Floyd Rose Problemchen

Einstellung des Instrumentes: Optimaler Saitenabstand, Bundreinheit usw.

Floyd Rose Problemchen

Beitrag 1 von 21 Beitragvon Paula82 » 08.09.2014, 19:54

Hallo liebe Gemeinde,

vor Jahren hatte ich auf meiner Kramer Focus 1000 unterm Floyd Rose Trem eine Platte aufgeklebt als Endanschlag hinten, da ich das System ohnehin nur für, ich nenne es mal down floating benutzen wollte. Das hat alles soweit ja prima funktioniert. Nur wollte ich jetzt das System wieder von diesem Anschlag befreien und ich krieg diese Platte nicht runter. Warum ? Weil ich dummerweise
UHU Plus Endfest Zweikomponetenkleber benutzt hatte. Wir benutzen dieses Zeug in der Firma für hochfeste Klebeverbindungen. Und das Zeug soll sogar wärmefest sein bis 200°....

Hat jemand vielleicht eine Idee wie ich diese Platte runterkriege OHNE den halben Lack abzureißen...?
Ich dachte an leichte Erwärmung um denn Kleber etwas anzuweichen bin mir da aber leider
nicht so ganz sicher ob das die (Los)Lösung des Problems ist.... :?
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 2 von 21 Beitragvon MarcoMUC » 08.09.2014, 20:10

Habe ich zwar noch nicht selber probiert, aber Wärme scheint das Mittel der Wahl zu sein - vorher mit einem Skalpell o.ä. um die Platte herumritzen, dann sollte zumindest der umgebende Lack mechanisch stehen bleiben. Was die Wärme allerdings mit dem Lack anstellt...?).
Auf der sicheren Seite bist Du mit einem Neubau ;)

Good luck!
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 3 von 21 Beitragvon Paula82 » 08.09.2014, 21:21

Naja...eine neue Klampfe zu bauen, da hab ich glaub ich einfach keinen Nerv für :lol:
Ich gebe mich der Hoffnung hin, das der Kleber vielleicht doch schon recht müde ist - zig Jahre ist er ja schon drauf. Damals hatte ich versucht die Platte mit doppelseitigem Klebeband zu befestigen. Das hielt schon eine Weile. Aber da die Gitarre ständig in Aktion war hatte sich die Platte nach und nach verschoben. Daher dann die Idee mit dem Kleber - nach dem Motto "jetzt aber richtig"...Fehler.
Werde das Floyd beim nächsten Saitenwechsel runternehmen und mal vorsichtig mit dem Fön dran gehen. Mir fällt einfach nix besseres ein im Moment. Skalpelle und solche Werkzeuge habe ich. Aber vielleicht fällt hier jemand ja noch was ein.
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 4 von 21 Beitragvon wasduwolle » 08.09.2014, 21:34

Hi,
Das mit dem Fön wird nix, das ist ein Duroplast. Mag sein dass er nur bis 200 Grad dauertemperaturbeständig ist, aber zum kurzfristigen Zersetzen braucht es viel mehr.
Aus was ist denn die Platte? Alu? Kannst du sie abfräsen?
Vielleicht aussenrum den Lack anritzen und abhebeln?
Kan aber ganz schön was kaputt gehen an der Klampfe...
Grüsse
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 5 von 21 Beitragvon Bermann » 08.09.2014, 21:40

Hallo
Mein Tipp:
Den Kleinkram abmontieren, dann in vorhandene Gewinde lange Schrauben als Abstandshalter (Griff) schrauben.
Dann ab in den Backofen (gleichmäßigere Erwärmung) bei 100 - 130 Grad. Die Platte sollte sich relativ leicht mit einem alten Beitel oder Spachtel lösen lassen.
Die Lacke halten solche Temperaturen im allgemeinen aus (Einbrennlackierung beim Auto).
Aber keine Garantie das es funktioniert.

Gruß Hermann

Tante Edit meint:
Sorry ich habe gedacht Du hättest die Platte auf die Grundplatte des Tremolos geklebt, beim Korpus geht das nicht so.

Ich sollte bei meinen Bässen bleiben :)
Gruß Hermann
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 6 von 21 Beitragvon sunrisebrasil » 08.09.2014, 21:41

Was Wasduwolle vorschlägt...Wie wäre es mit ner Mischung aus Beidem?
erst anritzen, dann soweit möglich abfräsen, den Rest vorsichtig mit der Dremel, oder dem Stechbeitel entfernen.
Oder den Rest einfach stehen lassen...?
erwärmen auf 130 Grad....? da Glaube ich nicht dran.

Grüsse
Markus
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 7 von 21 Beitragvon DoubleC » 09.09.2014, 10:11

    1.) Gitarre komplett auseinandernehmen
    2.) Lack um diese Metallplatte mit Skalpell (s. Vorschläge der Kollegen) anritzen
    3.) Mit einem (nicht zu wertvollen) Stechbeitel die (Brems-)Platte von der Vibratofräsung aus vorsichtig lösen.
    4.) Eventuelle Ausrisse/Beschädigungen Spachteln
    5.) Die Unterfräsung farblich lustig lackieren/polieren
    6.) Powerstrat wieder zusammensetzen
    7.) Minipli VoKuHila in Form bringen, Spanndex-Hose in den Schritt ziehen, bis die Wurst UND die Bohnen deutlich zu sehen sind, 3m hohes 19"-BobBradshawRack anschalten und LOSLEGEN!

Täte ich mal so vorschlagen........


Gruß


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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 8 von 21 Beitragvon capricky » 09.09.2014, 10:21

Am besten Du nimmst erstmal ein (lackiertes) Brett, klebst eine ähnliche Blechplatte mit UHU endfest drauf, lässt es aushärten und "übst" dann mit dem Bügeleisen und verschiedenen Temperatureinstellungen, den Kleber "aufzuweichen". Da kannst Du entsprechende Erfahrungen sammeln, ob es überhaupt gehen würde, ohne Kolateralschäden das Blech aus der Gitarre zu entfernen.

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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 9 von 21 Beitragvon Paula82 » 09.09.2014, 19:47

Danke für eure rege Anteilnahme am Kleber-Drama !!!

Also - die Platte ist aus Stahl und brüniert. (Als Metaller macht man das halt "richtig" :lol: )
Abfräsen hatte ich auch schon in Erwägung gezogen- so bis auf 1mm etwa, das man es anbiegen kann. Steht aber zu befürchten das sich das ganze beim fräsen erwärmt, ablöst und mir dann die ganze Platte unter den Fräser haut. Lieber nicht. Nach verschiedenen Ablöse-Tests auf der Arbeit haben wir festgestellt, das dieser UHU Endfest Plus etwa bei 220Grad den Geist aufgibt und man auch flächige Klebungen trennen kann. Das schafft der Lack nie. Also werde ich mal mit dem Beitel probieren.

@DoubleC
S p a n n d e x - H o s e ???? Ich lieg hier gleich vor meiner Klampfe und kringel mich vor lachen - lustiger Beitrag !! :lol:
Aber so ähnlich wird es vermutlich ausgehen....Beitel 8)

@Hermann
Ja . als Metaller macht man auch Fehler. Das ist eine richtig gute Idee von dir. Wenn die Platte denn mal ab ist und ich sollte wieder mal einen Stopper brauchen werde ich ihn mit zwei kleinen Senkschrauben von unten am Floyd fixieren. Während dem Lesen deines Beitrages habe ich mir selbst in den Hintern getreten....

Danke euch allen !!
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 10 von 21 Beitragvon DoubleC » 09.09.2014, 20:41

Wenn DU Metaller bist, sollte es Dir doch kein allzugroßes Problem bereiten, einen Aluklotz in Größe (Grundfläche) der Vibratobremsplatte mit einem Henkel zu versehen, diesn dann auf 300°C oder mehr zu erwärmen und dann auf die Bremsplatte zu drücken..........dann kannst Du mit einem dünnen Spatel in den Spalt unter der Bremsplatte gehen......

Den Lack unter der Bremsplatte wirst Du eh' vergessen können........


Gruß


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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 11 von 21 Beitragvon bigherb » 10.09.2014, 11:30

In meiner Lötkiste liegt ein dicker 100W Lötkolben den ich mir als brauchbar für einen solchen Fall vorstellen könnte. Der heizt recht punktgenau. In der Mitte der Blockierplatte aufgesetzt sollte er vorsichtig die Platte erwärmen. Dann wie oben beschrieben mit einem Beitel hebeln von der Tremblockseite her......diverse Möglichkeiten sind ja viele hier beschrieben. Ausprobieren.
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 12 von 21 Beitragvon capricky » 10.09.2014, 11:58

:shock: Watt n' 100Watt Lötkolben....? Ick sach's nochmah: Bügeleisen! Die Platte steht doch über der Gitarrenoberseite heraus, da passt das. Lack rings um die Blechplattenkante tief einritzen wurde schon mal gesagt. Das dürfte ein unregelmäßiges Anschmoren der restlichen Lackfläche verhindern, vor allem, wenn man noch Wärmeschutzpaste verwendet. Die schützt sogar Lack auf Karosserien beim Schweissen, da sind duch 200 - 250°C ein Klacks. Die restliche Oberfläche mit Alufolie abdecken, das schützt gegen die Strahlungswärme. Das Pickups, Pickguards usw. entfernt werden sollten, sollte selbstverständlich sein.

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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 13 von 21 Beitragvon bigherb » 10.09.2014, 12:49

Wollen wir hoffen, dass Paula82 ein ruhiges Händchen hat....
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 14 von 21 Beitragvon capricky » 10.09.2014, 12:55

bigherb hat geschrieben:Wollen wir hoffen, dass Paula82 ein ruhiges Händchen hat....

Dat ist doch nich so'n Tattergreis wie wir... ich denke die 82 steht für das Geburtsjahr... ich müsste dann hier Tele51 heissen! :badgrin:

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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 15 von 21 Beitragvon Izou » 10.09.2014, 14:59

capricky hat geschrieben: ich müsste dann hier Tele51 heissen! :badgrin:
capricky


Knapp aus dem Teenager-Alter draussen... ;-)

Gruss
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Gruss Marcel

"You Can'T Fix Stupid, not Even with Duct Tape!"

Meine Baustelle...
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 16 von 21 Beitragvon bigherb » 10.09.2014, 16:59

Gottseidank gibts hier noch keine Altershöchstgrenze....;-)
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 17 von 21 Beitragvon Paula82 » 10.09.2014, 18:02

Ne Ne Ne (naughty) - nix Tattergreis. 82 steht für Paulas Baujahr, ihr Helden :lol:

@capricky
Tele51 - du bist also schon 63 ???? :badgrin: Da bin ich ja nochn junger Hecht !! Wollts mir halt verkneifen Paula55 zu schreiben - sieht doch der Blinde mit dem Krückstock daß das keine 55er Paula ist :lol: :lol: :lol:
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 18 von 21 Beitragvon Paula82 » 10.09.2014, 20:49

So - es ist vollbracht. So fest war das Ding garnicht drauf - oder es lag am Alter der Klebung. Habe einfach mal mein gutes altes tschechisches Taschenmesser rausgekramt und ganz vorsichtig drunter gekippelt - ohne Wärmezufuhr. Auf den ersten Blick ist der Lack dran geblieben, bis auf die Stelle wo das Messer drunter war. Dort ist eine kleine Plesur und ein paar Kratzer von damals als ich den rausagequollenen Kleberrest entfernt hatte. Das kann man jedoch locker bereinigen. Jetzt muß ich diese zähe, noch immer klebende Pampe entsorgen. Immerhin - das Biest ist ab und das Floyd steht sogar annähernd parallel zum Body. Hatte die Federn rein nach Bauchgefühl und Widerstand am Hebel eingestellt.
Jetzt muß ich nur noch irgendwie das raschelnde Geräusch der Federn weg bekommen wenn ich das Trem bewege. Das war ehemals nicht zu hören obwohl genau die gleichen Federn wieder drin sind. Keine Ahnung woher das kommt - schätze es kommt von Aufhängung.

Soweit so gut - UFF :lol: 8)


Nachtrag :
Federn waren noch etwas zu fest gespannt. Also Stringlock wieder auf und alles nochmal von vorne - jetzt paßts.
Auch das typische Floyd Rose Ziperlein ist jetzt wieder da - einmal richtig runter den Hebel und wieder zurück - leichte Verstimmung. Kurzer Zug in die entgegengesetzte Richtung - Stimmung wieder ok. Umgekehrt das gleiche Spiel.
Na also 8)
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 19 von 21 Beitragvon Paula82 » 19.09.2014, 18:36

So - das Zeug ging mich Waschbenzin sehr gut ab. Wie zu erwarten war blieben durch diese Aktion Schäden im Lack zurück. Mal sehen ob ich das irgendwie ausbügeln kann. Werde alles mal abbauen bein nächsten Saitenwechsel.
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 20 von 21 Beitragvon Titan-Jan » 05.03.2015, 22:11

Hey zusammen,

ich hänge mich hier einfach mal an... habe diese "Schönheit" gerade zur Einstellung bei mir:


Das Floyd Rose soll geblockt werden. Habe schon ein Holzstück untergelegt und die Federn richtig angeknallt. Außerdem habe ich den Klemmsattel entfernt, damit zum Saitenwechsel zukünftig keine Inbusschlüssel mehr gebraucht werden. Jetzt noch eine Frage direkt zu der Floyd Roseeinheit:


Die untersten Rändelschrauben sind ja die Feinstimmer.
Die obersten Madenschrauben sind ja zur Einstellung der Oktavreinheit.
Die Senkschrauben in der mittleren Reihe klemmen so einen Flügel auf die Saite (verstehe gar nicht, warum das notwendig ist, so direkt nach dem Einhängen am Ballend). Wenn ich die Schrauben weglasse oder locker lasse, klappern diese Flügel (demontieren lassen die sich so einfach nicht). Wenn ich die Schrauben anziehe kann man die Saiten nur mit Inbus-Schlüssel wechseln, was ja irgendwie mal total daneben ist, da auch keine Inbus-Schlüssel rückseitig an der Kopfplatte angebracht sind...

Was tun? Hatte jemand schon einmal das gleiche Problem?
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Re: Floyd Rose Problemchen

Beitrag 21 von 21 Beitragvon capricky » 05.03.2015, 23:11

Titan-Jan hat geschrieben:
Was tun?


Na einen passenden Schlüssel unterbringen!
Am besten in der freigewordenen Vibratohebelbohrung. Guck mal, ob Du eine Rändelmutter oder -schraube findest, in die klebst oder lötest Du einen entsprechend gekürzten/angepassten Inbuschlüssel und steckst das Werkzeug in die Bohrung. Noch irgendwas rein, dass es nicht klappert oder verloren geht - Schaumgummi, Blumensteckmasse oder einen Plastikdübel und gut ist - Werkzeug zum Saitenwechsel immer bei der Hand.

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