Titebond II Weatherproof

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elektrojohn
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Titebond II Weatherproof

#1

Beitrag von elektrojohn » 19.01.2016, 23:28

Mein Bruder sollte mir Titebond aus USA mitbringen...
Er meinte es gut und hat mir folgenden Leim mitgebracht:
Abgesehen von der Tatsache, dass man wasserfesten Leim sehr schlecht wieder lösen kann, habe ich den Eindruck, dass er nicht so aushärtet wie der "normale" Titebond. Ich hab versuchsweise mal einfach je einen größeren Tropfen Leim auf ein Brett aufgebracht und trocknen lassen.
Mein Eindruck ist, dass der Weatherproof nicht so (glas-)hart wird wie der normale Titebond. Diese Eigenschaft ist aber genau der Grund, warum er gerne zum Gitarrenbauen verwendet wird. Der Weatherproof bleibt ähnlich zäh wie Ponal.
Kann das jemand bestätigen oder liege ich hier falsch?
Ich werde den Leim (zumindest vorerst) nicht zum Leimen von Instrumenten verwenden...

C.

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Re: Titebond II Weatherproof

#2

Beitrag von pl-guitars » 20.01.2016, 18:14

Ich finde den 2er optimal um Bindings und Purflings zu laminieren. Die lassen sich damit nämlich gut biegen ohne dass sich eine Leimstelle öffnet.

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elektrojohn
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Re: Titebond II Weatherproof

#3

Beitrag von elektrojohn » 20.01.2016, 18:24

Danke, guter Tip!

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Re: Titebond II Weatherproof

#4

Beitrag von TraceElliot » 20.01.2016, 23:17

diesen Leim gibt es doch auch beim beim big "T"

oder ist er im Erzeugerland viel günstiger ??

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Re: Titebond II Weatherproof

#5

Beitrag von Kellermann » 15.03.2017, 10:36

Hallo Elektrojohn,

ich arbeite an meinem elektrischen Projekt nur mit Titebond 2, warum ich den jetzt gekauft habe und nicht 1, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Ich habe Stellen, wo ich werde auffüllen müssen. Ich habe ein Teststück hergestellt und an den aufzufüllenden Stellen Schichtdicken von bis zu 3,5mm gehabt. Diese Stellen wurden zweilagig mit einem Brei aus Sägemehl /Tbond (nicht Staub) aufgefüllt. Also nicht reiner Leim zum Abbinden, sondern mit viel "Holzoberfläche". Interessant ist, dass von den Holzfasern fast nichts mehr zu sehen ist, es wird ein bernsteinfarbener, betonharter Bereich.

Es gibt anscheinend eine Reaktion mit den kleinen Holzfasern, dass sie beim Abbinden irgendwie "aufgelöst" werden. Auch beim Schleifen von reinen Leimbatzen gibt es unter Wärmeentwicklung keine Röllchen, wie z.B. bie Ponal.

Die Härte ergibt sich anscheinend beimn Abbinden in Kontakt mit dem Holz. Aber auch reine, dicke Leimstellen zum Schleifen kamen mir nicht weich vor. Für akustische Instrumente würde ich 2 wahrscheinlich auch nicht nehmen, das ist das Thema ja viel wichtiger. In einem englischen Forum war von Kriechen von 2 die Rede im Zusammenhang mit einem akustischen Instrument. Aber wenn der Leim wirklich kriecht, tut er das natürlich unabhängig davon, ob das Instrument einen Stecker hat oder nicht :) . Beurteilen kann man das wahrscheinlich auch erst nach Jahren.

Ich kann natürlich nicht vergleichen mit 1, da nicht vorhanden.

Grüße
Kellermann

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Re: Titebond II Weatherproof

#6

Beitrag von capricky » 15.03.2017, 10:55

Ponal kriecht auch und wie. Ponal Express kann ich nicht beurteilen, habe ich in der Vortitebondzeit viel verwendet, aber nicht für großflächige Verleimungen, weil der zu schnell abbindet. Bei kleineren Verleimungen fällt "Kriechen" nicht so auf.

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Re: Titebond II Weatherproof

#7

Beitrag von penfield » 15.03.2017, 13:34

Ich nehm´ jetzt immer Fischleim. Da kriecht nichts, härtet glashart, allerdings auch ein wenig gelblich aus.

Falls Du aber einen anderen Titebond brauchst, die muss man nicht extra aus den USofA imprtieren, die gibts auch bei Amazon/ebay oder beim Fachhändler zB:
http://www.apatina-restaurierungsbedarf ... E/TITEBOND
SGmaster, Peacemaster 3P90,
Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia.
Arbeitet am FrameBird und wieder an Les Paulownia

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