Die Kochmütze ;)

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kaguit
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag von kaguit » 08.03.2012, 07:32

Hej Ralf !

Schöne Grüße !

kaguit

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FramusNashville
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag von FramusNashville » 08.03.2012, 15:18

Hallo Zoltan, hallo Bea, hallo Wolfgang und alle Mitleser,

der Framus Nashville polarisiert:
der Lärche-Body mit der Ikea-Maserung und der verchromte Waschmaschinen-Schalter sind prägnant und gehen irgendwie nicht aus dem Kopf, der Bass ist groß und flächig, wie Gibson Ripper und Grabber, die Pickup-Position etwas unglücklich und seltsam, wie beim Les Paul Bass mit der langen Mensur und dem großen Body ist der Abstand zwischen Halsende und Neck-Pickup optisch zu lang (und kein Schlagbrett kaschiert das!)
Durch die Mitwirkung von Bill Lawrence sowohl bei Framus und auch bei Gibson gibt es große Ähnlichkeiten und soundtechnische Leckereien im Stil der Mittsiebziger: Drosselspule als Mittenfilter (sprich, das Ding wird nicht einfach nur dumpf, wenn man den Tonregler zudreht), Out-of Phase Sound etc.
Groß und massiv, andererseits mit schlankem Hals und minimal kürzerer Longscale-Mensur hat er was von 70er Jahre, hässlichem Entlein, giftgrünen Käfern, orangen Radios etc.
Vergleich 94 zu 100 Prozent
Vergleich 94 zu 100 Prozent
Die Korpus-Form ist eine Mischung aus Telecaster mit etwas Les Paul und einer Prise Birne; aber eben keine plumpe Vergrößerung der Nashville Gitarre. 4 cm dick und topfeben, ohne jede Körperaussparung!
Trotzdem ist der gut zu Bespielen und klingt genau so, wie er aussieht: eigen(artig)!
Die Hälse für meine beiden 94% Framus Nashville sind NICHT aus der allseits bekannten Ebay-Quelle von Hern Sandner, ich habe sie deutlich vorher aus verschiedenen Quellen teurer gekauft.
94% der Originalgröße wegen Kofferpassung und Gewicht, verschiedene Korpushölzer und Pickups wegen des Klangs.
Die Gibson Thunderbird-Kappen sind von Ebay (die einzigen Fremd-Chrompickups, die ohne Änderung die Originallöcher passen) die Pickups hat Christoph Dolf von Bassculture da reingewickelt.
Zwei gibt's schon, der dritte Bass ohne Schalter..
Zwei gibt's schon, der dritte Bass ohne Schalter..
Hier mal ein kleiner Vergleich, wie fade der 94er ohne Schalter aussehen würde.

Bis bald
Ralf

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potomac
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag von potomac » 08.03.2012, 15:51

Lieber Ralf, also ich kann nur sagen, dass mir das 94% Modell nun doch immer besser gefällt, Bedenken hatte ich wegen der Kopflastigkeit, aber ich glaube das würde man durch schwerere Hölzer bzw. einen dickeren Korpus regeln können. Du hast mir ja auch versichert, dass bei deinen 94%igen Kopflastigkeit kein Thema ist.

Der Nashville scheint dich ja enorm inspiriert zu haben und in der Tat ist mit diesem Design allerhand zu machen, ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen deine Idee aufzugreifen und weter zu spinnen. Vielen Dank nochmals für Tipps, Ideen und Details, ich werde wohl Magfires Domino-Design-Idee (http://www.gitarrebassbau.de/viewtopic. ... ino#p36492) mit dem 94%igen Nashville kombinieren und wenns genehm ist, einem Bauthread in beiden Foren schreiben, kann aber noch bis zum Herbst dauern, erst wird umgezogen. Alle Hardware ist bereits vorhanden, nur das Korpusholz muss noch beschafft werden.
Gruß
Wolfgang

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bea
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag von bea » 10.06.2015, 01:04

Weil der Mützenbass-Faden argumentativ verunglückt ist, mache ich doch hier weiter. Es geht darum, für den (noch) bundlosen Bass eine Form zu entwickeln und das Instrument auf meine Bedürfnisse zuzuschneiden. Da kristallisiert sich als gegeben heraus, dass die Mensur irgendwo zwischen 76 und 80 cm liegen sollte. Saitenabstand am Steg idealerweise Gibson-like - einfach, weil ich das von meinen anderen Bässen gewohnt bin. Das würde bedeuten, dass ich den Hals schmaler schleifen müsste. Außerdem würde ich gerne an den Ideen anknüpfen, die ich schon beim RD-Bass und bei Stormy Monday berücksichtigt habe - bessere Ergonomie.

Nach längerem Zögern und eigentlich zu vielen anderen Dingen an der Backe habe ich mich endlich dazu durchgerungen, die ergonomisch für mich bedeutsamen Formelemente in Trial and Error zu entwickeln.

Also erst mal ein Brett an den Hals geschraubt und geschaut, ob sich ein Hals mit einer Griffbrettlänge von immerhin 61 cm für eine kurze Mensur verwenden läßt:
Die Querleiste markiert die Stegposition. Jetzt geht es darum, den für mich im Sitzen optimalen Abstand zwischen Saiten und Oberschenkel zu finden, und dann die Begrenzung für die Beinauflage zu ermitteln. Erster Eindruck: auch wenn es für die rechte Hand ganz bequem ist - ganz so nah am Bein geht nicht, weil ich mit den Fingern anstoße. Zum Bass spielen ist mir der Abstand, den ich bei der Ergo-Gitarre mag, beim Bass bereits zu groß ist. Also irgendwas dazwischen, so um die 3-4 cm.
LG

Beate

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bea
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag von bea » 01.01.2016, 19:50

Lasst mich mal auf den Anfang dieses Fadens Bezug nehmen. Mit dem alten violetten Entwurf war ich nicht so ganz zufrieden. Deshalb habe ich ein wenig an der Form gefeilt. So herum gefällt es mir ein wenig besser, aber 100% sind das noch nicht. Vielleicht sollten die beiden Hörner doch wieder etwas gestreckt und vor allem verschlankt werden?

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(und hier noch eine kleine Aktualisierung)

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So ganz entschieden habe ich mich noch nicht für diese Form; ich schwanke nach wie vor zwischen dieser Idee und dem Sharkfin Ansatz, letzteren vielleicht mit Frets und vieleicht sogar 5-Saitig. Wenn ich irgendwo billig an headless Mechaniken rankomme, könnte das alber vielleicht sogar ein eigenes Projekt werden.
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LG

Beate

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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag von bea » 01.01.2016, 20:32

Wenn ich schon mal dabei bin - der alte Entwurf und der erste von heute. Dazwischen das letzte Teilergebnis.

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LG

Beate

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kehrdesign
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag von kehrdesign » 01.01.2016, 23:04

Den alten Entwurf finde ich vom Konturenverlauf her harmonischer.
Der letzte ist von den Proportionen her interessanter und kurzweiliger.

Allerdings stört mich beim letzten der äußere Konturenverlauf der Hörner. Ich fände es besser, läge das Radiusminimum nicht nach dem ersten Drittel des konvexen Bogens sonder eher am Ende, also nach den Hornspitzen zu, welche dann auch eine weichere, nicht so spitze auslaufende Form haben könnten und sollten. In ihrer jetzigen Form wirken die Hörner irgendwie leicht abgeknickt. Mach was draus.

Zum Kopfpaddel, Tschuldigung, zur Kopfpatte braucht's ja keinen Kommentar, die liegt ja schon so vor.

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bea
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag von bea » 01.01.2016, 23:25

kehrdesign hat geschrieben: Allerdings stört mich beim letzten der äußere Konturenverlauf der Hörner. Ich fände es besser, läge das Radiusminimum nicht nach dem ersten Drittel des konvexen Bogens sonder eher am Ende, also nach den Hornspitzen zu, ...
Deshalb habe ich ja auch den mittleren Entwurf nachgezogen. Der geht genau in diese Richtung.
welche dann auch eine weichere, nicht so spitze auslaufende Form haben könnten und sollten. In ihrer jetzigen Form wirken die Hörner irgendwie leicht abgeknickt. Mach was draus.
In der ersten Version sind sie mir etwas zu sehr gestreckt; sie erinnern mich ein wenig an einen Hüpfball. Die "runden Spitzen" hatte ich in dem verflossenen Prototypen. Vielleicht ist es ja am besten, ich lasse das nochmal sacken. Ist ja noch mehr als genug Zeit - hier in der kleinen Bude werde ich eh nicht mehr mit den Holzarbeiten anfangen.
Zum Kopfpaddel, Tschuldigung, zur Kopfpatte braucht's ja keinen Kommentar, die liegt ja schon so vor.
Zu meiner Überraschung passt die Kopfplatte hier einigermaßen zum Korpus. Auf jeden Fall gefällt sie mir besser als die Amöben-Paddel der aktuellen Warwicks, die offenbar irgendwie aus dieser Form abgeleitet worden sind. Aber wenn mir irgendwann noch eine Alternative einfallen sollte, die ich unter Erhalt der Bohrungen umbauen kann, kann es gut sein, dass ich da nochmal umdisponiere.
LG

Beate

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