Fügen von Tophälften

Wie setze ich einen Bausatz zusammen. Was muss ich mit dieser Schraube tun?

Fügen von Tophälften

Beitrag 1 von 19 Beitragvon Oleg » 06.09.2010, 17:33

Hallo !

habe hier mal eine einfache und gute Hilfsmethode zum Fügen
von Topwoods, ohne Leimfuge !

Nach dem besäumen eine Zulage mit Schliefpapier versehen, und
gegen, oder auf einen stabilen rechten Winkel anbringen. In dem Fall
genügte es bei mir, dass Papier mit einem Finger gegen die Zulage zu
halten.
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schleifpapier und anschlag mit rechten winkel
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 2 von 19 Beitragvon khal » 06.09.2010, 18:16

Hi,
Wie hast Du die Spanplatte für den rechten Winkel befestigt?
Und das Schleifpapier: auf der Unterlage festgeklebt?
So what...?....
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 3 von 19 Beitragvon Oleg » 06.09.2010, 19:26

moin !

nein hab ich nicht ! wollte keine weiteren unebenheiten
verurschachen ! es funtioniert so auch echt super, geht
schnell, und ist easy auf & ab zu bauen ... das schleifpapier
lege ich zuerst auf den untergrund, dann setzte ich den
anschlag darauf (hätte ich auch gleich so erklären können .. tztzt).
mit dem anschlag wird das papier gehalten, und zusätzlich
noch mit der linken hand. mit dem daumen der linken hand
führt man die tophälfte gegen den anschlag (hätte ich auch
gleich so erklären können ... tztzt). immer nur in eine richtung
führen ! druck bestenfalls auf die mitte der tophälfte von oben
nur leicht ausüben (hätte ich auch gleich so erklären können ... tztzt)

... bilder sagen mehr als 1000 worte = stimmt also doch nicht !!!
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 4 von 19 Beitragvon 12stringbassman » 06.09.2010, 20:32

Ähm, Oleg, ich will ja keine Spaßbremse sein, aber eine perfekte Fuge wirst Du so nicht wirklich hinbekommen.

1.) Der Anschlag ist zu kippelig. Die Fügefläche wird also in Querrichtung leicht ballig werden
2.) Möglicherweise wird die Fügefläche auch in Längsrichtung leicht ballig werden, da Du das Werkstück beim Anschieben wahrscheinlich leicht verkantest.
3.) Damit die beiden zu fügenden Teile auch nach dem verleimen Plan liegen, solltest Du beide Teile aufeinanderlegen, die zu fügenden Flächen gemeinsam bearbeiten und dann wie ein Buch auseinanderklappen. Dann sollte auch der Winkel passen.
4.) Eine geschliffene Fläche kann nie so genau plan sein wie eine gehobelte.

Ich würde die beiden Teile mit der später mit dem Korpus zu verleimenden Flächen aufeinanderlegen, in eine Stoßlade legen und festspannen und mit einem sauber geschärften und perfekt eingestellen langen Raubankhobel bearbeiten. So kann, mit etwas Übung, eine perfekte Leimfuge geschaffen werden. Mir gelingt sie nicht immer ;)
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 5 von 19 Beitragvon clonewood » 06.09.2010, 20:53

zum Fügen mit Schleifklotz ist es einfacher den Schleifklotz statt dem hier schwereren Werkstück beweglich zu gestalten......man kann sich dazu eine Lade ähnlich einer Hobellade bauen in die das Werkstück eingespannt wird ...... am besten noch mit einem Anschlag für den Schleifklotz der z.B. einen winkligen quadratischen Querschnitt haben könnte (aber die Anschlag-/Führungsflächen nicht mit Schleifpapier bekleben :badgrin: )
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 6 von 19 Beitragvon Oleg » 06.09.2010, 21:40

es geht ihr darum : EINFACH UND EFFEKTIV

diese methode ist es meiner meinung nach, ich wende sie an mit guten ergebnissen !
und es gelingt immer ! es kippelt nichts, es wird auch nichts ballig ! ich bin höchst
erstaunt, wie man das alles behaupten, und so als gegeben hinstellen kann !?
etwas feingefühl bei gewissen arbeitsgängen ist erfahrungsgemäß nicht unnütz !

ein weitaus größer starre fläche zu haben über, und an der man ein werkstück
führt IST genauer als ein werkzeug über eine weitaus gerringer fläche zu führen !

logisches denken + was haben wir in der schule (physik) gelernt = wir verstehen das so als richtig !
evtl. stimmt das aber nicht was ich da sage, bitte um verbesserung sollte dem so sein !
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 7 von 19 Beitragvon elektrojohn » 06.09.2010, 21:49

Oleg hat geschrieben: ich bin höchst erstaunt, wie man das alles behaupten, und so als gegeben hinstellen kann !?
etwas feingefühl bei gewissen arbeitsgängen ist erfahrungsgemäß nicht unnütz !

ein weitaus größer starre fläche zu haben über, und an der man ein werkstück
führt IST genauer als ein werkzeug über eine weitaus gerringer fläche zu führen !

logisches denken + was haben wir in der schule (physik) gelernt = wir verstehen das so als richtig !
evtl. stimmt das aber nicht was ich da sage, bitte um verbesserung sollte dem so sein !


mäßige er sich doch bitte etwas im Ton...

Im übrigen habe ich bereits beides ausprobiert:
- Schleifmethode wurde bei mir ebenfalls ballig
- mit (der sicherlich etwas aufwändigeren) Hobellade habe ich einfach mehr Kontrolle über den Vorgang und damit habe ich bessere Ergebnisse bekommen

Immer locker bleiben

Christian
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 8 von 19 Beitragvon filzkopf » 06.09.2010, 21:55

Ich hab dass bisher immer mit einer Hobelmaschine gemacht; klappt super ;)

hier mal ein Foto vom Gerät; steht in der Werkstatt zur Verfügung!



Wäre die nicht würde ichs wohl so wie der Hiasl machn; allerdings hab ich leider keine Rauhbank und zur Zeit auch kein Geld :?
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 9 von 19 Beitragvon Oleg » 06.09.2010, 22:01

mäßige er sich doch bitte etwas im Ton...


was empfindest du daran an übermäßig ?
ist ganz normal geschrieben, weiter nichst !
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 10 von 19 Beitragvon clonewood » 06.09.2010, 22:09

ein weitaus größer starre fläche zu haben über, und an der man ein werkstück
führt IST genauer als ein werkzeug über eine weitaus gerringer fläche zu führen !


deshalb mit Anschlag



ein "Schleifbrett" wie du es verwendest funktioniert nur solange das zu begradigende Werkstück in der Mitte hohl ist.......wackelt es etwas auf der Mitte, so hat man mit deiner Methode fast gar keine Chance....
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 11 von 19 Beitragvon dhaefi » 06.09.2010, 22:28

Liebe Leute...

Bitte haltet solche Diskusionen auf der sachlichen Ebene, so wie dies z.B. Clonewood tut. Es ist imens wichtig, dass es hier auch Beiträge für einfache Lösungen gibt, so soll es auch sein. Kritik an solchen Lösungen sollte man auch anständig schreiben können

Grundsätzlich möchte ich hier aber betonen: Wir sitzen alle im gleichen Boot und mögen alle Gitarren und/oder Bässe - kein Grund dies hier nicht sachlich auszutragen.

Dies einfach als Standpunkt gedacht, ich verurteile hier niemanden!

in diesem sinne, fröhliches Fügen
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 12 von 19 Beitragvon taxman » 06.09.2010, 23:07

Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, daß das Fügen von solch dicken Hölzern, die auch noch hart und oft schlecht strukturiert sind (schlecht zu bearbeiten, z.B. Riegelahorn) von Hand immer eine Herausforderung ist. Da ist Übung gefragt. Wer einen Abrichter zur Verfügung hat, kann sich glücklich schätzen. Ich mache es zwar lieber mit einem Hobel, das habe ich nunmal so gelernt und die Ergebnisse sprechen für sich, allerdings spricht ja nichts gegen die vorgestellte Methode mit dem Schleifpapier. Am Ende zählt das Ergebnis.
Gerade im Gitarrenbau gibt es doch für ein und das selbe Ziel immer hunderte von Möglichkeiten und natürlich Jigs :lol: , was davon am Besten funktioniert muß jeder selbst beurteilen.
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 13 von 19 Beitragvon clonewood » 06.09.2010, 23:55

was Riegelahorn und Konsorten angeht kann es an einem Abrichter ein böses Erwachen geben.....da wäre Schleifen zumindest die sicherste Methode um Ausrissen vorzubeugen.....aber das ist natürlich eine ganz andere Thematik als die des threads....
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 14 von 19 Beitragvon 12stringbassman » 07.09.2010, 07:51

Oh je, was hab ich da wieder angerichtet!

@Oleg: solltest Du meinen Beitrag so verstanden haben, dass ich Dir schräg von der Seite ans Bein pissen wollte, so bitte ich Dich hiermit um Verzeihung. Meine Hinweise waren als ernste und konstruktive Kritik gedacht.

Ich habe vor Jahren selbst Deine Schleifpapiermethode angewandt und bin dabei über ein sehr mäßiges Ergebnis nicht hinausgekommen. Diese Erfahrung wollte ich hier kundtun.

Ich muss dazu sagen, dass ich auch nur dilettierender Autodidakt bin und kein artverwandtes Handwerk erlernt habe.

Zurück zum Thema:
Die vom Weihnachtsmann skizzierte Methode ist im Prinzip die, die ich anwende, nur halt mit einem auf der Seite liegenden Hobel anstelle des Schleifpapieres. Zwei, drei Striche, fertig: einfach und effektiv ;)
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 15 von 19 Beitragvon Oleg » 07.09.2010, 12:44

12er entschudigung angenommen !

habe heute 7 tops mit der methode einfach und innerhalb von 40 minuten
gefügt ! klar, wenn man nicht aufpasst kann man sich schon schnell ne wippe bauen !
in dem fall habe ich allerdings aufgepasst, alle top´s tip top !
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 16 von 19 Beitragvon clonewood » 08.09.2010, 07:51

welche Körnung verwendest du?
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 17 von 19 Beitragvon Oleg » 08.09.2010, 15:57

60-80 zum anschleifen
120 für den feinschliff

erneut erfolgreich einen 3teiligen bodyback aus mahagoni
mit der methode gefügt, und fugenlos verleimt ! zugegeben
ist es bei 40mm materialkante weniger heikel es nach oleg-
schem prinizp zu bearbeiten als mit nur 20 mm wie besispiels-
weise bei dem riegelahorn (der gerne beim hobeln unschön
gerupft werden "kann").
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 18 von 19 Beitragvon viento » 10.07.2013, 15:32

Das Thema interessiert mich aktuell sehr, da ich die gleichen Überlegungen angestellt habe.
In einigen amerikanischen Foren (z.B.:http://acousticguitarforum.com/) sind die meisten Gitarrenbauer für eine gehobelte Fuge, handgeführt oder auch maschinell. Die Meinungen zu einer geschliffenen sind dagegen in der Minderheit.
Aber trotzdem will hier einen link zum Schleifen (video) nennen,den evtl. einige schon kennen könnten: http://home.comcast.net/%7Ekathymatsushita/movies/easyjointer.mov

Auch ansonsten kann man dort auch noch andere Ideen finden:
http://home.comcast.net/%7Ekathymatsushita/
Freundlicher Gruß!
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Re: Fügen von Tophälften

Beitrag 19 von 19 Beitragvon dreizehnbass » 11.07.2013, 18:57

Also das Schleifpapier macht meistens keine geraden Flächen sondern rundet alles irgendwie ab. Auch wenn das Schleifpapier auf einer geraden Platte festgeklebt ist. Das wurde ja oben schon so beschrieben.

Sehr gute Fugen konnte ich mit einer guten Abrichthobelmaschine erzielen aber auch mit einer 7er Raubank z.B.:
http://www.amazon.de/Lie-Nielsen%C2%AE-Lie-Nielsen%C2%AE-Flachwinkel-Raubank/dp/B0052M4DWC

Die Hobelsohle muss plan sein und die Wangen im rechten Winkel dazu. Leider sind diese Voraussetzungen auch bei mach teurem Hobel nicht gegeben. Daher sollte man mit Haarlineal und Haarwinkel mal das ganze prüfen bevor man es kauft.
Weiters muss das Hobeleisen auch schnurgerade geschliffen sein. Ist es bombiert wird die Fügefläche hohl. Ist es hohl wird die Fügefläche bombiert.

Dass die Klinge Rasierschärfe haben muss, ist auch selbstverständlich. Wenn man das Eisen über den Unterarm gleiten lässt müssen die Haare "wegspringen"

Die Spanabnahme darf bei den letzten Hüben nicht zu groß sein. Der Span sollte ganz dünn sein, hauchdünn.

Du kannst zwei Platten nebeneinander im Schraubstock spannen und hobeln oder mit der Fügelade mit liegendem Hobel.
Bei dicken Platten ist die zweite Variante aber anstrengender.

Bei solchen Fugen sind sogenannte Spitzfugen nicht erlaubt, da diese bei den Enden sehr leicht wieder aufgehen können.
Wenn die Fuge ganz leicht hohl ist und diese beim Zusammenpressen ganz zu geht, so ist diese besser.
Der Leim bringt das Holz ja auch leicht zum Quellen.
Aber am besten ist aber eine schnurgerade Fläche, die im winkel und nicht windschief ist.

Gutes gelingen,

lg
D
http://www.13instruments.com/ Saiteninstrumente in Handarbeit
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