Sorgenkind

Alles um einen alten Schatz aufzufrischen ... auch am Finish

Re: Sorgenkind

Beitrag 76 von 145 Beitragvon DoubleC » 28.11.2016, 20:07

Schalü schuschammen


Ich würde mal sagen, dass 25% Essigsäure etwas zu viel ist. Das schädigt Haut schon erheblich. Haushaltsessig hat eine Konzentration von max. 5%!!!!

Hier gibt es dieses Gelee (DeGlueGoo)....auch bei STewMac zu haben.......

UND unser Diskussionsthread hier im Forum

Der Vorteil mit dem Gelee ist, dass es relativ lange einwirken kann, ohne zu tief ins Holz zu ziehen. Bei 35% Essigsäure (Eisessig....höher konzentriert geht nicht (think) ) hätte ich Sorge, dass ich den Essig langfristig nicht aus dem Holz bekomme oder auch in der Holzstruktur saures verrichte.........Karies am Bassbalken........

Gruss

OT2C ( (think) könnte glatt als Blechdose in Kräg där Stärne mätmachen)
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Re: Sorgenkind

Beitrag 77 von 145 Beitragvon DoppelM » 28.11.2016, 20:27

Bei 25% sollte man ggf auch mit Metallteilen acht geben. Mit Eisen ergibt das Eisenacetatbeize (Quasi Gallustinte) mit der man Holz wunderbar altern kann :)
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Re: Sorgenkind

Beitrag 78 von 145 Beitragvon bea » 28.11.2016, 21:02

DoubleC hat geschrieben:ziehen. Bei 35% Essigsäure (Eisessig....höher konzentriert geht nicht (think) ) ]

Ich besaß mal über 90%ige Säure.

Stopbad beim Fotopantschen... (beim Verdünnen hat man freiwillig ausgeatmet, und auch das ganz vorsichtig...)
LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 79 von 145 Beitragvon bea » 28.11.2016, 21:05

DoubleC hat geschrieben:Ich würde mal sagen, dass 25% Essigsäure etwas zu viel ist. Das schädigt Haut schon erheblich.


Deshalb ja auch meine Warnung. Das wird wohl ausheilen, aber es geht tief und braucht daher seine Zeit.

Was das Eisen anlangt: Der Kontakt ist natürlich unvermeidlich
LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 80 von 145 Beitragvon bea » 29.11.2016, 03:51

Im Laufe der Nacht ging es mir gesundheitlich endlich wieder so weit, dass ich daran denken konnte, ein paar Kleinigkeiten an der Gitarre zu machen. Es geht jetzt erstmal an die vielen Stellen, an denen das Furnier ausgerissen ist. Die werden nach und nach zusammengeleimt.
Vermutlich werde ich nicht bis ins allerletzte Detal gehen, sondern nur die groben Fehlstellen füllen. Wichtig ist mir vor allem, dass die Decke im Endeffekt einen einigermaßen gleichmäßigen resonanten Klopfton hat. Dabei ist mir an einer der PU-Öffnungen eine Stelle aufgefallen, an der die Decke dumpf klang. Sehen konnte man zunächst nichts. Aber das Stecheisen förderte ein paar dunkle Brösel heraus. Nähere Inspektion zeigte dann einen großen Ast in der Mittellage. Den werde ich natürlich mit füllen.
LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 81 von 145 Beitragvon bea » 30.11.2016, 18:48

Die erste Füllung habe ich jetzt eingepasst - mehr als ein ungefähr ist es leider nicht geworden - und schwarz gebeizt.

Ich denke daran, sie zu lackieren und einzuleimen, dann von innen die Fläche zu egalisieren, damit später die Balken eingebaut werden können.

Was meint Ihr? Ist die Kombination ok so?
Die Kappe matt oder glänzend? Aus dem Bauch heraus würde ich matt vorschlagen.



Die Perloidplatte. Mhmm. Da gehört ja eigentlich ein Binding hin. Weiß? Weiß/Schwarz? Schwarz-weiß-schwarz? Vielleicht ein bißchen heavy?
Oder nur schwarz und ganz dünn (0.3 mm)? Könnte ich aus Holz herstellen. Wäre bei der kleineren der beiden Platten vielleicht sogar optisch am besten. Für die gezeigte Platte steht nach wie vor im Raum, ein Schalloch hineinzuschneiden und mit einem Binding abzuschließen. Einem, das die Randeinfassung spiegelt?

Man sieht es jetzt schon: das Instrument wird neu lackiert werden müssen. Weil ich ja grundsätzlich zu den Dings und Dongs stehe und auch die Patina nicht zum Verschwinden bringen möchte, denke ich daran, es nur fein anzuschleifen, eine eher dünne Schicht Klarlack aufzubringen und dann mit Micromesh Glanz zu erzeugen.

Was für ein Lack käme da in Frage?

(Für Spraydosen oder vorhandene kleine Wagner-Pistole - in der warmen Jahreszeit werde ich im Freien oder in meiner alten Schlachterei lackieren können)

Der alte Lack ist nur ganz schwach löslich, auf den ersten Blick denkt man "gar nicht". Das gilt für Nitroverdünner und auch für Alkohole. Was haben die da in den 60ern/70ern verwendet? Was kann ich darauf problemlos anwenden? (Das Thema ist auch interessant, wenn ich irgendwann mal die zweite Isana aufhübschen möchte...)
LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 82 von 145 Beitragvon filzkopf » 30.11.2016, 19:09

Zum Binding: schwarz/weiß/schwarz wäre mein Favorit!

Bei den PUs erinnert mich matt immer n EMGs, ich weiß nicht was ich machen würde..... Bleiben die "Fake-PUs" so erhoben, oder werden die noch bündig zur Decke versenkt?
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Re: Sorgenkind

Beitrag 83 von 145 Beitragvon bea » 30.11.2016, 19:15

Meine Idee ist, sie erhaben zu belassen und nur innen bündig zur Decke einzupassen. Bei der komplizieren Form der decke gerade an dieser Stelle und bei meinem begrenzten Fähigkeiten wird andernfalls immer Mist herauskommen.

Matt lackiert heißt aber eigentlich immer "seidenmatt". Außer, ich poliere es am Schluß mit auf.... vielleicht sollte es am Ende etwa wie Ebenholz aussehen?

Und die Idee generell?
LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 84 von 145 Beitragvon hansg » 30.11.2016, 19:56

Hmm, die Fake Pickups könntest du auch auch aus zwei Stücken Sperrholz herstellen.
Das erste Teil aus einem Stück das genauso dick wie die Decke ist, und das die Öffnung verschließt.
Das zweite Teil dann etwas größer, exakt rechteckig und von oben auf die Decke.
Das würde die Ausfransungen der Öffnung verdecken.
Damit wär das Loch zu, stabil und von oben sauber abgedeckt.
Evtl. würden die äußeren Teile auch in Perloid ganz gut aussehen.



Gruss
Hans
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Re: Sorgenkind

Beitrag 85 von 145 Beitragvon DoppelM » 30.11.2016, 21:28

Ich versteh das mit den Fake-Pickups ehrlich gesagt nicht so ganz. Wieso "Als-ob" aussehen lassen wenn es auch richtig geht? So hoch wie das Griffbrett rauskommt, passen da sicher Top-Mounted PUs hin (DeArmond oder Toaster Style, z.B. von GFS) . evtl sogar Dogears mit dem Riser den sie bei vielen Archtops erhalten. So kannst du das Loch füllen/stabilisieren ohne dass man es hinterher sieht.
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Beitrag 86 von 145 Beitragvon bea » 30.11.2016, 23:28

Dogears hatte ich schon vor Jahren ausgemessen. Zu schmal, und ein Ohr kommt auf die obere Platte. Alles andere ist ebenfalls zu klein für das ja sehr große Loch.

Um weiterzukommen, habe ich die Füllung schon mal eingeleimt und mit Nitro lackiert. Abhobeln und egalisieren kann ich bei Bedarf ja immer noch.
LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 87 von 145 Beitragvon bea » 02.12.2016, 00:05

Ein paar Bilder aus der heutigen Aktion: die Füllung für das Halstonabnehmerloch hatte ich schon vergangene Nacht egalisiert.



Am Stegtonabnehmerloch gab es eine Stelle, an der der Klopfton der Decke dumpf klang. Nach dem Öffnen des Sperrholzes zeigte sich ein Daumennagelgroßer Ast in der mittleren Furnierlage. Diese habe ich vorhin ersetzt, außerdem noch mehrere kleinere Ausrisse.

LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 88 von 145 Beitragvon DoppelM » 02.12.2016, 02:04

Die Halstonabnehmerlochausfüllungselementeinpassungsegalisierung sieht sauber aus. ;)
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Re: Sorgenkind

Beitrag 89 von 145 Beitragvon bea » 02.12.2016, 02:12

THX.

Ziehklinge + Tastsinn. Wenn man keine Lackierung hat, die geschont werden soll, klappt das auch auf der Außenseite. Eine saubere Einpassung innen ist wichtig, weil ja noch die Balken drüber hinweg laufen. Bereits jetzt ist die Decke deutlich steifer - die Schwachstelle hat sich verschoben. Das bedeutet, dass ich mir für das Loch im Oberbug etwas ausdenken muss, das zusätzlich stabilisierend wirkt. Aber es sieht so aus, als ob ist das soweit hinbekommen könnte, daß keine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Balken und dem Oberklotz notwendig werden würde.

Am Stegtonabnehmerloch werde ich wohl etwas mehr stoppeln oder eine breitere Füllung herstellen müssen.
LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 90 von 145 Beitragvon bea » 06.12.2016, 15:33

Weiter mit ein wenig Brainstorming. Ich hatte die Idee, in die Öffnung im Oberbug ein Schalloch einzubauen. Am liebsten auf Basis der alten Ahornplatte, die ich gerne weiterverwenden möchte. Die passt nicht genau. Daher muss das Loch soweit aufgeweitet werden, dass man eine Lage schawarz gebeiztes Furnier einleimen kann. Die Schallöcher sollen dann um die Bohrungen herum eingeschnitten werden. Das Holz will ich im Anschluß schwarz beizen. Hier mal der Entwurf von beiden Seiten. So aus dem Bauch heraus sollte ich das ganze etwas nach rechts drehen, damit es optisch besser mit den beiden Schallöchern harmoniert.





Vielleicht so, jedenfalls fast, da habe ich wohl eine Idee zu weit gedreht.

LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 91 von 145 Beitragvon Izou » 06.12.2016, 16:24

Sag mal Bea, was spricht dagegen, die, sorry für den Ausdruck, hässlichen Öffnungen sauber von innen zu schliessen, zu grundieren und das Ganze dann neu lackieren zu lassen? Es sieht doch wirklich auch nachher nicht wirklich schön aus, mit den beiden riesigen Flicken auf der Gitte.
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Re: Sorgenkind

Beitrag 92 von 145 Beitragvon bea » 06.12.2016, 16:39

Lackieren lassen ist sie ja nicht wert. Wird sie auch nie werden.

Da kommt dann ziemlich rasch der Punkt, an dem man so eine Gitarre komplett neu baut.

Und das habe ich schon längst gemacht. Meine Jazzlady ist ja genau wegen der Probleme mit dieser Gitarre entstanden.

Jetzt geht es tatsächlich um die Herausforderung, aus dem Kernschrott vielleicht doch noch irgendwas zu zaubern.
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Re: Sorgenkind

Beitrag 93 von 145 Beitragvon penfield » 08.12.2016, 11:05

Hast Du schon ausprobiert, die Löcher vielleicht mit Gitterrosetten, wie man sie zB von Lauten kennt, abzudecken.
Das wirkt leichter als "Flicken" und tarnt sie als Schallöcher.
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Re: Sorgenkind

Beitrag 94 von 145 Beitragvon bea » 08.12.2016, 11:13

Ja, habe ich.

Bin auch schon fleißig am Entwerfen, zunächst mal für das obere Loch.
Zumindest dieses soll ja tatsächlich auch als Schalloch dienen; die Gitarre klang ja mit Öffnungen zusätzlich zu den beiden Katzenaugen, also z.B. mit demontierten Tonabnehmern, besser als nur mit den beiden Schallöchern.
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Re: Sorgenkind

Beitrag 95 von 145 Beitragvon bea » 09.12.2016, 02:08

Hier mal ein erster Entwurf, mit Skizze auf Papier und Testversion aus der alten Ahornplatte. Die habe ich grob ausgeschnitten und mal eben schnell gebeizt. Wenn ich sie tatsächlich verwende (und das zu erreichen fände ich schon gut), muss natürlich noch die Form genau angepasst werden.

Die schwarze Fläche zum Hals hin wollte ich eigentlich mit einem Stückchen Perloid belegen. Aber so am Objekt bin ich mir da gar nicht mehr so sicher. Die Schallöffnungen brauchen wohl noch ein weißes Binding?

Jetzt lasse ich das erst mal auf mich wirken.



LG

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Re: Sorgenkind

Beitrag 96 von 145 Beitragvon hatta » 09.12.2016, 10:31

Ich denke wenn du die runde Abdeckung mit einem Weissen Binding veredelst, kommt das gut an der Gitarre 8)
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Re: Sorgenkind

Beitrag 97 von 145 Beitragvon Poldi » 09.12.2016, 11:24

Seh ich auch so wie hatta.
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Re: Sorgenkind

Beitrag 98 von 145 Beitragvon bea » 09.12.2016, 11:35

Ich denke ja auch über ein Binding nach. Aber ich glaube, ich muss aufpassen, dass es nicht zu viel wird. Irgendwo in der anderen Wohnung muss ich noch eine Dose Altweiß haben. Damit könnte ich ja mal probehalber ein Fake-BInding aufmalen.

Momentan sagt mir mein Bauchgefühl: Binding nur an der kreisförmigen der beiden Öffnungen, und auch da vielleicht nur über 2 mm?

Alternativ doch beide Bindings, dann aber auch einer Verzierung aus Perloid auf der schwarzen Fläche, bei der 5 mm Rand frei bleiben müssen?
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Re: Sorgenkind

Beitrag 99 von 145 Beitragvon bea » 13.12.2016, 17:32

So ganz langsam komme ich weiter. Hier mal der zweite Fake-Tonabnehmer in die Decke eingepasst. Das war ziemlich viel Arbeit, weil ich die Ecken füllen musste - sie waren so zerfleddert, dass da nichts mehr zu retten war. Die Beize, die ich schon beim letzten Reperaturversuch angerührt hatte, konnte ich zum Glück wieder reaktivieren.



Die Füllungen für die beiden runden Löcher muss ich allerdings neu anfertigen. Irgendwo hatte ich noch einen Rest Birne. Denn musste ich glätten und in zwei dünne Brettchen aufteilen. Mein dieses jahr neu erworbenens Werkzeug bewährt sich da natürlich sehr....







Und ganz klar: es wäre wohl eher weniger Arbeit gewesen, die Decke zu vermessen und komplett neu zu bauen. Vermutlich hätte sich das sogar positiv auf den Klang ausgewirkt. Aber ich möchte ja das Gesicht und die Geschichte dieser (leider auch von mir) so arg misshandelten Gitarre erhalten.
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Re: Sorgenkind

Beitrag 100 von 145 Beitragvon kehrdesign » 13.12.2016, 19:22

Wie beabsichtigst Du den kreisrunden Einsatz optisch zu gestalten?

(think) Da Du die Fake-PUs ja schon eingesetzt hast, liegt ein komplett neues Finish der Decke wohl außerhalb der in Betracht kommenden Möglichkeiten. Aus meiner Sicht wäre aber das (außer einer komplett neuen Decke, die Du ja ablehnst) die einzige Lösung jenseits von kompromissbehafteter Bastelei. Die einzige Alternative, die mir noch dazu einfällt, wäre ein (mehr oder minder kunstvoll gearbeiteter) Einsatz, der das kreisrunde Loch in der Decke als zielgerichtetes, zusätzliches Schallloch wirken lässt.
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