Esche für Zarge und Boden

Alles zu akustischen Gitarren und Bässen

Moderator: jhg

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Burghard
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Esche für Zarge und Boden

#1

Beitrag von Burghard » 22.06.2015, 23:21

Hallo ,
ich möchte mich kurz vorstellen bevor ich meine Frage stelle.
Ich bin 62 Jahre , arbeite in Aussendienst als EDVler . Ich spiele gerne Konzertgitarre und habe mir bisher eine Ukulele aus Mahagonie und eine Gitarre gebaut . Das war ein Lacote Nachbau , also mit relativ kleinem Korpus, aus Ahorn, der Boden laminiert.
Ich war ganz erstaunts als das Teil fertig war und beim aufziehen der Saite nicht wie ein Taschemesser zusammenklappte und Musik rauskam. Ich selbst habe mir zum 60sten eine Hanika 52 AF gekauft die ich wirklich gern spiele .
Ich möchte weiter bauen und Erfahrungen sammeln. Es macht einfach Spass.
Nun zur Frage : Wer hat Erfahrungen mit Esche ( Europäische ) Zargen. Wer hat eine Konzert Gitarre mit Esche Korpus schon mal gehört ? Ist es ratsam damit Konzertgitarre nach Torres in Angriff zunehmen ?
Oder sollte man das Holz besser für eine Western Gitarre nehmen ? Oder etwa gar nicht ?

Vielen Dank schon mal für die Antworten
Gruß Burghard

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Re: Esche für Zarge und Boden

#2

Beitrag von liz » 23.06.2015, 00:01

Hallo Burghard, ich habe schon eine Konzertgitarre (aus Meisterhand) aus Esche gesehen. Zum Klang kann ich nichts sagen.. Warum soll es denn unbedingt Esche sein? Probieren geht über studieren...

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Re: Esche für Zarge und Boden

#3

Beitrag von jhg » 23.06.2015, 00:04

Hallo Burghard,

herzlich willkommen hier in unserem netten, kleinem Forum.

Esche wird in der Regel eher für Bässe und E-Gitarren genommen. Bei Akustikinstrumenten habe ich das noch nicht gesehen. Möglicherweise hat das was mit den relativ grobporigen Anteilen des Holzes zu tun. Ich würde mich beim ersten Versuch immer an bewährten Materialien orientieren - da ist die Sicherheit doch etwas größer, als wenn man irgendwelche Materialexperimente macht. Wenn du einheimische Hölzer verwenden möchtest dann eher Kirsche, Birne, Ahorn oder Nußbaum. Die lassen sich recht gut biegen und verarbeiten. Schau dich mal bei den Ressourcen um - da findest du auch ein paar Anbieter hier aus dem Forum.

Ein Torresplan ist keine schlechte Wahl - bewährt, verfügbar und unkompliziert zu bauen.

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Re: Esche für Zarge und Boden

#4

Beitrag von Arsen » 23.06.2015, 10:12

Also gut biegbar sollte Esche auf jeden Falle sein, siehe Bogenbau...
Gruß, Arsen

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Re: Esche für Zarge und Boden

#5

Beitrag von Holzkarle » 23.06.2015, 16:26

Bei mir werden immer wieder mal Eschensätze für Akustikgitarren bestellt. Das bedeutet dass sie gelegentlich auch verbaut wird. Zu den klanglichen Eigenschaften kann ich allerdings nichts sagen.

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Re: Esche für Zarge und Boden

#6

Beitrag von Burghard » 23.06.2015, 16:35

Hallo ,
vielen Dank für die Antworten.
Ich lese ja schon etwas länger hier mit. Das ist wirklich ein Klasse Forum .
Gruß Burghard

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Re: Esche für Zarge und Boden

#7

Beitrag von Burghard » 30.08.2017, 09:37

Hallo,
Ich habe jetzt einfach einmal eine Gitarre mit Eschen Korpus gebaut. Ja wirklich, Esche lässt sich sehr gut hobeln und biegen .
Es springt nach dem biegen kaum zurück.
Die Gitarre klingt schön und voll, was aber wohl hauptsächlich an der Decke und deren Abstimmung liegt.
Also, aus meiner Sicht spricht nichts gegen Esche für eine Konzertgitarre, wenn mann das Holz mag.
Ich find es schön.
Gruß Burghard

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Re: Esche für Zarge und Boden

#8

Beitrag von Poldi » 30.08.2017, 11:42

Zeig doch mal her das Teil.

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Re: Esche für Zarge und Boden

#9

Beitrag von Burghard » 30.08.2017, 12:09

Hallo ,
Hab mal auf die Schnelle ein paar Fotos gemacht.
Ich werde aber noch ein paar mal mit Schellack polieren.
Die Decke habe ich diesmal sehr leicht abgestimmt.
Gruß Burghard
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Re: Esche für Zarge und Boden

#10

Beitrag von thoto » 30.08.2017, 12:21

Hat durchaus was! Gefällt mir! (clap3) (clap3) (clap3)
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Re: Esche für Zarge und Boden

#11

Beitrag von ahgit » 30.08.2017, 12:45

Esche wird seit Jahunderten für Zupfinstrumente. insbesondere bei Lauteninstrumenten genutzt genauso wie zb. Birke.
Man siehts nicht so häufig wie Ahorn ,kann aber genau so dekorativ sein.
Ein kleiner Nachteil ist die elende Porenfüllerei später beim polieren.Aber auch das geht.
Statisch oder klanglich spricht absolut nichts dagegen so lange es gut gewachsen,geschnitten und gelagert ist.

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Re: Esche für Zarge und Boden

#12

Beitrag von hatta » 31.08.2017, 12:59

Die grobe maserung ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat was für sich :)
Schöne gitarre!
Gruß
Harald

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Re: Esche für Zarge und Boden

#13

Beitrag von penfield » 05.09.2017, 21:13

Zwar erst jetzt gesehen, aber mir gefällt sie sehr gut! Einmal etwas anderes.
Schön! (clap3)
SGmaster, Peacemaster 3P90,
Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia.
Arbeitet am FrameBird und wieder an Les Paulownia

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