Zarge gerissen

Alles zu akustischen Gitarren und Bässen

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Zarge gerissen

Beitrag 1 von 9 Beitragvon Burghard » 07.12.2016, 16:35

Hallo
Beim einpassen in den Halsfuß ist mir die Zarge gerissen . Die verbleiben Höhe ist 90 mm. Die Gitarre ist vo´rn 90 mm
hinten 96 mm hoch incl. Decke und Boden.
Kann man da noch etwas machen oder besser weglegen und neu machen.
Gruß Burghard
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Re: Zarge gerissen

Beitrag 2 von 9 Beitragvon bea » 07.12.2016, 17:10

Man kann das Verleimen und von innen mit Klötzchen verstärken. Wenn man Knochenleim oder Fischleim nimmt, sieht man nachher von außen so gut wie nichts mehr. Kleinere Ausrisse lassen sich mit Leim und Schleifstaub ebenfalls nahezu unsichtbar füllen.

Mit Weißleim ginge das notfalls zwar auch; es ist aber schwieriger, das unsichtbar hinzubekommen.
LG

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Re: Zarge gerissen

Beitrag 3 von 9 Beitragvon maxinferno » 08.12.2016, 01:06

Hallo!
Dünnflüssiger Sekundenkleber geht dafür auch sehr gut. Durch den Kapillareffekt saugt's den förmlich in den Riss. Verstärken kannst du das auch mit einem dünnen Furnierstreifen allerdings mit Faser 90° - geht aber auch ohne. Mit Sekundenkleber sieht man danach auch nichts mehr.
Hier mal zum Bleistift ein Youtube Video dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=HXJPpeD2i_o
Gruß
Max
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Re: Zarge gerissen

Beitrag 4 von 9 Beitragvon bea » 08.12.2016, 01:39

maxinferno hat geschrieben:Verstärken kannst du das auch mit einem dünnen Furnierstreifen allerdings mit Faser 90° -


Faser 90° ist für mich so selbstverständlich, dass ich vergessen habe, das zu erwähnen. Klar, dass man das auch bei Klötzchen beachten muss. Liz und 13 haben das übrigens gerade in Liz' Geigenrestaurationsthread gezeigt.
LG

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Re: Zarge gerissen

Beitrag 5 von 9 Beitragvon Poldi » 08.12.2016, 06:27

Das ist mir auch schon mal passiert. Sekundenkleber hilft hier ungemein.
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Re: Zarge gerissen

Beitrag 6 von 9 Beitragvon Burghard » 08.12.2016, 11:27

Vielen Dank an Alle ,
ich habe es mit Sekundenkleber geklebt und sieht ganz gut aus bis jetzt.

Gruß Burghard
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Re: Zarge gerissen

Beitrag 7 von 9 Beitragvon capricky » 08.12.2016, 11:30

Die Wahrscheinlichkeit der Anwendung ist zwar gering, ich möchte aber trotzdem warnen, den hier erwähnten Knochenleim nehmen zu wollen. Der ist auf Grund des "Warmverarbeitungszwanges" und schnellen gelierens absolut kontraproduktiv bei der Rissverleimung, bzw. ist es ein hoher Aufwand bei der Behandlung der Bruchstelle (Erwärmung) und Modifizierung der Leimes (Verlängerung der offenen Zeit) notwendig
Die Hitliste der zu favorisierenden Kleber führt Fischleim mit Abstand vor Titebond classic und Sekundenkleber an.

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Re: Zarge gerissen

Beitrag 8 von 9 Beitragvon 100WChris » 08.12.2016, 16:25

Servus Leute,
ich häng mich hier mal an, weil ich auch eine gerissene Zarge im Regal liegen hab…
Nur ist die noch nicht gebogen. Hat jemand schon Erfahrungen gemacht, wie der Sekundenkleber auf die Hitze vom Biegeeisen reagiert? Oder gibt es da andere Kleberempfehlungen, zB Epoxy?
Danke für die Hilfe!
Chris
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Re: Zarge gerissen

Beitrag 9 von 9 Beitragvon capricky » 08.12.2016, 16:52

100WChris hat geschrieben:Servus Leute,
ich häng mich hier mal an, weil ich auch eine gerissene Zarge im Regal liegen hab…
Nur ist die noch nicht gebogen. Hat jemand schon Erfahrungen gemacht, wie der Sekundenkleber auf die Hitze vom Biegeeisen reagiert? Oder gibt es da andere Kleberempfehlungen, zB Epoxy?
Danke für die Hilfe!
Chris


Bei Ovation/Applause Gitarren sind die Stege mit Acrylatklebern befestigt. Die löse ich mit einem heißen Metallspachtel. Deshalb denke ich wird eine so geklebte Zarge aufgehen.
Bei Fischleim sagt die Literatur, er wäre bis 260°C stabil. Ich denke aber damit wird die chemische Beständigkeit gemeint sein (was enorm ist), aber klebetechnisch dürfte der dann weich sein (und helle Hölzer dunkelbraun :badgrin: ).... man muss es einfach mal probieren. Also wie immer - Probestück!

capricky
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