Die Kochmütze ;)

finde, lies oder vervollständige Deinen Bauplan - stelle dein persönliches Design vor

Die Kochmütze ;)

Beitrag 1 von 33 Beitragvon bea » 08.12.2011, 21:08

So, und weils draußen so schön windig ist, habe ich auch mal ein wenig Gehirnsturm für den Einsatz des Nashville-Halses entfacht und mal versucht, meine 40 Jahre alte Idee aus den Gehirnwindungen hervorzupusten. Damals war die Form dem Zeitgeist entsprechend quietschgelb. Jetzt wird es richtig klassisch und mit vergoldeter HW. Zu spießig?

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Muetzenbass_1.png (3.32 KiB) 6706-mal betrachtet


Wenn ich die Position des Hals-PUs des EB-3 nachbilden möchte, müsste eine aktive Polklinge an das halsseitige Ende des Hals-PU. Anders geht das nicht. Gezeichnet habe ich übrigens Mini-Humbucker.
LG

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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 2 von 33 Beitragvon potomac » 08.12.2011, 21:17

Nö, überhaupt nicht, sieht gut aus, das untere Modell mit dem Dreieck sogar noch bässer.
Gruß
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 3 von 33 Beitragvon Bine » 08.12.2011, 21:17

Bitte, Bitte, wieder gelb ! Weiß ja nicht wie Du quietschgelb definierst, vllt. geht ja auch ein Sonnenblumengelb ;)

Ich find deine neuen Farben fad bzw. die Lilane erinnert mich an Latzhosen aus der Zeit :lol:

Sorry, ich bin halt immer noch "krachert". :oops:
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 4 von 33 Beitragvon filzkopf » 08.12.2011, 21:26

finde das Design cool, allerdings würde ich das obere Horn kürzer machen ala Mosrite :)
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 5 von 33 Beitragvon bea » 08.12.2011, 23:16

Also dann auch mal etwas bunter...

Das blassirgendwierötlich soll eigentlich dunkelrot gebeizt sein, so wie auf dem Hasenkistchen im Anhang. Alle Farben sollen übrigens gebeizt sein - mein Lieblings-Zeichenprogramm (xfig) kann allerdings nicht mit Texturen umgehen.

@Simon: auch wenn ich keineswegs etwas gegen asymmetrische Formen habe, finde ich, dass die auffällige Kopfplatte des Halses geradezu nach einer symmetrischen Korpusform verlangt.
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 6 von 33 Beitragvon bea » 09.12.2011, 00:08

Bine hat geschrieben:... Latzhosen aus der Zeit ...


Das war zeitlich knapp vor Latzhosen. Schlaghosen-Ära, möglichst 60 cm weit....

War die Nonkonformistenuniform nicht blasslila bis pink?
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 7 von 33 Beitragvon potomac » 09.12.2011, 00:28

....mit eingefärbter Windel als Palästinenserfeudel :D
Gruß
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 8 von 33 Beitragvon bea » 09.12.2011, 15:39

So, ein wenig Feintuning an der Korpusform. Es ist wohl an der Zeit, um den Plan zu zeichnen. Ich fürchte, der Bass wird ne Warwick-Brücke bekommen. Aber vielleicht sollte ich tatsächlich an der Saitenhalterung durch den Korpus festhalten...

Oder kennt jemand eine andere zweiteilige Brücke, die ggf. auch vergoldet lieferbar ist?
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 9 von 33 Beitragvon EastSide » 09.12.2011, 15:48

Von ETS gibts sowas: http://www.ets-hardware.com/index.php?page=products
habe ich selber aber noch nie verbaut.

Im Talkbass-Forum hatte ich mal gesehen, dass jemand die Saitenreiter aus solchen Single-String-Teilen genommen hat und dafür eine neue Grudplatte aus Holz gemacht hat.
http://www.thomann.de/de/goeldo_hw60g_b ... reiter.htm
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 10 von 33 Beitragvon EastSide » 09.12.2011, 16:02

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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 11 von 33 Beitragvon potomac » 09.12.2011, 16:03

Habe mich auch schon danach umgeschaut, hier mein Fund:
http://www.ebay.de/itm/130393162361?ssP ... 1436.l2649
rund 30€ inkl. Porto


Denk an den Halswinkel!
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 12 von 33 Beitragvon bea » 09.12.2011, 16:32

EastSide hat geschrieben:Hier in dem Thread gibts ein Bild: http://www.talkbass.com/forum/f8/look-one-here-657487/

Ein Bass mit vielen coolen Details, vor allem m.E. dem Sattel: http://www.thelowend.net/gallery/images ... %20010.JPG
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 13 von 33 Beitragvon bea » 09.12.2011, 17:01

potomac hat geschrieben:Denk an den Halswinkel!


Du sagst es.

So weit bin ich mit der Planung noch nicht.

Aus den Bildern des Düsseldorfer Nashville-Bass-Fans lese ich allerdings, dass der Hals nach einem Steg in 7ender-Standard-Dimensionen verlangt: http://www.arcor.de/palb/foto_detail.js ... s=0&stop=0

Den Halsfuß habe ich noch nicht ausgemessen. Kann man so einen Fuß eigentlich einfach so ohne Schwalbenschwanz in den Korpus leimen?
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 14 von 33 Beitragvon potomac » 09.12.2011, 17:49

Schöne Bilder, interessante Brücken.

Habe den Mützenhals gerade mal eingespannt und ein langes Lineal aufgelegt, den Abstand Body/Saite habe ich bei cm 86 gemessen, ergab ca. 1,5 cm. Okay, mein Mützenhals hat Bünde, dafür muss man ja noch die Saitenlage berücksichtigen, die Stellage war auch reichlich improvisiert. Die Wahrheit wird zwischen 16 und 19 mm liegen. Ich würde also eine Brücke verwenden, die sich zumindest knapp über diese 19mm hochstellen lässt. Habe mal bei einer Squier Bridge (Bronco Bass) und bei einer Einzelbridge nachgemessen, beide erreichen mein Wunschmaß nicht :(
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 15 von 33 Beitragvon kaguit » 10.12.2011, 01:22

sehr interessant...

dem düsseldorfer habe ich zufällig 4 von den bodys gebaut, u. a. auch das cocobolo teil.
den halsfuß musste ich allerdings noch richtig säubern ( schleifen ), war nur suboptimal gefräst...
den hals habe ich so eingeleimt , ohne schwalbenschwanz.
eine "passgenaue" halstasche war ja die voraussätzung...
der halswinkel verlangt nach ca. 16 oder 18 mm hohe brücke, soweit ich mich noch erinnern kann.
weiss es aber nicht mehr genau.
die brücke und stoptail, die dran sind musste ich unterfräsen.

paar fotos, damals noch im "rohbau " zustand....






grüße und viel erfolg !
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 16 von 33 Beitragvon kaguit » 10.12.2011, 01:34

......ich glaube sogar, dass er die brücke noch weiter tiefer fräsen musste
auf 14 - 15 mm höhe um die saitenlage zu optimieren...
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 17 von 33 Beitragvon potomac » 10.12.2011, 01:54

@kaguit - Na, da habe ich mit meinen 16-19mm gar nicht so schlecht gelegen. Übrigens eine tolle Arbeit, der Thinline ist schon ein Schnuckelchen. Ich würde zwar lieber einen mit Bierbauchmulde und Armschräge bauen aber wie gesagt, der Thinline sieht mit den Bindings und dem Cocobolo klasse aus. (clap3) Reschpeckt! War da ein Framus/Warwick Original Mehrfach Drehschalter verbaut?

Zum Halsfuß; ja auch meinen Nashville Hals muss ich noch optimieren, die sind ja auch als Rohbauhals verkauft worden, das ist aber okay so, für die paar Kröten kann man nicht mehr verlangen.

Hast Du noch Maße oder einen Scan des Plans für den Nashville Korpus?
Gruß
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 18 von 33 Beitragvon bea » 10.12.2011, 02:06

Danke für die Info. Ja, es ist mir auch aufgefallen, dass die Halsfüße nur "ungefähr" gefräst sind.

Das wäre dann ja tatsächlich eine "normale" Brückenhöhe. Wenn ich die Galerie richtig beurteile, ist da auch ein Bass mit einer ganz "normalen" Brücke bei, wie sie z.B. auch auf meinem PJ-Bass drauf ist. Im Worst Case - Brückenhöhe passt gerade so nicht - sollte es doch reichen, wenn man eine Unterlage aus Alu oder Messing anpasst, nicht wahr?

4 Bässe, und dann auch noch bauen lassen... Mannomann... Gut für den Bassbauer, klar - aber das muss ja ein Fanatiker sein. Den 94% -Nashville finde ich am besten - beim Original sind die Proportionen für mein Empfinden ein wenig aus den Fugen.

Und mit den Bässen spielt er dann nach eigener Aussage Karnevalsmucke und ploing ploing? Wieviel Kölsch hat man ihm vorher eingeflößt (ich weiß... aber gerade deshalb...)?
LG

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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 19 von 33 Beitragvon bea » 10.12.2011, 02:11

Darf ich mal ganz neugierig fragen, welchen von den fünf Bässen auf der Fotostrecke Du nicht gebaut hast? Ist der 5-te im Hintergrund des einen Bildes ein Original?
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 20 von 33 Beitragvon kaguit » 10.12.2011, 02:49

@potomac: ich schaue mal nach ob ich noch ein pdf.datei habe.
melde mich noch.
@bea: ich habe den fretlessbody NICHT gebaut.
er hat auch 1 oder 2 originale,
die sind glaube ich aus lärche damals von framus gefertigt worden, sogar schichtverleimt...
bezüglich hardware und elektronik am besten dem ralf anmailen...
klar, die original korpora ist recht groß - keine frage.
wie schon erwähnt da gabs einmal eine verkleinerte version ( mit riegelahorn )
die war nur ca. 34 cm breit an der breiteste stelle.
der korpus mit cocobolodecke ist ja thinline und hat ultraleichte khayaboden.
soweit ich mich erinnere es wog samt hardware 3,4 kg.
die zwei eschenholz teile waren nur 40 mm stark, oder gar 38 mm...
fanatiker ??? neee, ein ganz netter kerl, der mal paar hälse für paar euros
ersteigert hat. wo ??? weiss doch jeder...
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 21 von 33 Beitragvon potomac » 10.12.2011, 03:10

kaguit hat geschrieben:@potomac: ich schaue mal nach ob ich noch ein pdf.datei habe.
melde mich noch.
...


Na, da bin ich ja guter Hoffnung :)
Gruß
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 22 von 33 Beitragvon bea » 10.12.2011, 03:36

kaguit hat geschrieben:der korpus mit cocobolodecke ist ja thinline und hat ultraleichte khayaboden.
soweit ich mich erinnere es wog samt hardware 3,4 kg.


Den finde ich ausgesprochen edel (auch wenn er mir kleiner noch besser gefiele). Dickes Lob dem Erbauer.

Was die Schalter angeht: auf der Framus-Vintage-Seite hab ich sie vorhin gesehen. Den Preis möchtest Du nicht sehen.
Soweit ich weiß, verbaut Framus diese Sorte Schalter in Archtops aus dem Custom-Shop.
LG

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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 23 von 33 Beitragvon FramusNashville » 07.03.2012, 18:45

Hallo, ich bin der kölschtrinkende, reiche! Karnevals-Depp aus Düsseldorf, der sich für zu viel Geld sinnlos viele Framus Nashville Bässe bauen ließ, natürlich nur nach dem Gusto der jeweils dran Beteiligten...

Spaß beiseite, ich bin Ralf, neu hier und habe heute zufällig beim googlen diesen etwas betagteren Thread gefunden, in dem es am Rande auch um meine Bässchen geht.

Ich habe noch alle selbstgemachten Pläne und Daten, die ich damals am Zoltan verschickt habe.
Natürlich auch Schaltungen, Tipps , Maße etc.
Wenn ich also jemandem helfen kann, gerne!
Die ganzen Bassbauer und Holzwürmer verstehen ja sowieso nicht, was man am "Framus Nashville" wohl so finden kann...

Fragt also, was ihr wissen wollt

Grüße
Ralf

PS: auf der Karnevalsaufnahme hört man einen echten Nashville, verstimmt und live im Proberaum!
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 24 von 33 Beitragvon potomac » 07.03.2012, 19:54

Ralf, Du hast eine persönliche Nachricht, siehe Posteingang :)
Gruß
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 25 von 33 Beitragvon bea » 08.03.2012, 02:19

Hallo Ralf, tröste Dich ...

...aber mit meinem Bonn-Meenzerischen Hintergrund und Düsseldorf als Geburtsort (nein, weder Aschermittwoch noch Weiberfastnacht) muss ich doch lästern dürfen, gell? Und "verrückt" bin ich allemal auch. Schließlich baue ich gerade zwei Bässe und eine Klampfe und gleichzeitig einen Epiphone EB-3 1960s shortscale um (den es in dieser Bauart ausschließlich in der Stadt gibt, in der man zwei Tasten am Computer austauschen muss, um nicht auszuflippen - es gibt/gab doch tatsächlich Kölsch-Tasten für Computertastaturen). Dabei habe ich doch nur zwei Hände zum Spielen und weiß noch gar nicht, ob die beiden Bässe tonlich den EB-3 werden ablösen können. Das Ding klingt nämlich inzwischen einfach geil.


Was ich am Nashville interessant finde: nach reiflichem Überlegen habe ich mich immerhin entschlossen, die Kochmützen-Kopfplatte intakt zu lassen und eine eigene Korpusform dazu zu überlegen. Noch dazu eine, die ich während der Produktionszeit des Nashville ersonnen hatte.

Aber erzähl doch einfach mal, was Du am Framus Nashville so gut findest. Wie gesagt finde ich den Nashville mit dem verkleinerten Korpus durchaus auch optisch nicht unattraktiv. Durchaus im Gegensatz zu dem Kiefernbody des Originals - was für mich rein gar nichts mit den tonlichen Qualitäten des Basses zu tun hat. Und gerde, wiel ich das Original so abgundtief häßlich fine, fasziniert mich das Instrument dann doch wieder.
Daher also gerne hier - aber vielleicht sogar besser in einem eigenen Thread - ich kann mir ganz gut vorstellen, dass eine Historie des Werdegangs der Nashville-Clones hier von Interesse sein könnte.

Ach so, habe ich das richtig mitbekommen - waren die PUs im 94% Nashville nicht sogar alte Thunderbird-PUs?
Was weiß man über die originalen Tonabnehmer?
LG

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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 26 von 33 Beitragvon kaguit » 08.03.2012, 08:32

Hej Ralf !

Schöne Grüße !

kaguit
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 27 von 33 Beitragvon FramusNashville » 08.03.2012, 16:18

Hallo Zoltan, hallo Bea, hallo Wolfgang und alle Mitleser,

der Framus Nashville polarisiert:
der Lärche-Body mit der Ikea-Maserung und der verchromte Waschmaschinen-Schalter sind prägnant und gehen irgendwie nicht aus dem Kopf, der Bass ist groß und flächig, wie Gibson Ripper und Grabber, die Pickup-Position etwas unglücklich und seltsam, wie beim Les Paul Bass mit der langen Mensur und dem großen Body ist der Abstand zwischen Halsende und Neck-Pickup optisch zu lang (und kein Schlagbrett kaschiert das!)
Durch die Mitwirkung von Bill Lawrence sowohl bei Framus und auch bei Gibson gibt es große Ähnlichkeiten und soundtechnische Leckereien im Stil der Mittsiebziger: Drosselspule als Mittenfilter (sprich, das Ding wird nicht einfach nur dumpf, wenn man den Tonregler zudreht), Out-of Phase Sound etc.
Groß und massiv, andererseits mit schlankem Hals und minimal kürzerer Longscale-Mensur hat er was von 70er Jahre, hässlichem Entlein, giftgrünen Käfern, orangen Radios etc.
Vergleich 94 zu 100 Prozent

Die Korpus-Form ist eine Mischung aus Telecaster mit etwas Les Paul und einer Prise Birne; aber eben keine plumpe Vergrößerung der Nashville Gitarre. 4 cm dick und topfeben, ohne jede Körperaussparung!
Trotzdem ist der gut zu Bespielen und klingt genau so, wie er aussieht: eigen(artig)!
Die Hälse für meine beiden 94% Framus Nashville sind NICHT aus der allseits bekannten Ebay-Quelle von Hern Sandner, ich habe sie deutlich vorher aus verschiedenen Quellen teurer gekauft.
94% der Originalgröße wegen Kofferpassung und Gewicht, verschiedene Korpushölzer und Pickups wegen des Klangs.
Die Gibson Thunderbird-Kappen sind von Ebay (die einzigen Fremd-Chrompickups, die ohne Änderung die Originallöcher passen) die Pickups hat Christoph Dolf von Bassculture da reingewickelt.
Zwei gibt's schon, der dritte Bass ohne Schalter..

Hier mal ein kleiner Vergleich, wie fade der 94er ohne Schalter aussehen würde.

Bis bald
Ralf
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 28 von 33 Beitragvon potomac » 08.03.2012, 16:51

Lieber Ralf, also ich kann nur sagen, dass mir das 94% Modell nun doch immer besser gefällt, Bedenken hatte ich wegen der Kopflastigkeit, aber ich glaube das würde man durch schwerere Hölzer bzw. einen dickeren Korpus regeln können. Du hast mir ja auch versichert, dass bei deinen 94%igen Kopflastigkeit kein Thema ist.

Der Nashville scheint dich ja enorm inspiriert zu haben und in der Tat ist mit diesem Design allerhand zu machen, ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen deine Idee aufzugreifen und weter zu spinnen. Vielen Dank nochmals für Tipps, Ideen und Details, ich werde wohl Magfires Domino-Design-Idee (viewtopic.php?f=72&t=2391&p=36492&hilit=domino#p36492) mit dem 94%igen Nashville kombinieren und wenns genehm ist, einem Bauthread in beiden Foren schreiben, kann aber noch bis zum Herbst dauern, erst wird umgezogen. Alle Hardware ist bereits vorhanden, nur das Korpusholz muss noch beschafft werden.
Gruß
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 29 von 33 Beitragvon bea » 10.06.2015, 01:04

Weil der Mützenbass-Faden argumentativ verunglückt ist, mache ich doch hier weiter. Es geht darum, für den (noch) bundlosen Bass eine Form zu entwickeln und das Instrument auf meine Bedürfnisse zuzuschneiden. Da kristallisiert sich als gegeben heraus, dass die Mensur irgendwo zwischen 76 und 80 cm liegen sollte. Saitenabstand am Steg idealerweise Gibson-like - einfach, weil ich das von meinen anderen Bässen gewohnt bin. Das würde bedeuten, dass ich den Hals schmaler schleifen müsste. Außerdem würde ich gerne an den Ideen anknüpfen, die ich schon beim RD-Bass und bei Stormy Monday berücksichtigt habe - bessere Ergonomie.

Nach längerem Zögern und eigentlich zu vielen anderen Dingen an der Backe habe ich mich endlich dazu durchgerungen, die ergonomisch für mich bedeutsamen Formelemente in Trial and Error zu entwickeln.

Also erst mal ein Brett an den Hals geschraubt und geschaut, ob sich ein Hals mit einer Griffbrettlänge von immerhin 61 cm für eine kurze Mensur verwenden läßt:



Die Querleiste markiert die Stegposition. Jetzt geht es darum, den für mich im Sitzen optimalen Abstand zwischen Saiten und Oberschenkel zu finden, und dann die Begrenzung für die Beinauflage zu ermitteln. Erster Eindruck: auch wenn es für die rechte Hand ganz bequem ist - ganz so nah am Bein geht nicht, weil ich mit den Fingern anstoße. Zum Bass spielen ist mir der Abstand, den ich bei der Ergo-Gitarre mag, beim Bass bereits zu groß ist. Also irgendwas dazwischen, so um die 3-4 cm.
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 30 von 33 Beitragvon bea » 01.01.2016, 20:50

Lasst mich mal auf den Anfang dieses Fadens Bezug nehmen. Mit dem alten violetten Entwurf war ich nicht so ganz zufrieden. Deshalb habe ich ein wenig an der Form gefeilt. So herum gefällt es mir ein wenig besser, aber 100% sind das noch nicht. Vielleicht sollten die beiden Hörner doch wieder etwas gestreckt und vor allem verschlankt werden?

Bild

Bild

(und hier noch eine kleine Aktualisierung)

Bild


So ganz entschieden habe ich mich noch nicht für diese Form; ich schwanke nach wie vor zwischen dieser Idee und dem Sharkfin Ansatz, letzteren vielleicht mit Frets und vieleicht sogar 5-Saitig. Wenn ich irgendwo billig an headless Mechaniken rankomme, könnte das alber vielleicht sogar ein eigenes Projekt werden.
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 31 von 33 Beitragvon bea » 01.01.2016, 21:32

Wenn ich schon mal dabei bin - der alte Entwurf und der erste von heute. Dazwischen das letzte Teilergebnis.

Bild

Bild

Bild
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 32 von 33 Beitragvon kehrdesign » 02.01.2016, 00:04

Den alten Entwurf finde ich vom Konturenverlauf her harmonischer.
Der letzte ist von den Proportionen her interessanter und kurzweiliger.

Allerdings stört mich beim letzten der äußere Konturenverlauf der Hörner. Ich fände es besser, läge das Radiusminimum nicht nach dem ersten Drittel des konvexen Bogens sonder eher am Ende, also nach den Hornspitzen zu, welche dann auch eine weichere, nicht so spitze auslaufende Form haben könnten und sollten. In ihrer jetzigen Form wirken die Hörner irgendwie leicht abgeknickt. Mach was draus.

Zum Kopfpaddel, Tschuldigung, zur Kopfpatte braucht's ja keinen Kommentar, die liegt ja schon so vor.
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Re: Die Kochmütze ;)

Beitrag 33 von 33 Beitragvon bea » 02.01.2016, 00:25

kehrdesign hat geschrieben:Allerdings stört mich beim letzten der äußere Konturenverlauf der Hörner. Ich fände es besser, läge das Radiusminimum nicht nach dem ersten Drittel des konvexen Bogens sonder eher am Ende, also nach den Hornspitzen zu, ...


Deshalb habe ich ja auch den mittleren Entwurf nachgezogen. Der geht genau in diese Richtung.

welche dann auch eine weichere, nicht so spitze auslaufende Form haben könnten und sollten. In ihrer jetzigen Form wirken die Hörner irgendwie leicht abgeknickt. Mach was draus.

In der ersten Version sind sie mir etwas zu sehr gestreckt; sie erinnern mich ein wenig an einen Hüpfball. Die "runden Spitzen" hatte ich in dem verflossenen Prototypen. Vielleicht ist es ja am besten, ich lasse das nochmal sacken. Ist ja noch mehr als genug Zeit - hier in der kleinen Bude werde ich eh nicht mehr mit den Holzarbeiten anfangen.

Zum Kopfpaddel, Tschuldigung, zur Kopfpatte braucht's ja keinen Kommentar, die liegt ja schon so vor.


Zu meiner Überraschung passt die Kopfplatte hier einigermaßen zum Korpus. Auf jeden Fall gefällt sie mir besser als die Amöben-Paddel der aktuellen Warwicks, die offenbar irgendwie aus dieser Form abgeleitet worden sind. Aber wenn mir irgendwann noch eine Alternative einfallen sollte, die ich unter Erhalt der Bohrungen umbauen kann, kann es gut sein, dass ich da nochmal umdisponiere.
LG

Beate
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