"Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

Alles um einen alten Schatz aufzufrischen ... auch am Finish
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DoubleC
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"Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#1

Beitrag von DoubleC » 11.10.2014, 15:05

capricky hat geschrieben:Ich würde zu keiner der vorgeschlagenen Varianten tendieren. Vor geraumer Zeit hatte ich zwei zwölfsaitige in Behandlung, die am Steg die typische Welle "geschlagen" haben. Die habe ich dann mit einer eigenen Version dieses Teils behandelt:

Bild


capricky

Mit was für Teilen hast Du denn diesen JLD Bridge-Doctor gebaut? Was ich mir etwas tricky (Captricky?) vorstelle, ist dieses PVC/Teflon/PVDF/Plaste Steckgewinde, um die DIstanzstange zum Endblock zu verstellen..........

Ich habe das "Bauchproblem" ganz arg bei einer ollen Yamaha SR500............öch, FG345 (von 1978 oder so), einer Laminatgitarre (meiner ersten, aber für so'n paar böllerige Akkorde sumsen echt buper)..............und dann fängt meine Takamine von 1994 an, Wellen zu schlagen :cry: :cry: :cry: das Lineal kommt schon über 1mm unter der Stegoberkante an :cry: :cry: :cry:

Die Takamine hat einen Non-Pin bridge.......da muss man dann wohl die Bohrung durch den Steg sehr gut placiren.......

Ja, vielen Dank im voraus........


DoubleC


vielleicht kann man das hier abtrennen und als neuen Thread mit dem Titel "Bulging Bellies" zu Reparaturen/Restaurationen/Akustik verschieben.............("Bulging Bellies" sind ja auch bei Männern ab einem gewissen Alter ein Problem........wenn die "Six-Pack" genannte Bauchdeckenbeleistung dem Druck/Zug der flott gezupften Därme (Saiten) nachgibt ..........)

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capricky
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Re: "Bulging Bellies"

#2

Beitrag von capricky » 11.10.2014, 16:58

DoubleC hat geschrieben:

Mit was für Teilen hast Du denn diesen JLD Bridge-Doctor gebaut? Was ich mir etwas tricky (Captricky?) vorstelle, ist dieses PVC/Teflon/PVDF/Plaste Steckgewinde, um die DIstanzstange zum Endblock zu verstellen..........
Det is pupeleicht! Eigentlich genau wie auf folgendem Bild aus einer Ukulele, nur eben mit breiterem Block:

http://www.ukuleles.com/BuildingHowTo/ukuleleBD.html

Bild

Schraube, Rampamuffe, Holzstab ...allet aussem Baumarcht 8)

captricky

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#3

Beitrag von elektrojohn » 11.10.2014, 17:27

Ich finde das Thema ziemlich spannend. Dachte ich doch bisher, dass die Schwingung der Saite eine Drehschwingung längs der Brücke (quer zu den Saiten) erzeugt. Diese Drehschwingung müsste ja durch diese Konstruktion bzw. Aussteifung ziemlich behindert werden (think) . Wie macht sich das denn auf den Klang der so behandelten Gitarre bemerkbar?

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#4

Beitrag von capricky » 11.10.2014, 18:07

elektrojohn hat geschrieben: Wie macht sich das denn auf den Klang der so behandelten Gitarre bemerkbar?
Ich finde gar nicht! Nun kann man auch kein Echtzeitvergleich machen, aber mir fehlt kein Ton oder eine Frequenz. Ich hatte da vorher auch Veränderungen erwartet, aber ...nichts. (think)

capricky

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#5

Beitrag von elektrojohn » 11.10.2014, 18:35

Das hätte ich nicht erwartet. Aber da sieht man mal wieder, dass wohl niemand so ganz genau weiß, wie so eine akustische Gitarre eigentlich wirklich "funktioniert"... Aber das ist ja auch das schöne, es bleibt immer ein bisschen Magie im Spiel,, es können heilige Grale gefunden werden usw.

Während die Klangphilosophen über den Einfluss des Holzschlagens bei Vollmond diskutieren, rückt die Mechanikerfraktion akustischen Instrumenten mit Maschinenschrauben, Rampamuffen und Holzklötzen zu Leibe. Da hängt plötzlich ordentlich zusätzlich Gewicht an der Decke, die ganze Konstruktion wird deutlich steifer - und keiner merkts... :) Das gefällt mir so am Gitarrebauen, es gibt so viele Wege, um zum Ziel zu kommen und letztendlich zählt nur das Ergebnis. Wenn's dem Gitarristen gefällt, ist's gut!

Grüße
C.

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#6

Beitrag von liz » 11.10.2014, 19:14

elektrojohn hat geschrieben: Während die Klangphilosophen über den Einfluss des Holzschlagens bei Vollmond diskutieren, rückt die Mechanikerfraktion akustischen Instrumenten mit Maschinenschrauben, Rampamuffen und Holzklötzen zu Leibe. Da hängt plötzlich ordentlich zusätzlich Gewicht an der Decke, die ganze Konstruktion wird deutlich steifer - und keiner merkts... :) Das gefällt mir so am Gitarrebauen, es gibt so viele Wege, um zum Ziel zu kommen und letztendlich zählt nur das Ergebnis. Wenn's dem Gitarristen gefällt, ist's gut!
Wie ich es verstanden hatte, wird der Klotz und die Einstellschraube nach der "OP" wieder entfernt? Oder habe ich da was falsch?
lg

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#7

Beitrag von irgendwer » 11.10.2014, 19:20

liz hat geschrieben: Wie ich es verstanden hatte, wird der Klotz und die Einstellschraube nach der "OP" wieder entfernt? Oder habe ich da was falsch?
lg
Für mich hört sich das nach dauerhafter "Prothese" an.
Irgendwer wird irgendwann irgendwo die Weltherrschaft an sich reissen. Irgendwie klappt das schon. Irgendwelche Leute gibt's irgendwie überall. Irgendeine Idee hat irgendwer schon.

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#8

Beitrag von capricky » 11.10.2014, 19:23

Ja, der Klotz bleibt. Ich habe "meinen" mit Epoxidharz unter der Brücke "angetackert" - hält seit 5 Jahren oder länger!

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#9

Beitrag von DoubleC » 11.10.2014, 19:39

Ja, der JLD Bridgedoctor (Dottore di Ponte) bleibt fest 'drin, sonst flatscht der Bauchlappen wieder über den Hosenbund (sinnbildlich gesprochen). Es ist also mehr so etwas wie ein dauerhaftes Korsett à la Batman mit eingebautem Sixpack.

Die Firma Breedlove baut die Stegärzte serienmäßig in ihre Produkte ein.

Wenn die fette Wampe erst mal da ist, dann bleibt ja eigentlich nur der Neck-Reset als saubere Lösung, da abgehobelte Stege (shaved Bridges) mit tiefergelegter Stegeinlage dem Klang auch nicht unbedingt zuträglich sind (dumpf.........BAH!)

Von daher kann das Korsett erstmal nicht schaden..........bis auf das Loch im Steg


Grusz


2C

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#10

Beitrag von frizzle » 11.10.2014, 19:51

Habe immer überlegt, wie die Kräfte hier wohl wirken, und warum das Ding funktioniert. Sollte wie auf der Zeichnung gehen
Das sollte auch dann noch gehen, wenn die Wölbung bei fehlender Saitenspannung zurück geht. ... ich geh dann mal :D
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VG
frizzle

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#11

Beitrag von capricky » 11.10.2014, 20:40

DoubleC hat geschrieben:
Von daher kann das Korsett erstmal nicht schaden..........bis auf das Loch im Steg
Du kannst doch leimen!

capricky

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#12

Beitrag von DoubleC » 12.10.2014, 13:43

capricky hat geschrieben:
DoubleC hat geschrieben:
Von daher kann das Korsett erstmal nicht schaden..........bis auf das Loch im Steg
Du kannst doch leimen!

capricky
Leimen oder Epoxydieren?

Und überhaupt: Irgendwie ist mir das irreversible bei den jungen Leimenern unsympathisch.........


Gruß


2C

Edith: Für interessierte hier das Patent von JLD (Den Stegärzten):

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#13

Beitrag von capricky » 12.10.2014, 14:39

DoubleC hat geschrieben:
Und überhaupt: Irgendwie ist mir das irreversible bei den jungen Leimenern unsympathisch.........
Aber Leimener sind leicht zu leimen, durch "Leimraub" bspw.! :badgrin: :oops:

Ähhh ...ja,... nee, also ich meinte epoxidieren. Aber wenn dit und schrauben ooch doof is, dann müssen wir eine neue Befestigungsmethode erfinden.
Wir wär es mit einer leicht reversiblen Knochenleim Verbindung? In die Leimfläche des Klotzes würde ich ein paar Windungen Widerstandsdraht einlassen und seitlich eine kleine Buchse, da kann man zum Lösen eine Heizspannung anlegen, wenn der Klotz wieder ab soll, warum auch immer... (think)

capricky

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#14

Beitrag von taxman » 12.10.2014, 18:55

Nur so eine These von mir, ich habe dazu keine Praxistests, oder Beweise:

Ich schätze, daß der Klang der Gitarre sich bei einer sehr sensiblen Deckenkonstruktion, also sehr leicht anregbar schon hörbar verändern würde, nicht nur das Gewicht, auch die zusätzliche Spannung und der Energietransfer Richtung Endklotz/Zargen müßten da spürbar sein.

Man müßte vor so einer Reparatur mal eine gute Aufnahme machen, später, nach der Reparatur dann mit exakt gleichem Setup erneut und vergleichen. Evtl. hat sich durch die Verformung der Decke der Klang über die Zeit auch schon verändert, was man so gar nicht mitbekommt, wenn man sie regelmäßig spielt.

Ich hätte jedenfalls etwas Sorge vor so einer Reparatur, zumindest bei einer hochwertigen Konstruktion, wobei da soeine Extremverformung wohl nicht so arg ausfallen wird, wenn man die Gitarre nicht durch alle Klimazonen der Erde schleift ;)

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#15

Beitrag von DoubleC » 13.10.2014, 18:29

capricky hat geschrieben:
DoubleC hat geschrieben:
Und überhaupt: Irgendwie ist mir das irreversible bei den jungen Leimenern unsympathisch.........
Aber Leimener sind leicht zu leimen, durch "Leimraub" bspw.! :badgrin: :oops:

.................................................
capricky
Ich sehe schon, wir verstehen uns................

Die Konstruktion mag den Klang einer, wie auch immer gearteten, Gitarrenkonstruktion sichelich zu ändern. Das Abschleifen des Steges bzw. Tieferlegen der Stegeinlage als 1.Hilfe-Aktion bei Saitenzugbelasteten Gitarrendecken AUCH! (Druck auf Decke anders etc.).

Zum trainieren der ganzen Angelegenheit geht es mir um ein recht preisgünstiges Sperrholzkonstrukt von Yamaha (FG345), welches am 21.9.1978 für DM 420,-- (naja, war doch recht viel Geld....'ne B-Stock 7ender STrat gabs schon um 800,--) käuflich erworben wurde und mir den Weg in die Unsterblichkeit sichern sollte........Naja, älter als John Lennon oder Jimi H. bin ich bereits geworden...........egal. War meine erste und für Slide ist sie prima........AAAaber:
Oi!
Oi!
Der höchste Punkt der Decke liegt mindestens 5cm hinter der Stegbrücke, der tiefste Punkt (der ja wohl am Hals-Korpusübergang verortet sein sollte) auf Höhe des Schallloches. Die Torsionsspannung über die Jahre wr wohl immens (ich musste mir damals noch .013er oder sogar .014er Saiten kaufen..............und das bei dem fetten Hals!!!)
Die Saitenlage am 12. Bund ist bei mindestens 4mm (tiefes E), das Lineal kommt mindestens 2mm unter der Stegkante an (der wurde in den frühen 80igern mal abgeschliffen und die Stegeinlage versetzt → aber sowas von daneben!).

Maßnahmen:
1.) Neue Brücke schnitzen aus Ebenholz
2.) Neck-Reset (die Expressomaschine werde ich aus der Bucht fischen)
3.) Stegarzt einbauen, um das Ganze weitere 36(!) Jahre zu erhalten..........

Bei einem höherpreisigen Gerät (Takamine PSF94) von 1994 hebt sich der Steg auch langsam (s.0.). Nur ist es hier so, dass die Saitenlage im Bereich von "normal hoch" liegt (3mm 12. Bund) und ein Lineal einen knappen Millimeter unterhalb der Stegunterkante ankommt. Die zu erwartende weitere Entwicklung unter Saitenzug (IMMER 0.12er) möchte ich durch EInsatz des Stegarztes aufhalten/attenuieren/verlangsamen, da ich es als problematisch er8e, eine Durchsteckbrücke (ohne Pins) niedriger zu schleifen.

Diese ganzen Märchen und Latrinenparolen zur Soundveränderung sind ja gut&schön, aber was mache ich mit einem kaputtgeliebten Instrument wenn es irgendwann nur noch schwer bespielbar ist, keine saubere Intonation zulässt und komplett umgebaut werden müsste? Neck-Reset ist eine schwere OP, und die macht man bei "älteren Herrschaften" nur ungerne (Narkosunfälle etc.)

Ach ja, es gibt noch prima Imitationen des Stegarztes:
Yep

Gruss


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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#16

Beitrag von taxman » 14.10.2014, 01:41

Diese ganzen Märchen und Latrinenparolen zur Soundveränderung sind ja gut&schön, aber was mache ich mit einem kaputtgeliebten Instrument wenn es irgendwann nur noch schwer bespielbar ist, keine saubere Intonation zulässt und komplett umgebaut werden müsste?
Hmm, als Märchen würde ich das nicht bezeichnen, ich bin wie gesagt auch kein Profigitarrenbauer, eher weit davon entfernt ;)
Wenn man sich aber mit der Funktionsweise einer Akustikgitarre beschäftigt, bzw. versucht deren klangbildende Faktoren zu ergründen, dann läßt diese Art der Deckenverformung und besprochenen Problembehebung den Schluß einer Klangveränderung zu, genau wie die Veränderung der Brückenmasse durch abhobeln/schleifen ect..

Ich würde bei einer solchen Problematik sicher auch nach so einer Lösung greifen, wenn das Instrument unspielbar wird, warum auch nicht.
Was Du über die Saitenstärken schreibst, wäre jedenfalls die mögliche Ursache für die Deckenverformung.

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Re: "Bulging Bellies" oder Kampf dem Deckenbauch

#17

Beitrag von capricky » 14.10.2014, 09:55

taxman hat geschrieben:
Hmm, als Märchen würde ich das nicht bezeichnen, ich bin wie gesagt auch kein Profigitarrenbauer, eher weit davon entfernt ;)
Wenn man sich aber mit der Funktionsweise einer Akustikgitarre beschäftigt, bzw. versucht deren klangbildende Faktoren zu ergründen, dann läßt diese Art der Deckenverformung und besprochenen Problembehebung den Schluß einer Klangveränderung zu, genau wie die Veränderung der Brückenmasse durch abhobeln/schleifen ect..
.
Ich habe es ja weiter oben schon geschrieben, solange man es nicht weiß, muss man das glauben. Ich hatte auch die Erwartung einer deutlich wahrnehmbaren Verändrung im Klang, aber nee, nichts.
Man kann ja auch ein Experiment machen. Einfach auf oder bequemer unterhalb des Steges (oben auf der Decke!) einen entsprechenden Holzklotz provisorisch mit doppelseitigem Klebeband setzen und mal hören, ob da was dramatisches passiert.
Die Brückendoktorleute schreiben ja sogar was von Soundverbesserung... na ja, vielleicht wird der Sound ein kleinwenig anders, aber in keinem Fall schlechter. Vielleicht ist die Holzblockmethode ja sogar was gegen decken-saitengschwingungsgenerierte deadspots, ich habe das noch nicht probiert, die Gelegenheit wird sich aber sicher bald mal bieten.

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