Fischleim

alles zum Thema Klebeverbindung und Verbrauchsmaterial Tauglichkeiten

Re: Fischleim

Beitrag 26 von 33 Beitragvon maxinferno » 27.01.2016, 00:48

Vielleicht meinte Bea "Pattex und Kövulfix kriechen wesentlich stärker"
Kriechen ist bei Leimen eher ein Problem. Ich denke jedoch nicht beim Fischleim.
Bzgl. Elastizität und Härte:
Unter einem ideal elastischen Stoff verstehe ich Silizium, welches nicht kriecht sondern nach der Elastizitätsgrenze bricht. Gleichzeitig ist Si auch hart. Es schließen sich beide Eigenschaften also nicht aus...

Ich bin jedenfalls wie frizzle und Romanillos :-) überzeugt vom Fischleim. Die Zeit wird's zeigen....

Kremer Pigmente schreibt in etwa (Datenblatt ihres Fischleims): "hohe Festigkeit bei hoher Elastizität."
Frag mich nur gerade was mir diese Aussage sagen soll? In Bezug zu welchen Leimen?

Gruß,
Max
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Re: Fischleim

Beitrag 27 von 33 Beitragvon MiLe » 04.02.2016, 20:15

bea hat geschrieben:Weil Titebond ja nur sehr begrenzt haltbar ist.......


Also mit dem Rest der angebrochenen Flasche Titebond, mt der ich vor 15 Jahren meine erste Gitarre zusammengekleimt hatte, habe ich letzte Woche mein Combo-Gehäuse verarbeitet - völlig unauffällig und problemlos. Kurz durchgeschüttelt - passt. Keine Veränderung in Farbe, Geruch, Konsistenz oder Klebkraft. Liegt aber vielleicht daran, daß ich die Flascha anno dunnemals noch von Stewmac aus den USA selbst importiert hatte - REACH gab's damals auch noch nicht, vielleicht war deswegen die "Chemie" auch noch wirkungsvoller als heute.

Mein frühes Erstlingswerk ist auch noch nicht auseinandergefallen - ach - gäbe es doch mehr Dinge mit der Haltbarkeit wie Titebond :)
Beste Grüße

Michael
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Re: Fischleim

Beitrag 28 von 33 Beitragvon capricky » 04.02.2016, 21:39

MiLe hat geschrieben:
bea hat geschrieben:Weil Titebond ja nur sehr begrenzt haltbar ist.......


Also mit dem Rest der angebrochenen Flasche Titebond, mt der ich vor 15 Jahren meine erste Gitarre zusammengekleimt hatte, habe ich letzte Woche mein Combo-Gehäuse verarbeitet - völlig unauffällig und problemlos.


...und ich dachte, ich stelle mit meiner 8 Jahre alten, noch viertel vollen Titebondflasche gerade Langzeitrekorde auf! :roll:

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Re: Fischleim

Beitrag 29 von 33 Beitragvon MiLe » 04.02.2016, 21:54

tzä - was Altbestände an Klebern, Lacken etc angeht kannst Du es als Profihandwerker wohl kaum mit jemandem aufnehmen, der nur alle paar Jahre mal ein Projekt beackert, das diese Materialien benötigt :p
Auch die angebrochenen Clou Nitro-Sprühlacke waren nach dieser Zeit noch einwandfrei ebenso wie Flüssig- und Pulverbeizen von Stewmac, was man von angebrochenen Dosen mit Pattex nicht gerade behaupten kann.
Auch Ponal scheint eher zu altern, meine 5 Jahre alten Flaschen sind in der Konsistenz etwas merkwürdig und scheinen auch kaum noch abzubinden, dabei sind die für meine Verhältnisse doch gerade erst angeschafft worden ;)
Beste Grüße

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Re: Fischleim

Beitrag 30 von 33 Beitragvon Isegrim » 20.11.2016, 13:18

Ich habe mir aus Interesse jetzt mal einen Hautleim bestellt. Will damit die Decke auf die Zargen leimen und dabei diese einzelnen Keile verwenden, keine Reifchen (bitte keine Diskussion zu Sinn und Unsinn dieses Vorhabens).

Meine Frage: Müssen die Werkstücke, die man mit Glutinleim verleimen will, verpresst werden?
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Re: Fischleim

Beitrag 31 von 33 Beitragvon bea » 20.11.2016, 15:20

Ja. Und zwar lange.
LG

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Re: Fischleim

Beitrag 32 von 33 Beitragvon liz » 20.11.2016, 16:31

Isegrim hat geschrieben:Will damit die Decke auf die Zargen leimen und dabei diese einzelnen Keile verwenden, keine Reifchen (bitte keine Diskussion zu Sinn und Unsinn dieses Vorhabens).

Meine Frage: Müssen die Werkstücke, die man mit Glutinleim verleimen will, verpresst werden?

Diese Keile heißen Peones. Die werden klassischer Weise nicht gepresst, sondern nur kurz angerieben, bis der Leim "zieht", einige Sekunden gehalten und dann losgelassen. Zum aushärten des Leimes lässt man die Dinger einfach in Ruhe.
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Re: Fischleim

Beitrag 33 von 33 Beitragvon Isegrim » 20.11.2016, 20:56

Danke bea und liz. Dass man den Leim "lange" pressen muss, habe ich noch nirgends gelesen, wohl aber, dass er für ca. 30 Minuten gepresst und dann für 24 Stunden in Ruhe gelassen wird. Dass das mit den "Peones" (danke, ich hatte irgendwie Peloponnes im Ohr, das ist aber was anderes :D) irgendwie anders funktionieren muss, habe ich gehofft, denn sonst könnte ich auch auf Titebond zurückgreifen. Ich werde zunächst mal an Probestücken einen Test machen, um den Unterschied in der Haftkraft zwischen gepresst und nur angedrückt zu überprüfen.
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