Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Steg-modi plus Pickupeinbau

Alles um einen alten Schatz aufzufrischen ... auch am Finish

Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Steg-modi plus Pickupeinbau

Beitrag 1 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 09.07.2016, 10:32

Moin String-Gemeinde,
vor zwei Wochen hat der Hund meines Kumpels seine Cort samt Gitarrenständer umgeschmissen...
Also bat er mich das Malheur zu beseitigen und bei der Gelegenheit auch den Steg und die Tonabnahme "aufzurüsten".
Einen Pickup hatte ich schon vor ein paar Jahren eingebaut, damals aber noch unerfahren war das nicht so die Ideallösung...
Wie auf den Fotos folgt habe ich den Bruch beseitigt, den Steg von den Saitenpins befreit, bei der Gelegenheit auch gleich die Saiten an Masse gelegt (endlich!), die Tonabnahme mit einem neuen Pickup aufgerüstet und `ne neue Buchsenaufnahme installiert.
Für den Bruch habe ich Uhu 2-K-Quik verwendet, vor kurzem entdeckt, geniales Zeugs, falls hier noch nicht bekannt!!!?

Beste Grüße,
Frank
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Härtetest eine Stunde! nach dem kleben: Gitarre an der Kopfplatte angehoben...geht!
Unter den Steg habe ich eine dünne Aluplatte, eingeschlitzt für das schnelle einhängen der Saiten montiert. Dicht darüber sind kleine Magneten versenkt eingebaut, so bleiben die Saiten beim einsetzen da wo sie sollen...
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 2 von 23 Beitragvon Poldi » 09.07.2016, 15:47

Super gemacht.
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 3 von 23 Beitragvon capricky » 09.07.2016, 17:46

Saubere Arbeit! (clap3)
...und mutig (oder sehr selbstbewußt ;) ), 5 Minuten Epoxi zu verwenden, ich nehm da was mit 30 - 40 Minuten Topfzeit, beibt im Fall der Fälle etwas Zeit zur Korrektur. In letzter Zeit nehme ich aber immer öfter Fischleim, das ist beinahe "Bioepoxy", stinkt nicht und Überstände können mit feuchtem Tuch entfernt werden.

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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 4 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 09.07.2016, 18:00

Hey capricky,
ich hab da einfach mal spontan dem Zeugs vertraut, vorher hatte ich einen Autoschlüssel von meinem Bruder damit repariert ( Die Coverschalen vom Schlüsselgriff). Die kannst du nur noch mit `nem Hammer trennen...;-)
Topfzeit übrigens 15 Minuten, ist okay fürs nachjustieren.

Gruß,
Frank

Nachtrag:
meintest du Hasen- oder Knochenleim?
Fischleim verwenden wir Stuckateure zum verzögern des Abbindeprozesses von Gips, der stinkt wie ein Karpfen, der 15 Tage in der Sonne lag...
Knochenleim zum Verzögern von Gips bei der Herstellung von Stuckmarmor.
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 5 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 10.07.2016, 08:09

Nachtrag zwei: du hast Recht! Topfzeit 5 Min., hab nur auf die 20 Min. geschielt und losgelegt...Glück gehabt!
Na, dann kann ich nur Perfekte Vorbereitung empfehlen und dann den einen Versuch zu wagen ;-)...etwas länger als fünf Min. bleibt es schon noch recht dünnflüssig, nach 10-15 Min. geht dann richtig die Post ab!

Gruß,
Frank
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 6 von 23 Beitragvon Titan-Jan » 27.07.2016, 15:06

Cool! Hast du wegen der Modifikation der Bridge noch mehr Fotos? Das würde mich noch näher interessieren...!!
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 7 von 23 Beitragvon capricky » 27.07.2016, 16:33

fraenkenstein hat geschrieben:
....meintest du Hasen- oder Knochenleim?
Fischleim verwenden wir Stuckateure zum verzögern des Abbindeprozesses von Gips, der stinkt wie ein Karpfen, der 15 Tage in der Sonne lag...
Knochenleim zum Verzögern von Gips bei der Herstellung von Stuckmarmor.


Jetzt erst gesehen... ich nehme kanadischen Fischleim, der riecht nach frischer Forelle! ;)
Im ernst, der ist geruchlich unauffällig, allerdings auch auf Epoxpreisniveau. Damit arbeitete ich entpannter als mit Weißleim. Bei schwierigen Fällen nehme ich aber nach wie vor auch Epoxidharz.

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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 8 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 27.07.2016, 20:05

@ Jan,

die einzelnen Schritte vom Umbau habe ich nicht Fotografiert...Hab dafür mal ne Skizze gezeichnet.


Edit: bei z.B. Bronzesaiten muss man diese bis zum einfädeln in die Mechaniken halt etwas auf Zug halten.

Gruß,
Frank
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 9 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 27.07.2016, 20:16

@ capricky,

na toll, hätte ich von dir die Info zum "Import-Fischleim", der nicht erbärmlich stinkt ( (puke) ), doch nur vor dreißig Jahren bekommen............... :shock:

geruchsfreie Grüße,
Frank
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 10 von 23 Beitragvon capricky » 27.07.2016, 20:38

Das Subjekt der Diskussion - "Forellenleim" 8) , Quelle - eBay



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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 11 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 27.07.2016, 20:42

Cool, und Danke!

Plötzlich wird mir auch der Unterschied klar: der Kanadische Fischleim wird nach einem Rezept von 1870 hergestellt...
Der deutsche ist! von 1870....;-)
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 12 von 23 Beitragvon Titan-Jan » 28.07.2016, 11:26

fraenkenstein hat geschrieben:@ Jan,

die einzelnen Schritte vom Umbau habe ich nicht Fotografiert...Hab dafür mal ne Skizze gezeichnet.
DSC_0460.JPG


Edit: bei z.B. Bronzesaiten muss man diese bis zum einfädeln in die Mechaniken halt etwas auf Zug halten.

Gruß,
Frank


Danke!!! (clap3)

Ich HASSE diese bescheuerten Bridge Pins. Wer auch immer sich dieses System ausgedacht gehört verprügelt... :evil: :badgrin:
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 13 von 23 Beitragvon capricky » 28.07.2016, 12:15

Titan-Jan hat geschrieben:

Ich HASSE diese bescheuerten Bridge Pins. Wer auch immer sich dieses System ausgedacht gehört verprügelt... :evil: :badgrin:

Das hat eben eine lange Tradition, früher wurde nicht geschraubt, weil Schrauben teuer waren, sondern es wurde geklemmt, verzapft, vergeschwalbenschwanzt, verdübelt usw.
Und wie würde es denn klingen, wenn es statt "o'zapft is!" , "es ist angeschraubt!" hieße! ;)

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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 14 von 23 Beitragvon Titan-Jan » 28.07.2016, 12:58

Okay, klar, dann macht es natürlich Sinn... :roll: ;)
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 15 von 23 Beitragvon penfield » 28.07.2016, 13:01

Sauber!
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 16 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 28.07.2016, 13:50

"Schuld" am modi vom Steg war `ne 12-String Akustik bei der ich mal die Saiten gewechselt habe, das nachrutschen mancher Pins hat mich echt irre gemacht...
@ capricky: beim "o`zapfen" von Bierfässern schwöre ich jedoch weiterhin auf die nicht modifizierte Variante, egal wie viele Fässer es sind...
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 17 von 23 Beitragvon Titan-Jan » 28.07.2016, 14:31

Bei einer zwölfsaitigen wird's dann aber schnell eng mit den Schlitzen auf dem Blech oder nicht?
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 18 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 28.07.2016, 14:34

Da hast du Recht, in diesem Fall würde ich die Aluplatte abgestuft anordnen, eigentlich ähnlich wie die Anordnung bei der herkömmlichen 12 Pin-Variante.
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 19 von 23 Beitragvon Paula82 » 22.08.2016, 21:30

Nabend mal

exakt den gleichen Bruch hatte ich vor ewigen Jahren an einer Hopf Saturn 63. Beim wieder andrücken hatte das noch prima gepaßt weil nix weggesplittert war. War aber nicht ganz ab, nur abgeklappt eben. Da war auch die Frage welcher Leim. Also hatte ich Experimente gemacht. Ponal Holzleim pur auf zwei (glatte) Holzstücke, Schraubzwinge dran und paar Tage liegen lassen. Beim Trennversuch mit dem Stechbeitel konnte ich die zwei Klötze wieder an gleicher Stelle trennen mit paar Schlägen. Die Lösung war dann der Mix 1Teil Ponal - 1 Teil Pattex, der stinknormale Pattex aus der Tube, der gelbliche. Gut vermischt, beidseitig auf die Klötze aufgetragen, Mischung patexmäßig etwas antrocknen lassen und dann wieder Schraubzwinge. Das hab ich dann eine Woche im Zimmer liegen lassen. Ich konnte die Verbindung mit dem Beitel nichtmehr trennen - bombenfest. Mit dieser Mischung habe ich dann die Kopfplatte wieder angeklebt und alles war gut. Ich vermute mit dem Hals hätte man Eishockey spielen können. Vermutlich spielt der Nachbesitzer das Teil immer noch :wink:

Gruß - Rainer
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 20 von 23 Beitragvon DoubleC » 23.08.2016, 10:18

capricky hat geschrieben:Das Subjekt der Diskussion - "Forellenleim" 8) , Quelle - eBay

Fischleim.JPG


capricky



Der Forellenleim (Bärks, gibt es für mich Kind nicht Fischstäbchenleim......) ist lt. Flasche für hochfeste und elastische Verleimungen.......... (think) (think) ja was denn nun?

Ich dachte verstanden zu haben, dass der Leim im Instrumentenbau möglichst hart und unelastisch aushärten sollte, weshalb Titebond (Fest' Bindung), Knochenleim und Andere die Kleber der Wahl sind........Ponal und andere Weissleime wegen ihrer Elastizität verpönt/nicht zweckmässig........... :?: :?: :?:

Sorry für das Hijacken............

@Fraenkenstein: Klasse Detaillösungen! Willst DU Dich nicht lieber "Victor Duesentrieb" nennen?????


Gruss


DoubleC
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 21 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 23.08.2016, 10:49

Hallo,
@ Paula82: deinen Mix Ponal/Pattex kannte ich noch nicht! Gute Idee! Mein Vater hat in den siebzigern/achtzigern so gut wie alles mit Pattex verklebt, ich mochte den Geruch... bin aber zum Glück nicht abhängig geworden... ;-)

@ DoubleC: das gehört ja zum Thema dazu! Soviel ich weiß gilt für den Halsbereich: möglichst starre Leime...
Der Name passt schon, für meine Projekte verwende ich möglichst viel Material welches sich so ansammelt...

Gruß, Frank
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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Bridgemodi plus Pickupeinb

Beitrag 22 von 23 Beitragvon capricky » 23.08.2016, 11:48

DoubleC hat geschrieben:
Der Forellenleim (Bärks, gibt es für mich Kind nicht Fischstäbchenleim......) ist lt. Flasche für hochfeste und elastische Verleimungen.......... (think) (think) ja was denn nun?

Ich dachte verstanden zu haben, dass der Leim im Instrumentenbau möglichst hart und unelastisch aushärten sollte, weshalb Titebond (Fest' Bindung), Knochenleim und Andere die Kleber der Wahl sind........Ponal und andere Weissleime wegen ihrer Elastizität verpönt/nicht zweckmässig........... :?: :?: :?:

Reiner Knochenleim härtet wirklich glashart aus. Das ist aber ein Heißkleber, den Du möglichst auf vorgewärmte Teile aufbringen solltest, der zieht sehr schnell an, was Korrekturen unmöglich macht. Eine Hals - Korpusverbindung bei Akustiks und gibsonartigen Gitarren bekommt man noch hin, bereits einen Steg aufzuleimen, wird schon problematisch, so schnell bekommt man da gar nicht die Zwingen ran. Eine Gitarrendecke mit Reifchen aufzuleimen ist eigentlich unmöglich. Deshalb werden die Knochenleime modifiziert, mit Glyzerin bspw., aber dann kann man auch gleich Titebond, Ponal Extra oder eben Fischleim nehmen. Diese Leime kann man bequem verdünnen und mit Spritzen in Risse und Brüche einbringen... das geht mit "glashartem" Knochenleim nicht, deshalb ist er für mich bei Instrumenten kein "Reparaturleim".

Bildbeispiel - mit Knochenleim angeleimte Konzertgitarrendecke:
Jedes Klötzchen ist einzeln an Decke und Zarge gesetzt, der Boden dann wieder wie üblich mit Reifchen und einem langsam trocknendem Leim, welcher auch immer.





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Re: Kopfplatten-Bruch Cort NTL 50,Steg-modi plus Pickupeinba

Beitrag 23 von 23 Beitragvon fraenkenstein » 31.12.2016, 19:12

Guten Abend,

hier noch zum Ende 2016 drei mikrofonierte Aufnahmen dieser Gitarre, zwei über den Marshall JCM 900 und eine akustische...
Marschall clean
Marshall verzerrt
Stereo-Mikrofone...

Guten Rutsch ins neue Jahr!
Gruß, Frank




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