Erstlingswerk Ukulele

Sonstige Saiteninstrumente wie Ukulelen, Mandolinen ... auch elektrische

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Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 1 von 13 Beitragvon DavidOb » 01.03.2014, 01:51

Hallo,

Ich möchte mich jetzt auch einmal an den Instrumentenbau heranwagen! Mein erstes Projekt soll eine Concert-Ukulele werden. Momentan bin ich dabei das Material aufzutreiben und die Pläne zu zeichnen.

Der Korpus soll komplett aus Nuss werden, auch die Decke und der Hals. Das Nuss möchte ich mit Walnussschalen beizen damit es eine schöne Farbe bekommt, mit Walnussöl anfeuern und mit Schellack polieren und die Poren füllen. Es soll dann ein Satin-Finish bekommen. (Indem ich den Schellack wieder anschleif und mit Wachs poliere) - Das ist zumindest der derzeitige Plan für die Holzoberfläche. Ob das so auch hinhaut werde ich natürlich sobald ich das Material habe an Probestücken ausprobieren.

Griffbrett, Bridge, Binding und Rosette soll aus Ebenholz werden. Inlays aus goldenem Makassar Perlmutt. Die Mechaniken sollen ebenfalls in Goldoptik sein, die Knöpfe wiederum aus Ebenholz in Form eines Kleeblatt-blättchens.

Erster Entwurf


so far - ich hoffe das ich in den nächsten 1-2 Wochen das Material auftreiben und zum bauen anfangen kann!
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 2 von 13 Beitragvon Meik » 01.03.2014, 15:10

Ui die sieht aber hübsch aus, viel Spaß mit dem Projekt
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 3 von 13 Beitragvon DavidOb » 15.03.2014, 16:41

So, Holz für Korpus und Hals ist bestellt. Das Holz für das Griffbrett hab ich bereits, Palisander-Gitarrengriffbrett. Das ist groß genug dass ich daraus das Griffbrett schneiden kann, den Steg, die Knöpfe für die Mechaniken und sogar das Binding! Solange ich noch auf das Nussholz warte bin ich eben mit dem Kleinkram beschäftigt.

Ich hab mich jetzt dazu entschlossen einen Nullbund zu verbauen. Sattelseitig wollte ich onehin nicht kompensieren, so gesehen hat das eigentlich nur Vorteile.

überarbeiteter Entwurf: neue Stegform, Nullbund, realistische Mechanikgröße


Der Steg aus Palisander. Stegeinlage ist 5mm breit damit ich kompensieren kann.



Mechaniken verwende ich Maholo-Mechaniken, die sind zwar in Form eines Delphins, dass stört mich aber nicht wirklich, die sieht man normalerweise eh nicht. Und es waren einfach die einzigen günstigen in Goldoptik. Bunddraht wird Messing und somit ebenfalls in Goldoptik.



Ich warte auch noch auf die Perlmutt-Bestellung. Sobald die da ist werd ich mir eine Schablone für die Bundschlitze lasern lassen und bei der Gelegenheit auch gleich schauen ob der Laser stark genug ist mir die Perlmutt-Inlays zu schneiden.
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 4 von 13 Beitragvon DavidOb » 28.03.2014, 22:35

Ich hab inzwischen mein holz von holzkarle bekommen, das ging dann ziemlich flott. Er hat mir auch gleich die bretter auf 4-5mm runtergehobelt und mir auch noch ein nussholzgriffbrett so dazu gelegt, für das ich bei der ukulele zwar keine verwendung habe aber dann muss ich nachher halt noch was bauen :lol: an der stelle also ein danke an holzkarle! Auf mein perlmutt von shellex warte ich immer noch, vor einem monat bestellt und noch nichtamal versandt :|

der hals

die bretter für decke, boden & zargen


dann mal decke & boden abgerichtet (mit meinem für den bau erworbenen juma-einhandflachwinkelhobel) und verleimt


den halsfuß angeleimt


dann hab ich schon mal begonnen den hals rauszuarbeiten, wobei ich doch noch deutlich dünner werden möchte im richtung des halsfußes, da ist der hals duch deutlich zu dick - auf der schablone hat das nicht so schlimm ausgeschaut




"so gut wie fertig"
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 5 von 13 Beitragvon Poldi » 29.03.2014, 10:01

Sieht gut aus.
Hast Du Shellex mal angeschrieben, normalerweise sind die recht fix.
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 6 von 13 Beitragvon DavidOb » 12.04.2014, 01:47

Poldi hat geschrieben:Hast Du Shellex mal angeschrieben, normalerweise sind die recht fix.


Hab sie anfang vergangener woche angeschrieben und als antwort bekommen, dass sie mit den aufträgen hinterher hängen und meine bestellung anfang dieser woche rausgehen würde. Bis jetzt ist die Bestellung online aber nach wie vor "in Bearbeitung" :|
prinzipiell brauch ich das MOP jetzt ja eh noch nicht, ich würds aber trotzdem gern schon haben um zu sehen wie es mit den anderen materialien harmoniert.

in den letzten zwei wochen ist kaum was weiter gegangen, war a bisal faul und musste auch für eine prüfung lernen.
das hals shaping ist soweit fertig (die kopfplatte ist nicht wirklich symetrisch, vl. besser ich das noch aus).
Geshapt habe ich mit einem stanley surform, raspel, ziehklinge und schleifpapier.

momentan bin ich dabei bode decke und zargen auf die endgültige stärke zu hobeln, was sich als.. mühsam erweist, es kommt mir so vor als müsste ich das hobeleisen nach jedem abgetragenen milimeter von neuem schärfen.





Ich bin mir auch noch unsicher wie ich die halsverbindung mache - wie im kochbuch beschrieben mit schwalbenschwanz, oder ob ich einfach zwei Schlitze für die Zargen reinsäge. Hat jemand erfahrungen mit letzterer methode? die wäre auf jeden fall weniger arbeit.
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 7 von 13 Beitragvon Belmont » 12.04.2014, 15:35

Hey!

Sieht gut aus bis jetzt! Vor allem der Halsfuß is sehr sauber geworden.

Ob du da noch die "spanische Variante" anwenden kannst weiß ich ehrlich nicht. Meine Bedenken dabei wären dass bei dieser Lösung des Hals-Korpus-Übergangs bei deinem Hals nur noch sehr wenig Leimfläche auf Decke und Boden überbleiben würde was bei einer Gitarre normalerweise stark der Stabilität gegen Saitenzug bzw überhaupt in Längsrichtung nützt.

Ob das bei den kleinen Maßen einer Ukulele noch wichtig ist kann ich nicht beurteilen.

Andererseits find ich eine Schwalbenschwanzverbindung bei einer Uke fast übertrieben.

Ich würd entweder ein Stück an den Hals anleimen das den Oberen Block ersetzt oder so weit oben wie möglich die Einschnitte machen.


Wie hast du es denn geplant bzw wie viel an diesem Hals ist Sicherheitszulage? Durch Einschnitte so weit oben ändert sich natürlich die Stegposition stärker...

LG Armin
...bitte nicht zu ernst nehmen...
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 8 von 13 Beitragvon DavidOb » 12.04.2014, 17:08

hey, erst mal danke für die antwort!

die einschnitte für die Zargen wären noch weiter Richtung Kopf geplant als du sie jetzt eingezeichnet hast. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ich mich wohl wo vertan haben muss - schöner fände ich es schon wenn mehr vom halsfuß zu sehen wäre.

geplante position der einschnitte


damit würden ca. 4 cm Leimfläche verbleiben. Richtung Korpus könnte ich die Einschnitte recht problemlos versetzen, in dem ich den Abstand zwischen Sattel und Nullbund (der Momentan mit 5mm eingeplant ist) vergrößere.

würden 4cm leimfläche ausreichen? Der Saitenzug bei einer ukulele liegt wohl zwischen 10 und 15 kg.
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 9 von 13 Beitragvon liz » 13.04.2014, 09:05

Der Halsfuß sieht doch noch groß genug aus, um einen geraden Zapfen zu schneiden, der verleimt oder verschraubt wird.
Alternativ könntest du auch in Erwägung ziehen, den Hals wie einen Geigenhals einzusetzen. Das ist weniger kompliziert als ein Schwalbenschwanz, sieht gut aus und hält sehr gut, wenn richtig gemacht. Ich hänge ein paar Bilder an, denke sie sind selbsterklärend!
Lg
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 10 von 13 Beitragvon DavidOb » 13.04.2014, 12:39

Die Geigenhals-Lösung schaut sehr interessant aus! Die Flächen werden nur verleimt und das hält dann?
In dem Fall würde ich das Griffbrett auch erst danach aufleimen, sehe ich das richtig?
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 11 von 13 Beitragvon liz » 13.04.2014, 13:16

Ja, nur verleimt. Im Prinzip ist es auch ein Schwalbenschwanz. Die Verbindung sollte aber schon sehr genau ausgeführt werden, so dass eine Presspassung entsteht. Das merkt man daran, dass der Hals sich mit einem deutlich hörbaren Knarzen in die Ausnehmung drücken lässt.
Das Griffbrett wurde in diesem Fall nach dem Halssetzen, aber vor dem Einleimen des Halses aufgeleimt. Natürlich kann man auch den Hals erst einleimen, die Fläche noch einmal abrichten, und dann das Griffbrett aufleimen.
Für die erste Ukulele würde ich dir aber doch einen geraden Zapfen empfehlen, hält auch, und ist viel leichter herzustellen. Falls die Leimfläche unbefriedigend ist, kann man dann noch immer von innen schrauben.
lg
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 12 von 13 Beitragvon DavidOb » 08.05.2014, 16:24

alles klar, dann werde ich einfach einen geraden Zapfen machen

Von Shellex bekomme ich inzwischen nicht einmal mehr eine Antwort, und die Bestellung ist jetzt schon zwei Monate her :x
kennt jemand eine andere Bezugsquelle für goldenes MOP?
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Re: Erstlingswerk Ukulele

Beitrag 13 von 13 Beitragvon DavidOb » 18.05.2014, 23:08

Bilder sagen mehr als Worte. Hier mal ein zwischenstand, als nächstes werde ich mit dem Body beginnen.
Eigentlich geniere ich mich richtig die Bilder zu posten, so unsauber wie das alles gearbeitet ist. Aber was solls, beim ersten mal darf das wahrscheinlich noch so ausschauen :roll:





und noch eins von zwischendurch:
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