsturHero » 10.11.2017, 21:37

Das Problem am ANfang ist: DEIN NAME
HAst du Fender/Schibson/WArwick auffer Kopfplatte dann kannst du hinlangen, obwohl CNC gefertigt und MAssenware..hast du noch keinen NAmen musst du dir den erst erarbeiten...selbst wenn deine Gitte einen besseren /wertigeren GEsamteindruck macht, wie eine von den namhaften Herstellern von der Stange, wirste kaum am Anfang den gleichen, geschweige den höhreren Preis bekommen.....
lg Antonio

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#20

Beitrag von bea » 10.11.2017, 22:13

Rallinger hat geschrieben:
10.11.2017, 14:33
Wenn ich das mit einem Fender Jazz Bass AM Standard durchexerziere, lande ich da schnell mal summa summarum bei 2000 Euro. Warum sollte ein Instrument, das von Anfang an auf die Bedürfnisse des Kunden maßgeschneidert ist (und da gehört ja auch Beratung dazu, nicht nur der Bau selbst) denn bitte weniger kosten?
Du solltest DIESEN Vergleich übrigens eher mit den CS-Bässen durchführen, weil das die Produktionsbedingungen halbwegs vergleichbar sind (also keine Fließband-Akkordarbeit).
LG

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#21

Beitrag von kehrdesign » 11.11.2017, 00:14

Da stelle ich wohl 'nen Sonderfall dar:
Ich habe nie die Absicht verfolgt, mit Eigenbau-Gitarren Geld zu verdienen. Darum nehme ich keine Aufträge an (dafür gibt's genügend Customizer), sondern setze einfach die für mich attraktivsten meiner vielen, entwickelten Ideen ohne jeden Zeitdruck um. Alles sind reine Unikate, die ich nur ein einziges Mal baue. Frässchablonen und andere (für die Form wesentliche) Teile und Jigs werden durch geeignete Weiterverwertung für den ursprünglichen Zweck unbrauchbar gemacht.

Falls jemandem eine der Gitarren aus meiner Galerie ernsthaft zusagt, bin ich auch bereit diese zu verkaufen. Den Preis, den ich dann dafür aufrufe, ist allerdings kein Schnäppchen und spiegelt wieder, was mir selbst das Instrument einschließlich seiner Entwicklung Wert ist. Da geht's auch schon mal in den höheren 4-stelligen Bereich. So finanziere ich meine zukünftigen G&B-Bau-Aktivitäten (Materialien, Werkzeuge, etc.). Mein Vorteil hierbei ist, dass ich im Gegensatz zu erwerbsmäßigen Instrumentenbauern nicht unbedingt verkaufen muss. Ob ich mir einen Namen mache, ist mir mittlerweile völlig wurscht.

Allerdings habe ich auch schon Instrumente verschenkt, wenn mich der Empfänger durch Begeisterung, Hingebung und förderungswürdiges Talent überzeugt hat.
Man weiß nicht recht, ob aus Dummheit, Platzmangel oder Schlamperei ein Unikat der Gitarrenwelt überhört wurde.
(aus Allan Holdsworth's Nachruf von Michael Rüsenberg)

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#22

Beitrag von Haddock » 11.11.2017, 09:49

Hallo,
Docwaggon hat geschrieben:
10.11.2017, 13:01

ich denke also 1500-2000,- euro sind ein guter preis für eine gitarre aus bereits bestehender kleiner produktion wo sich das custom auf bausteine wie farbe, die wahl von pickup 1 oder 2 im ähnlichen preisbereich und position der potis bezieht.

deshalb glaube ich schon, dass gitarren mit wachsender erfahrung, material, jigs, werkzeug günstiger werden können.

demnach dürften sich neubauten unter 1000,- eigentlich nicht lohnen, es sei denn man hat selber etwas davon (spass, befriedigung der neugier, etc.) und das kann man nur jemanden vermitteln, der weiss, dass ein eigenbau preislich ab 1500,- anzusiedeln ist.
mal ganz ehrlich, da kommst du mit 2000Euro nirgens hin. Wenn Du Dein Geld damit verdienen willst, kommt zum Material und den Arbeitstunden noch die kosten für die Werkstatt, das Holzlager, Werkzeuge und Verbrauchsmaterial dazu. Abgesehen davon kannst Du die Gitarre nicht in einem lumpigen Gigbag übergeben, also muss ebenfalls noch ein Koffer eingerechnet werden. Mit 2000Euro reicht es da gerade mal noch für Brot und Wasser bis Ende Monat.

Der Gitarrenmarkt ist schon hart, es hat so viele gute Gitarrenbauer unterwegs. Ich nehm Euch jetzt mal die Illusion und sage: Leute es wartet niemand auf Euch, auch auf mich nicht, der Markt ist gesättigt. Das ganze läuft nur über Dienstleistung und Qualität, welche auch ihren Preis hat.

Gruss
Urs

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#23

Beitrag von Haddock » 11.11.2017, 09:58

Hallo,
Rallinger hat geschrieben:
10.11.2017, 13:02

Die Rechnungsstellung à la "Material + Stundenlohn" wird im Gitarrenbau wohl nie funktionieren. Ein Gitarrenbauer ist kein Klempner. Korrigiert mich wenn ich was falsches sage. Ich würde als Kunde jedenfalls immer vorher wissen wollen, was meine Klampfe am Ende kostet.
Da muss ich Dir teils wiedersprechen. Eigentlich geht dast genau so, aaaaaaaaaaaber dafür braucht es Erfahrung, etliche gebaute Gitarren und einen genauen Arbeitsablauf. Ich weiss ziemlich genau wie lange ich an einer Standard JK MK II hab. Alles was dazu kommt, zB. Inlay auf dem Griffbrett ist ziemlich genau, in Stunden, abschätzbar. So ist auch ein genauer Endpreis für den Kunden rechenbar.

Gruss
Urs

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#24

Beitrag von Docwaggon » 11.11.2017, 10:15

Haddock hat geschrieben:
11.11.2017, 09:49
mal ganz ehrlich, da kommst du mit 2000Euro nirgens hin. Wenn Du Dein Geld damit verdienen willst, kommt zum Material und den Arbeitstunden noch die kosten für die Werkstatt, das Holzlager, Werkzeuge und Verbrauchsmaterial dazu. Abgesehen davon kannst Du die Gitarre nicht in einem lumpigen Gigbag übergeben, also muss ebenfalls noch ein Koffer eingerechnet werden. Mit 2000Euro reicht es da gerade mal noch für Brot und Wasser bis Ende Monat.
das kann ich für jemanden der das als hauptberuf macht auch nachvollziehen.
dazu kommen : krankenversicherung, altersvorsorge, etc. ..

ich habe das jetzt eher auf "ich mache das als netten nebenerwerb und möchte halbwegs fair bezahlt werden" gerechnet.

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Re: Verkauf von eigenen Instrumenten - Preigestaltung

#25

Beitrag von bea » 11.11.2017, 10:37

Haddock hat geschrieben:
11.11.2017, 09:49
Mit 2000Euro reicht es da gerade mal noch für Brot und Wasser bis Ende Monat.
Wenn überhaupt. Ich hatte mal überschlagen, dass ich 2300 € Umsatz machen müsste, um hier in Deutschland nach allen Abgaben den Gegenwert von Hartz IV übrig zu haben (unter Einbeziehung der "Sachleistungen"). Das ist ein Netto-Gewinn von immerhin knapp 10000 € im Jahr.

Meine Kosten dürften niedriger sein als die eines Gitarrenbauers. Ach so: bis überhaupt etwas für die Altersvorsorge übrig bleibt (wie überhaupt?) ist noch sehr viel mehr nötig.

gesättigt. Das ganze läuft nur über Dienstleistung und Qualität, welche auch ihren Preis hat.
Klar.
LG

Beate

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