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bea
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Re: SIX

#51

Beitrag von bea » 23.07.2017, 21:59

So langsam sollte ich mir mal Gedanken über die Ausgestaltung der Wölbung machen. Hier mal ein erster Versuch, wie Höhenschichtlinien vielleicht verlaufen könnten. In nullter Näherung ist das ja sogar unabhängig vom angesetzten Höhenprofil.
Gibt es eigentlich irgendwelche Hinweise oder Anleitungen, wei man sowas am besten macht, vor allem im Bereich von Cutaways?
@Liz: beim Ausarbeiten des Bodens Deine L5 sieht man so ein schickes Hohleisen? Den (naheligenden...) Hersteller kann ich erkennen - aber was ist das für ne Größe?
LG

Beate

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Re: SIX

#52

Beitrag von bea » 26.07.2017, 00:40

Heute wurden Decke, Boden und Zargen grob ausgesägt. Obwohl die Werkbank keinerlei Bankhaken besitzt, sind die Möglichkeiten zur Befestigung des Werkstücks vielseitig. Ich erwische mich regelmäßig dabei, meine schlechtesten Schraubzwingen zu verwenden...

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Re: SIX

#53

Beitrag von Jackhammer » 26.07.2017, 01:04

Schöne Werkbank, schöne Korpusform. Bin gespannt, wie es hier weiter geht.
Viele Grüße
Yuriy

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Re: SIX

#54

Beitrag von bea » 26.07.2017, 01:24

Vermutlich mit kreativem Formen der Außenformen. Und Versäubern der inneren Flächen. Aber - da gibt es ein erstes Problem. (ich erwarte noch ein paar andere, und z.T. auch schon ganz konkret.) Einen tiefen Riß am Rand der Decke. 1 mm weit, über ca. 1.5 cm und in der Höhe fast ganz durch (also über 1 cm tief). Er würde nach dem Herstellen der Wölbung stehen bleben. Ist es ok, wenn ich ihn erst dann schließe, nachdem ich die Außenkontur geschnitzt habe?
LG

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Re: SIX

#55

Beitrag von Poldi » 26.07.2017, 05:24

Den Riss würde ich jetzt schon mit Sekundenkleber Schließen und Zwingen. Später bricht dir da vielleicht bei der weiteren Bearbeitung das Stück ab, und weg is et...
Ansonsten sieht das doch schon mal gut aus.

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Re: SIX

#56

Beitrag von bea » 26.07.2017, 09:23

Zwingen geht da nicht. Da muss ein Stück Holz rein.
LG

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Re: SIX

#57

Beitrag von liz » 26.07.2017, 09:24

bea hat geschrieben:
23.07.2017, 21:59
@Liz: beim Ausarbeiten des Bodens Deine L5 sieht man so ein schickes Hohleisen? Den (naheligenden...) Hersteller kann ich erkennen - aber was ist das für ne Größe?
Ich weiß es auch nicht auswendig, kann dir aber später mal nachschauen, wenn ich in der Werkstatt bin. Es ist aber schon ein älteres Stubai-Eisen, keine Ahnung ob es das noch so gibt. Ich habe für die Innenausarbeitung inzwischen aber ein gekröpftes Herdim-Eisen.

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Re: SIX

#58

Beitrag von bea » 28.07.2017, 15:36

Kurz mal ein kleiner reminder für mich selbst: ein interessanter Artikel, in dem die Konstruktion der Wölbung für Violinen zusammengefasst wird: http://www.makingtheviolin.com/Arching
LG

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Re: SIX

#59

Beitrag von bea » 10.08.2017, 00:11

Frage an die Experten: mit welchem Hand-Werkzeug trägt man beim Ausformen der Decke am effektivsten Material ab?
Grundsätzlich orientiere ich mich am traditionellen Violinbau - also auch so ähnlich wie Liz es bei seinen beiden Meisterstücken gezeigt hat.

Zur Zeit bin ich an der ja ziemlich wild gewachsenen Maserbirne. Mein Kunz No 5 ist da überfordert.

Meinen ECE Sekundus (kein Spanbrecher, also ein Schlichthobel) habe ich noch nicht probiert.
Auch meinen kleinen Kunz Einhandhobel noch nicht; der Frust mit dem frisch geschärften No 5 war schon ziemlich groß.

Daher habe ich alles mit einem normalen 16 mm Hohleisen und einem breiten Bildhauereisen wie dem, das Liz irgendwo gezeigt hatte, gearbeitet (Schärfe gerade so brauchbar; besser kann ich es noch nicht). Das geht zwar deutlich flotter voran als seinerzeit bei meiner Archtop, aber mehrere Stunden für gerade mal 1/8 der Fläche ist doch mühsam und wohl auch langsamer als notwendig.

Und jetzt kommt mir bitte nicht mit Flex+Woodcarver ;-)

Also: was brauche ich? Schlichthobel? Schrupphobel? Irgendwelche gerillte Eisen? (Ich habe noch einen alten Baumarkthobel in der Schublade, in den ein 48 mm Zahneisen passen könnte... den Hobel wollte ich eh überarbeiten)
LG

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Re: SIX

#60

Beitrag von bea » 10.08.2017, 22:52

So, heute gings etwas flotter voran; mein kleiner Hobel scheint in dieser Situation das Werkzeug der Wahl zu sein. Aufgehört habe ich kurz bevor sich die Druckstelle an meinem Daumen zur offenen Blase entwickelt. Aber wenigstens habe ich jetzt sowas wie ein Gefühl dafür, was ich an Werkzeug noch benötige (einen großen Geigenbauhobel mit gewölbter Sohle).

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Re: SIX

#61

Beitrag von bea » 17.08.2017, 00:31

Mühselig ernährt sich das Eichhörnchen...

aber so allmählich bekomme ich den Bogen raus. Die hintere Rille ging eigentlich ganz flott, und ich bin auch schon ein bisserl weiter als oben. Die Cutaways werden noch spaßig. Da werde ich wohl entlang der Mittellinie, also entlang einer gekrümmten Linie, absenken müssen, und das beginnend etwa dort, wo die Kante der Markierungsrille am Beginn des Schattenwurfs einen leichten Knick macht. Wenn ich so drüber nachdenke, könnte das Profil entlang der Rille in der Höhe linear abfallen, und ich lasse erstmal den inneren Teil stehen. Der Bereich des Griffbrett-Endes bleibt ja zunächst ohnehin als Referenzfläche für die Halstasche stehen.

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Re: SIX

#62

Beitrag von bea » 27.11.2017, 15:14

So ganz langsam komme ich hier weiter. Vorhin habe ich die Außenfläche der Decke geziehklingt. Freihändig. Die Gleichmäßigkeit der Wölbung habe ich mit dem Tastsinn geprüft. Es ist schon beeindruckend, wie gut man nur mit den Fingern Ungleichmäßigkeiten erkennen kann. Die Decke ist übrigens immer noch leicht unsymmetrisch...
LG

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Re: SIX

#63

Beitrag von hatta » 27.11.2017, 15:37

Den tastsinn kann man nie überlisten.
Die abschlusskontrolle von zu lackierenden oberflächen habe ich vor dem lackieren immer mit der hand gemacht, indem ich die flächen abgefahren bin mit der flachen hand. Da fällt jede kleinigkeit auf.

Bin gespannt wies hier weitergeht :)
Gruß
Harald

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Re: SIX

#64

Beitrag von Haddock » 28.11.2017, 18:27

Hallo Bea,

das schaut schon sehr gut aus, gefällt mir, die Wölbung.

Gruss
Urs

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