Harley Benton GA5 Bastelpaket

Amp / Effektgeräte selbst bauen oder reparieren
Benutzeravatar
Titan-Jan
Zargenbieger
Beiträge: 1864
Registriert: 24.06.2011, 14:01
Wohnort: Bodensee, Kreis Konstanz
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#26

Beitrag von Titan-Jan » 22.09.2017, 21:39

@Urs:
Falls es mit Simon nicht klappt, biete ich mich auch als Zwischenstation an!

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 9258
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest
Hat sich bedankt: 24 Mal
Danksagung erhalten: 62 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#27

Beitrag von capricky » 22.09.2017, 22:24

Trisman hat geschrieben:
22.09.2017, 15:35


GA5 Schaltplan geändert.jpg

Viele Grüße


Stephan
Bitte die Werte der 470k Widerstände nicht ernstnehmen, die funktionieren so weder als Siebwiderstände im Netzteil, noch als Kathodenwiderstände an der Endstufenröhre, 470R oder 470 Ohm wären die richtigen Werte.

capricky

Benutzeravatar
bea
Luthier
Beiträge: 4015
Registriert: 06.05.2011, 11:28
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#28

Beitrag von bea » 22.09.2017, 23:06

capricky hat geschrieben:
22.09.2017, 22:24
Bitte die Werte der 470k Widerstände nicht ernstnehmen, die funktionieren so weder als Siebwiderstände im Netzteil, noch als Kathodenwiderstände an der Endstufenröhre, 470R oder 470 Ohm wären die richtigen Werte.
O ja. Da hab ich vorhin die Ks ja wohl sofort weggedacht, weil ich sinnvollen Werte kenne.
LG

Beate

Benutzeravatar
hatta
Zargenbieger
Beiträge: 2092
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 58 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#29

Beitrag von hatta » 23.09.2017, 01:16

Titan-Jan hat geschrieben:
22.09.2017, 21:39
@Urs:
Falls es mit Simon nicht klappt, biete ich mich auch als Zwischenstation an!
Oder ich wenn alle stricke reissen.
Wohne ja nicht weit vom simon weg und könnte auch mal bis samnaun fahren wenns dir hilft :)
Gruß
Harald

Benutzeravatar
Haddock
Luthier
Beiträge: 4013
Registriert: 11.12.2012, 13:15
Wohnort: Schweiz
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 47 Mal
Kontaktdaten:

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#30

Beitrag von Haddock » 25.09.2017, 16:23

Hallo,

danke Hatta :D

also, eigentlich hab ich ja gar keine Zeit für solche Projekte und würde ihn gerne Euch überlassen. Wie schaute es mit Euch aus, Thoto und Drifter? Würde einer von Euch den nehmen? Falls sich niemand meldet erbarme ich mich :D

Gruss
Urs

Benutzeravatar
thoto
Zargenbieger
Beiträge: 1265
Registriert: 09.10.2013, 12:33
Wohnort: Braunschweig / Niedersachsen
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 18 Mal
Kontaktdaten:

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#31

Beitrag von thoto » 25.09.2017, 16:37

Haddock hat geschrieben:
25.09.2017, 16:23
Hallo,

danke Hatta :D

also, eigentlich hab ich ja gar keine Zeit für solche Projekte und würde ihn gerne Euch überlassen. Wie schaute es mit Euch aus, Thoto und Drifter? Würde einer von Euch den nehmen? Falls sich niemand meldet erbarme ich mich :D

Gruss
Urs
Ich zähle noch meine Groschen...falls ihn jemand haben will, dann los...ich weiß gerade auch nicht, wo ich die Zeit hernehmen soll... :cry:
Thoto
Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

Benutzeravatar
vrooom
Ober-Fräser
Beiträge: 771
Registriert: 26.04.2010, 13:52
Wohnort: Hamburg
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#32

Beitrag von vrooom » 25.09.2017, 19:44

Äähmm... Darf ich ihn dann nehmen, wenn keiner sonst will?
Ich würde gerne mal eine richtige Röhre hören und wieder etwas Basteln...

Benutzeravatar
Drifter
Ober-Fräser
Beiträge: 505
Registriert: 09.08.2013, 09:28
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#33

Beitrag von Drifter » 26.09.2017, 05:42

Kein Problem!
Ich war sowieso der letzte in der Reihe!

lG

Norbert

Benutzeravatar
thoto
Zargenbieger
Beiträge: 1265
Registriert: 09.10.2013, 12:33
Wohnort: Braunschweig / Niedersachsen
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 18 Mal
Kontaktdaten:

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#34

Beitrag von thoto » 26.09.2017, 11:43

vrooom hat geschrieben:
25.09.2017, 19:44
Äähmm... Darf ich ihn dann nehmen, wenn keiner sonst will?
Ich würde gerne mal eine richtige Röhre hören und wieder etwas Basteln...
Von mir aus gerne. Aber nur, wenn du Soundfiles online stellst. :badgrin: (war nur Spaß ;) )
Thoto
Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

Benutzeravatar
vrooom
Ober-Fräser
Beiträge: 771
Registriert: 26.04.2010, 13:52
Wohnort: Hamburg
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#35

Beitrag von vrooom » 26.09.2017, 13:40

:) Wenn ich da überhaupt einen Sound herausbekomme. Ich bin kein Kenner der Materie und wundere mich immer noch, dass es mir überhaupt einmal gelungen ist Lemmes SVF-Schaltung per Lochplattenverdrahtung erfolgreich zusammenzulöten. Mit mehr als 9 Volt habe ich noch nie zu tun gehabt. Das soll dann ein weiterer Schritt zum tieferen Schaltungsverständnis sein (dance a)

Benutzeravatar
thoto
Zargenbieger
Beiträge: 1265
Registriert: 09.10.2013, 12:33
Wohnort: Braunschweig / Niedersachsen
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 18 Mal
Kontaktdaten:

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#36

Beitrag von thoto » 26.09.2017, 13:47

Okay, dann befasse dich bitte zuerst mit den Risiken und Grundlagen, damit du uns noch länger erhalten bleibst!
Thoto
Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

Benutzeravatar
vrooom
Ober-Fräser
Beiträge: 771
Registriert: 26.04.2010, 13:52
Wohnort: Hamburg
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#37

Beitrag von vrooom » 26.09.2017, 13:53

Ja, mach' ich. Danke für den Hinweis.
Ich erinnere mich, dass da gefährliche Bereiche sind, die man sorgsam beachten sollte.

Benutzeravatar
bea
Luthier
Beiträge: 4015
Registriert: 06.05.2011, 11:28
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#38

Beitrag von bea » 26.09.2017, 14:04

dann zieh Dir bitte zuallererst mal Grundlagen rein, http://www.valvewizard.co.uk/ hat das wohl umfangreichste Online-Angebot hierzu.

Ein Wort zur Vorsicht: Arbeiten am Gerät grundsätzlich ohne Spannung, vor allem Löten. Die Spannungen in dem Ding können tödlich sein!

Die Elkos werden zwar über R11 entladen. Das dauert aber ein paar Minuten. Daher bitte immer nachmessen, ob noch Restspsannug vorhanden ist. Ein hochohmiges Multimeter, das 600 V Gleich- und Wechselstrom messen kann, ist ebenfalls ein absolutes Muss.

Ansonsten kann ich Dich bei Bedarf mit allerlei konkreten Vorschlägen zum Modden der Kiste versorgen, eigenen und welchen aus dem SEWATT-Forum. Momentan bin ich übrigens selbst wieder dabei - es geht um Feintuning eines meiner beiden Geräte und darum, dem anderen mit eine leistungsfähigeren Endöhre mehr Leistung zu entlocken. Es sieht so aus, als ob man mit ein paar Tricks und einer 6L6GC auf ca 8 W kommen könnte, wenn man wie ich bereits einen besseren Ausgangsübertrager eingebaut hat...
LG

Beate

Benutzeravatar
vrooom
Ober-Fräser
Beiträge: 771
Registriert: 26.04.2010, 13:52
Wohnort: Hamburg
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#39

Beitrag von vrooom » 26.09.2017, 14:27

Danke, Bea :)
Das hatte ich auch noch so im Hinterkopf, lebensgefährliche Spannungen und Elko-Entladungen.
Mal schauen, wo mein Multimeter überhaupt herumliegt und ob es was taugt...

In der Hamburger öffentlichen Bücherei gabs das hier (plus zweiten Band "...messen und beurteilen"):
Workshop Audio-Röhrenverstärker / Referent: Menno van der Veen
Teil:
Die Kunst, Audio-Röhrenverstärker zu verstehen und zu entwerfen ; [1.]
Person(en):
Veen, Menno van der
Sprache:
Deutsch
Umfang:
1 DVD-ROM
Erschienen:
[Aachen] : Elektor, 2009

Kennt man das? Geht wohl eher um HiFi... (think)

Benutzeravatar
bea
Luthier
Beiträge: 4015
Registriert: 06.05.2011, 11:28
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#40

Beitrag von bea » 26.09.2017, 17:37

Die Funktionsweise ist grundsätzlich die gleiche, die Grundlagen ebenfalls - Gitarrenamps sind tendentiell etwas einfacher gestrickt, und das gilt besonders auch für den Valve Junior / GA5.

Mit anderen Worten: sehr nettes Gerät für erste Gehversuche mit der Technik, auch wenn ein frei verdrahtetes Ding wie der Golden Ton Smart 10 dafür noch netter wäre.
LG

Beate

Benutzeravatar
Haddock
Luthier
Beiträge: 4013
Registriert: 11.12.2012, 13:15
Wohnort: Schweiz
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 47 Mal
Kontaktdaten:

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#41

Beitrag von Haddock » 26.09.2017, 17:38

Hallo,
vrooom hat geschrieben:
25.09.2017, 19:44
Äähmm... Darf ich ihn dann nehmen, wenn keiner sonst will?
Ich würde gerne mal eine richtige Röhre hören und wieder etwas Basteln...
von mir aus gerne Vrooom! Haltet uns bitte auf dem Laufenden wer ihn jetzt nimmt, Danke.

Gruss
Urs

Benutzeravatar
vrooom
Ober-Fräser
Beiträge: 771
Registriert: 26.04.2010, 13:52
Wohnort: Hamburg
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#42

Beitrag von vrooom » 26.09.2017, 19:55

Hab' ihn (dance a)
Ich werde dann mal einen GA5 Bastelthread eröffnen, wenn er hier eingetroffen ist und ich nach 30 Jahren wieder analogröhren kann...

Schönen Gruß,
Der alte Mann und die Röhren :)

Benutzeravatar
DoubleC
Zargenbieger
Beiträge: 1513
Registriert: 25.04.2010, 16:18
Wohnort: Uff 'n Funkturm
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#43

Beitrag von DoubleC » 28.09.2017, 16:35

vrooom hat geschrieben:
26.09.2017, 19:55
Hab' ihn (dance a)
Ich werde dann mal einen GA5 Bastelthread eröffnen, wenn er hier eingetroffen ist und ich nach 30 Jahren wieder analogröhren kann...

Schönen Gruß,
Der alte Mann und die Röhren :)
Das schaffst Du..........ich habe es auch hinbekommen........danach sogar einen 5E3-Deluxe-Clown mit Platine.......(habe nur 1 Netztrafo dabei geschmolzen).......und beide Theile thun noch und ich auch........nur das mit dem Gitarrenbau ist irgendwie langsamer geworden.......


Gruss


2C

Benutzeravatar
vrooom
Ober-Fräser
Beiträge: 771
Registriert: 26.04.2010, 13:52
Wohnort: Hamburg
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Umbau Harley Benton GA5

#44

Beitrag von vrooom » 14.10.2017, 20:35

Hihi... Nach anderthalb Jahren kann ich Beas Frage nach Trismans Projekt beantworten: Es ist jetzt mein Projekt, denn ich habe Trisman das Gerät abgekauft 8)

Ich habe heute einmal einen Blick auf die Platine geworfen. Es ist alles vollständig gemäß des gezeigten Schaltplans (mit den Änderungen) bestückt. Allerdings habe ich noch nicht alle Werte gecheckt. Die von capricky in Trismans Verkaufs-Thread erwähnten Widerstände haben jedoch nicht den falsch notierten Wert 470 K sondern 470 Ohm (gelb-violett-schwarz-schwarz-braun).
Morgen checke ich dann die anderen Teile und suche erstmal mein Messgerät (obwohl bei diesem GA-5 nach vier Jahren Herumliegen im Keller wohl kein Strom mehr vorhanden sein sollte, oder?!).

Eigentlich würde ich gerne diesen Thread und Trismans Verkaufs-Thread (bei Suche und Biete) hier zusammenführen. Geht sowas? Ich fand Beas und caprickys Hinweise im Verkaufs-Thread hilfreich (think)

Benutzeravatar
vrooom
Ober-Fräser
Beiträge: 771
Registriert: 26.04.2010, 13:52
Wohnort: Hamburg
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Umbau Harley Benton GA5

#45

Beitrag von vrooom » 15.10.2017, 11:23

Was auf der Platine ist:
(Beitrag #12, sechstes Foto)

C1 und C2 = 223K
C3 und C4 = nicht bestückt
C5 = 1000uF 25V
C6, C7, C8 und C9 = 22uF 450V
C10 existiert nicht
C11 = trägt die Beschriftung "Carli" 104 J, 400V
C12 = 4700uF


R1 (braun-schwarz-schwarz-gelb-braun) = 1 M
R2 (blau-grau-orange-gold) = 68k
R3, R4, R6 und R7 (braun-schwarz-gelb-gold) = 100k
R5 = entfernt (statt dessen 500k EQ-Poti)
R8 und R9 (braun-grün-schwarz-silber-braun) = 1.5 Ohm
R10 = 470RK (zweimal seriell)
R11 (rot-rot-gelb-gold) = 220k
R12 (gelb-blau-rot-gold) = 4.6k
R13 (braun-schwarz-orange-gold) = 10k
R14 (gelb-violett-schwarz-schwarz-braun) = 470 Ohm (zweimal parallel)
R15 (rot-rot-braun-rot-braun) = 22.1k (unsicher wegen der Farbreihenolge! Umgekehrt wäre es 12.1k)

Damit sind m.E. folgende Dinge zweifelhaft:
# Was ist von C11 "Carli 104J, 400V" zu halten?
# R8 und R9 sollen laut Schaltplan 1.5k sein. Es steckt aber braun-grün-schwarz-silber-braun = 1.5 Ohm darauf. Lese ich da etwas falsch?
# R15 soll 5.6k haben. Verbaut ist rot-rot-braun-rot-braun (unsicher wegen der Farbreihenfolge) = 22.1k

PS: Auf dem Trafo steht PT-779-100-G-100/115/230/240V

Benutzeravatar
wasduwolle
Board-Admin
Beiträge: 1286
Registriert: 23.04.2010, 19:04
Wohnort: Bühl, Baden
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#46

Beitrag von wasduwolle » 15.10.2017, 11:59

Hi Vroom,
Hab die beiden Freds jetzt zusammengeführt, einzelne Beiträge zu schieben hat mMn keinen Sinn gemacht.
Falls du noch was geändert haben möchtest, sag Bescheid
Spannender Fred!
Grüsse
Wasduwolle

Benutzeravatar
vrooom
Ober-Fräser
Beiträge: 771
Registriert: 26.04.2010, 13:52
Wohnort: Hamburg
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#47

Beitrag von vrooom » 15.10.2017, 13:31

Danke, wasduwolle. Ist alles gut so.
Ich glaube zwar, dass Beas Thread für die meisen spannender ist, abr wer weiss schon, was aus diesem Thread hier wird.
Wie auch immer, ich brauche etwas Beratung, also threadde ich. Thanx...

Benutzeravatar
bea
Luthier
Beiträge: 4015
Registriert: 06.05.2011, 11:28
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#48

Beitrag von bea » 15.10.2017, 15:07

Ja, das Ding mit der Bezeichnung 104 J ist C11 104 J ist das Kürzel für 100 nF (=0.1µ). Im Plan des Epiphone ist er sogar als "104" eingetragen ...

Du beziehst Dich doch auf diesen Schaltplan, nicht wahr: http://www.gitarrebassbau.de/download/f ... &mode=view ?

R15 ist nicht Original, wenns mit rot-rot anfängt, ist das zu 99,9% etwas mit 22 am Anfang. Der Wert ist fürs erste unkritisch. Er beeinflusst das Übersteuerungsverhalten (beugt Umlade-Verzerrungen im Zusammenspiel mit dem davorliegenden Koppelkondensator vor - sog. "Blocking Distortion") und begrenzt im Fall von 22 kOhm auch schon ein wenig die Höhen. Dürfte man bei einer E-Gitarre aber nicht bemerken.

C1 und C2 = 223K . Kann ned sein. Du meinst sicher 22 n ...

R5 = entfernt (statt dessen 500k EQ-Poti) - Du tust Dir einen Gefallen, wenn Du von R15 noch einen Widerstand von 1 Meg gegen Masse setzt, und zwar auf der Platine (!). An dieser Stelle müsste auch der Schleifer des Potis angeschlosen sein. Grund: wenn am Poti ein Defekt ist, gibt es immer noch einen Weg zum Abführen der Ladung, die sich auf dem Steuergitter der EL84 ansammelt, und der Arbeitspunkt der Röhre läuft nicht aus dem Ruder. Damit hatte ich mal ziemlichen Streß (Tube Town: "Mein Baby motzt, wenn ihm zu warm wird").

R7: das waren ursprünglich mal 1 Meg. Das würde ich auch wieder zurückbauen. Dann solltest Du bereits die 2. Stufe übersteuern können, und am 2. Poti leise stellen.
Wenn Du außerdem C4 wieder einbaust, wird das das Signal am Ausgang der 1.Stufe nochmal verdoppeln, und das Übersteuern klappt noch besser...
Ich hatte die Katodenkondensatoren damals entfernt, um die Verstärkung der Vorstufe zu vermindern und damit das Gerät "cleaner" zu bekommen. C4=22µ muss aber nicht sein. Kleinere Werte erzeugen an dieser Stelle eine Tiefenabsenkung - mit 100 nF z.B. bei so um die 150 Hz

C6, C7, C8 und C9 = 22uF 450V: ist ok so. Wenn Du magst, kannst Du C6 und C7 etwas vergrößern. 47µ sollten sich noch auf das Plantinchen quetschen lassen. Aber du solltest auf den Durchmesser achten.

R8 und R9 (braun-grün-schwarz-silber-braun) = 1.5 Ohm: das müssten 1.5 kOhm sein. Sind es lt. Trismans Plan auch. Miss bitte unbedingt nochmal nach!

R10 = 470RK (zweimal seriell): wenn das Gerät auf 230 V steht, sollte das passen. Wenn es auf 240 V gestellt wird, kann der Widerstand etwas kleiner werden (780 R=390+390 R)
Mit dem Originaltrafo halte ich (inzwischen) für günstiger, R10 und R14 wieder auf die Originalwerte zu setzen. (ich sehe grad: 2x470 Ohm parallel ist ja der Originalwert, also ok).

Wie es aussieht, sollte das Gerät nach dem Ersatz von R8/R9 durch je 1.5-2.2 k funktionieren. Du kannst da Werte zwischen 820 Ohm und ein paar kOhm einsetzen. Das beeinflusst den Sound. 1.5-2.2 k ist der "übliche Standardwert". Werte deutlich unter 820 Ohm führen zu zu großen Anodenströmen. Das kann die ECC83 gefährden.
LG

Beate

Benutzeravatar
vrooom
Ober-Fräser
Beiträge: 771
Registriert: 26.04.2010, 13:52
Wohnort: Hamburg
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#49

Beitrag von vrooom » 15.10.2017, 20:04

Schaltplan: Ja. Der von Dir verlinkte Schaltplan ist der von Trisman seinerzeit gewünschte (ich glaube fenderische Soundrichtung), den auch ich erstmal so übernehmen möchte, weil er anscheinend doch schon nahezu komplett auf der Platine realisiert ist. Ist ja noch alles Neuland für mich. Wenn ich einmal groß bin, modde ich auch :-)

R15: Farbringreihenfolge - Toleranzring meistens gold; letzter Ring hat etwas größeren Abstand. Nur bei R15 sind alle Abstände nahezu gleich. Der braune Ring ist etwas breiter als die anderen. Ist das dann der letzte Ring? Ist die Ringbreite auch ein Merkmal, in welcher Reihenfolge man die Ringfarben zu lesen hat?

C1 und C2: Ich poste mal ein Foto.
GA-5 C1 und C2
GA-5 C1 und C2
Das Ding sieht eigentlich nach Originalbauteil und richtig aus. Ich habe dreimal mit Lupe nach einem Komma oder sowas gesucht, aber es steht definitiv "223K 400V" darauf. Auch das hier https://www.elektronik-kompendium.de/si ... 109061.htm hat mir nicht geholfen. Wenn 223K als 2 uF zu lesen ist, klingt das immer noch um den Faktor 1000 zu groß und auch wenn es als 223 pF, also 0,223 uF zu lesen ist, wäre das noch zu groß, oder?! Oder bedeutet 223K analog zu 104J von C11 etwas ganz anderes?

R15: 1M Widerstand von R15 gegen Masse: Ok, mach ich so.

R7 und C4 und Übersteuern: Ich bevorzuge eigentlich clean und würde lieber etwas später in den Crunch- oder Overdrivebereich geraten (obwohl mich andererseits und paradoxerweise gerade das auch interessiert). Sind die von Dir vorgeschlagenen Veränderungen Geschmackssache oder sprechen noch weitere Gründe dafür (so a la "schont die Kathode" oder sowas)?

C6-7-8-9: Lasse ich erstmal alles so.

R8 und R9: Ja, in Trismans Plan sind es 1.5 kOhm, was als Farbcode braun-grün-schwarz-braun-braun sein müsste. Laut Farbcode der verbauten Widerstände auf der Platine (braun-grün-schwarz-silber-braun Ich fotografiere das jetzt nicht ab. Auch bei der zehnten Überprüfung blieben die Farben dieselben) sind es hier jedoch 1.5 Ohm. Klingt so, als ob da irgendetwas um den Faktor 1000 verkehrt ist... Entweder die Widerstände oder mein Verständnis... Ich mess' mal, wenn ich mein Multimeter gefunden habe. Es kann nicht weit gekommen sein im Laufe der letzten 10 oder 20 Jahre :)

R10 und R14: R10 = 2 x 470 Ohm seriell; R14 = 2 x 470 Ohm parallel.

Benutzeravatar
bea
Luthier
Beiträge: 4015
Registriert: 06.05.2011, 11:28
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Re: Harley Benton GA5 Bastelpaket

#50

Beitrag von bea » 15.10.2017, 22:19

Oder bedeutet 223K analog zu 104J von C11 etwas ganz anderes?

Das bedeutet: häng an die ersten zwei Ziffern so viele Nullen, wie Dir die dritte Ziffer sagt. Das ist die Kapazität in pF.

Bei den Widerständen mit 5 Ringen verlasse ich mich lieber auf das Nachmessen, weil die so unübersichtlich sind. Aber das "rot-rot" ist so charakteristisch, dass es so gut wie immer für 22 am Anfang steht. Lass das erstmal - der Wert ist unkritisch. Wenn es wirklich 22k sind, ist das sogar besser, sobald man die Endstufe überfährt ... (und die Dinger verführen dazu, auch wennn man lieber clean mag).
Ach so: die Widerstände mit den 5 Ringen haben meist eine Toleranz von nur 1%. Da sind die Toleranzringe dann nicht mehr golden, weil golden 5% bedeutet.

Wenn Du noch zwei 1.5k-Widerstände hast, so löte sie doch einfach an Stelle der fraglichen R8 R9 ein. Dann bist Du auf Nummer sicher, und das geht am schnellsten...
Dann sollte das Gerät erstmal ordentlich funktionieren.

Was das Multimeter anlangt: ein zweites ist immer sinnvoll. Und zwar eines mit 600 V und manueller Einstellung der Meßbereiche. Und Du möchtest unbedingt einen Satz Klemmprüfspitzen zusätzlich zu den normalen haben. Sowas - schon, um die eine Strippe zuverlässig an Masse anschließen zu können:

Bild

R7 / C4: so wie ich es vorgeschlagen habe, bekommst Du das Beste beider Welten - clean, wenn der Vol-Regler klein eingestellt ist, und verzerrt, wenn er voll auf ist. Das interessante dabei ist, dass dann bereits die 2. Triode zerrt, und Du am "Master-Vol" wieder auf erträgliche Lautstärke zurückdrehen kannst.

Das Ändern von R7 könnte fürs erste schon reichen.

C4 entfernt eine interne Gegenkopplung, die die Ausgangsspannung halbiert und den Ausgangswiderstand verdoppelt. Beides wird wichtig, wenn Du wie ich an dieser Stelle eine Klangregelung einbauen möchtest. Vielleicht ist es am besten, erstmal nur R7 zu ändern und dann mal zu sehen...



Wenn das alles läuft, könntest Du noch vom Eingang des Vol-Potis auf den Schleifer einen Kondensator von 150pF-470 pF schalten. Das hebt bei weit zugedrehtem Vol-Poti die Höhen an. Kann man auch schaltbar machen. Der Bright-Switch im Fender Twin Reverb ist genau das. (Ich bevorzuge übrigens 150 pF.)
LG

Beate

Antworten

Zurück zu „Amp-/Effektgerätebau“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste