rund um Resonator Gitarren

Alles zu akustischen Gitarren und Bässen

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clonewood
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rund um Resonator Gitarren

#1

Beitrag von clonewood » 08.05.2010, 21:51

ich bin heute irgendwie zu K.O. für einen neuen Thread, Recherche etc.....

aber hier soll er entstehen.....alles zu und über Resonatorgitarren......in ganz ferner Zukunft werde ich mich wahrscheinlich praktisch damit auseinandersetzen.....

momentan bin ich noch relativ jungfreulich, unkundig

wer also was zu erzählen hat bitte ruhig schon mal posten!

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→ Aufmotzen einer Johnson Singlec

#2

Beitrag von DoubleC » 10.07.2016, 12:31

Eigentlich passt das Resonator - Thema ganz gut hier hin...........

Imitate eines Versuches, Gitarren per se lauter zu machen............dann in der Armeleute Musik der USA gespielt (Country & Western und Country Blues)...........

Es gab hier im Forum immer mal kurze Beiträge zu diesem Thema. Probleme mit Chinaimitaten der Original-30iger Blechgitarren etc.

Meine Patientin ist eine Johnson JM-998 Single-Cone Nickel..........von AMI München in In der VRC zusammengedengelt.........vor vielen Jahren günstig und neu aus der Bucht gefischt, um einen Eindruck zum Thema Resonatorguitaren zu bekommen.

Die Verarbeitung: grottig → scharfe Bundenden, geschrumpftes Griffbrett und, wie sich jetzt herausstellte, konvex geformte Bünde (mit einem Maurerfäustel ins wellige Griffbrett geprügelt), ein schief angesetzter Saitenhalter, ein billiger und verzogener Presskonus mit viel zu dicker Biscuit-Bridge [sägerauh]), hakelige Mechaniken............... und: es hat trotzdem Spass gebracht.

Der Sound: Mittig, blechig, bollerig mit sehr unsensitiver Ansprache.................aber laut............

Zu einem verzogenen Hals bei einer Johnson JM998 wurde hier schon mal etwas geschrieben..........Was soll ich sagen.........der Eindruck des verdrehten Halses wird wohl durch die grottige Bundierung entstanden sein.

Also dachte Vadderns Sohn sich: Denn woll'n wa det Teil gleich ma uffwerten und uff elektrisch pimpe(r)n...........Sound durch einen handgedrehten Resonatorkonus etc verbessern........

Zu kaufen:
Zu tun:
  • 1.) Verwixte Schrauben lösen
    2.) Griffbrett abrichten / Schleifen........
    3.) Neu bundieren
    4.) Tonabnehmer & Elektrik installieren (4 Bohrungen!!!!)
    5.) Neuen Konus einlegen & Bridge justieren / einpassen
    6.) Mechaniken installieren.........

Das habe ich getan...........


2C

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Re: rund um Resonator Gitarren

#3

Beitrag von DoubleC » 10.07.2016, 12:43

Das Griffbrett war verspackt und es machte den Eindruck, als hätten die Chinesen nur die zu verleimende Seite abgerichtet / gehobelt......oben war es dellig und verworfen.........

Leider eine irre weiche Palisander-Variante. Der Hals selbst ist leider irgendwie opak lackiert, obwohl es von der Struktur her irgendeine Mahagony / Cedro-Art sein muss........(Truss-rod Zugang)

Der Sattel ist ein sehr hartes Material, das beim fallen lassen sehr hell klingt........Knochen? Keramik? Den habe ich behalten............

Hals gerade gestellt, geschliffen, Bundschlitze nachgesägt und geölt, was das Zeugs hält (Mann, war das Griffbrett versoffen!!!!! :shock: :shock: )

Bundiert, abgerichtet und geeselt! habe das Griffbrett nicht abgegklebt (dachte, bei Jumbobünden bleibt die Bundkronenverrundungsfeile vom GB weg..........nix, zarte Querrillen vor den Bünden............. MIST :oops:

Aber: Allet Level und gerade. Hals wirkt nicht mehr verzogen!
Eindengeln
Eindengeln
Stellprobe mit abgerichteten Bünden
Stellprobe mit abgerichteten Bünden
I Donkey, I
I Donkey, I
Dett wars zum Bundieren............der Hals wirkt jetzt nicht mehr verdreht oder so...........

In eineigen Jahren baue ich mir selber einen aus Mahagonny mit Fensterkopfplatte und hartem GB.........erstmal ist es OKAY


2C


to be continued

P.S. Griffbrettöl: 55% Kamelienöl, 40% Orangenblütenöl 5% Zitronenöl (Nicht citronella........) Zwischendurch mal Walnussöl von Kunella aus dem Supermarkt...........

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Re: rund um Resonator Gitarren

#4

Beitrag von DoubleC » 10.07.2016, 13:09

Weiter ging es mit der Kopfplatte..............

10mm Bohrungen..............Mechanikwellen leider nur 6mm Durchmesser und die Steckhülsen für 9,1mm Durchmesser. Die 10mm Adaptersteckhülsen vom Rockinger sind leider für Mechanikwellendurchmesser von 6,35 mm gemacht. Und andere konnte ich beim besten Willen nicht finden............So ein Scheixx!

Also Löcher mit 10mm Mahagonny-Rondstange und UHU Endfest 300 verdübelt. Vorher noch eine Bohrschablone konstruiert...........aus 15 mm Birke-Mµltiplex.............
Schablone in Vorbereitung
Schablone in Vorbereitung
Verstopft...........
Verstopft...........
Schablone............Bohren............
Schablone............Bohren............
Grade ist anders!
Grade ist anders!



(wall) (wall) (wall) Nun weiss ich, warum es diese sündig teuren Metallbohrschablonen für Mechaniken gibt...........Die Chinamänner haben schon schief gebohrt, aber mir ist's trotz Schablone und vorsichtigem 9er-Holzbohrer in Akkumaschine verlaufen.............(wall) (wall) (wall)

Von vorne ist es nicht zuuuuu arg. Im Prinzip kann ich noch mal verstöpseln, mit einer Stewmac-Schablone nachborhren und die Front mit Pearloid abdecken.........wirkt dann eh' echter.........

Kann man die Steckhülsen mit Cyanoacrylat fixieren? Die gingen sehr leicht 'rein...........
Von vorne geht es gerade so........
Von vorne geht es gerade so........
Als nächstes dann Electrickery und so



2C

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Re: rund um Resonator Gitarren

#5

Beitrag von capricky » 10.07.2016, 14:46

DoubleC hat geschrieben:W

Kann man die Steckhülsen mit Cyanoacrylat fixieren? Die gingen sehr leicht 'rein...........
Ja kann man, es geht sehr gut!

capricky

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Re: rund um Resonator Gitarren

#6

Beitrag von DoubleC » 10.07.2016, 15:37

Weiter gehz:

Löckslein für Elektronik gebohrt (mit 4mm Metallbohrer vorgebohrt, und dann mit Stufen-Schälbohrer erweitert).........

Lötung: 2x500 kOhm 22 nF Orangenbonbon im 50ies wiring...........Buxe in Zarge........
Stufenbohrer
Stufenbohrer
Löcher 8mm für Poties
Löcher 8mm für Poties
Vorm verdrahten.............mit den Richtungen baue ich immer Mist
Vorm verdrahten.............mit den Richtungen baue ich immer Mist
Alles fixiert............alles hat Durchgang, wo es soll. Saitenmasse durch leitenden Korpus gesichert.......
Alles fixiert............alles hat Durchgang, wo es soll. Saitenmasse durch leitenden Korpus gesichert.......
Elektrik verlegt, Mit frischem Konus und Kekssteg
Elektrik verlegt, Mit frischem Konus und Kekssteg
Ich muss beim Löten wirklich besser nachdenken, wie die Drehrichtung beim auf dem Kopf stehenden Einbau tatsächlich ist.........irgendwie scheint mir da das Abstraktionsvermögen zu fehlen....... :cry:

Weiter geht es dann mit Resonatoreinbau und Bizkit Bridgeeinpassung..........und dann: Zack - feddich - quasineue Guitare!!!!

Die Spannung war gross!!!!


2C

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Re: rund um Resonator Gitarren

#7

Beitrag von DoubleC » 10.07.2016, 16:50

Letzter Teil............

Die Bridge im Bisquit war natürlich viiiiiiiiel zu hoch und musste mit Hilfe von Sushi-Säge und Sandpapier auf ein vernünftig Maß zurückgestutzt werden............
Hochbrücke...........
Hochbrücke...........
Nach kürzen und Schlitzen mit Sattelfeilen → Schwärzung per Wildlederbeize
Nach kürzen und Schlitzen mit Sattelfeilen → Schwärzung per Wildlederbeize
Hier kann man prima sehen, dass der kleine Freund aus dem Reich der Mitte den Saitenhalter zu weit links von der Mitte placiret hat.......Schelm, der!
Aus südlicher Sicht.........
Aus südlicher Sicht.........
Deckel druff!
Deckel druff!
Blick trübt sich vor Erregung...........
Blick trübt sich vor Erregung...........
Zack feddich.........


2C

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Fazit

#8

Beitrag von DoubleC » 10.07.2016, 16:59

  • A.) Der handgedrehte Resonatorkonus ist erheblich leichter, als der eingebaute gepresste Chinakonus.
    B.) Die Stewmac-Bizkitbridge ist leichter und filigraner, als die eingebaute.
    C.) Der Klang ist (subjektív) erheblich aufgewertet worden. Die Gitarre spricht viel sensibler an, man kann tatsächlich von pp → ff spielen, der Klang ist viel ausgewogener und eleganter. Es gibt da von den frühen Dire Straits so ein elegisches Geschrammel auf 'ner Dobro.......frühe 80ies..........das geht nun bei zartem Anschlag auch! Mit Fingerpicks geht es auch brachial laut!!!!! Also Missi-Pipi/Country Blues rough 'n right in yo face 'n down yo throat!!!!
    D.) Der PU ist echt Knorke! Auf meinem amateurigen 5E3 Tweed Deluxe Nachbau kommt das schön blechig mit gut ausgewogener Saitentrennung. Der eingebaute Hall des Resonators kommt auch zum Tragen.............ganz Prima Teil!!!! Für 53 € kann man nicht viel falsch machen.......etwas schwächer, als ein Strat-SC. Tja und aufgedreht mit leichter Zerre kommt echt Froide auf.......Jessas, was geil! Nah am ollen Lightning Hopkins dran...........Oder frühes John Lee Hooker............
Die 170 Euronen für Material und Zeux haben sich wirklich gelohnt. Wenn ich jetzt noch etwas besser wäre, wäre es eine High-End Pimpung geworden...............


Das war es so zu meiner Resonator-Experience (Räsonier Er nicht, Kerl!!!)

Den ollen Chinaräsonator werde ich in irgend eine Zigarrenkisten-Bo Diddley-Rumperlbox bauen........mal schauen........


Gruesse


2C

EDITH: Mit Suboktave und Power aus dem MµltiFX-RitterRolandHugoBOSSboard werde ich demnächst mal testen.........7Nation Army.........zum EMENdspiel

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Re: rund um Resonator Gitarren

#9

Beitrag von hatta » 10.07.2016, 19:30

Schee gmacht! 8)
Jibt's sound files ooch? (whistle)
Gruß
Harald

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Re: rund um Resonator Gitarren

#10

Beitrag von DoubleC » 10.07.2016, 21:27

hatta hat geschrieben:Schee gmacht! 8)
Jibt's sound files ooch? (whistle)
Würde ich gerne tun..........aber da muss ich vorher einkaufen gehen............in Treppenbach Burggebrach.........äh T-Town. Was Ubuntu-kompatibles..............

Ich habe keine Ahnung.........ein
  • USB-Micro /ze Tiehbohn?
    Ein USB-Audiointerface???
    Bruder Behringer Mixer mit USB Interface????
für die beiden letzten braucht es dann Mikroföhne..............aber was? Billig soll es sein aber geil (Deutsche Krankheit..........wahrscheinlich müssen dann wieder 10.000t CO2 in die Atmosphäre und Urwald abgeholzt werden......)

I will see, what I can do..........


Gruss


2C

P.S. Und die Regierung reagiert immer so komisch bei Einkäufen aus T-Town...........schwarts-sche Null und so........ :(

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Re: rund um Resonator Gitarren

#11

Beitrag von Poldi » 10.07.2016, 21:33

Sehr gut gemacht. Gefällt mir.

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Re: rund um Resonator Gitarren

#12

Beitrag von hatta » 10.07.2016, 22:53

Hm...auf willhaben dümpeln immer mal wieder die "t.bone sct 800" röhren micros gebraucht rum. Hab mir mal probehalber eines geholt um 90€. Den zoom H6 hatte ich schon vorher. Damit macht man richtig geniale aufnahmen!
Von gesang bis zu e bass und e gitarre an der fetten marshall 4x12 box vom 1987 marshall befeuert macht das micro alles mit. 8)

Ich spare immer auf etwas hin und hol mir dann nicht das billigste, sondern das mit dem besten preisleistungsverhältniss und mit den gewünschten features. Das ist dann mal billiger und mal hochpreisiger.
Wie gesagt, mit etwas geduld bekommt man auch gute gebrauchte sachen 8)
Gruß
Harald

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Re: rund um Resonator Gitarren

#13

Beitrag von Haddock » 11.07.2016, 10:28

Guten Morgen,

gut gemach 2C, sauber!

Gruss
Urs

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Re: rund um Resonator Gitarren

#14

Beitrag von Yaman » 31.08.2017, 10:40

Gibt es bei einer Resonatorgitarre eigentlich sowas wie Intonationskorrektur am Steg?

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#15

Beitrag von capricky » 31.08.2017, 11:16

Yaman hat geschrieben:
31.08.2017, 10:40
Gibt es bei einer Resonatorgitarre eigentlich sowas wie Intonationskorrektur am Steg?
Selten! Letztens habe ich eine neue Gretsch "gealtert", den Steg musste ich versetzen, was zum Glück im Allgemeinen bei einer Resonator einfacher zu machen ist, als bei einer Akustik. Also mit Oktavreinheit klingen auch Resonatorgitarren besser.

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Re: rund um Resonator Gitarren

#16

Beitrag von Yaman » 31.08.2017, 12:31

capricky hat geschrieben:
31.08.2017, 11:16
Den Steg musste ich versetzen, was zum Glück im Allgemeinen bei einer Resonator einfacher zu machen ist, als bei einer Akustik.
Wie kann man den Steg bei einer Resonator-Gitarre versetzen? Ist die Position nicht durch den Alu-Trichter und dessen Mittelpunkt festgelegt?

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Re: rund um Resonator Gitarren

#17

Beitrag von DoubleC » 31.08.2017, 16:07

Yaman hat geschrieben:
31.08.2017, 12:31
capricky hat geschrieben:
31.08.2017, 11:16
Den Steg musste ich versetzen, was zum Glück im Allgemeinen bei einer Resonator einfacher zu machen ist, als bei einer Akustik.
Wie kann man den Steg bei einer Resonator-Gitarre versetzen? Ist die Position nicht durch den Alu-Trichter und dessen Mittelpunkt festgelegt?

Der Steg bzw. die Bisquit-Brücke sitzt nicht in Presspassung in der Resonatorvertiefung, sondern eher in Schlackerpassung. Da ist rundrum vielleicht noch 1-2 mm Spiel.
Das kann man vor der (nicht unbedingt notwendigen) Verschraubung der Brücke auf dem Resonator austarieren.

Ausserdem ist der Steg ja drehbar, so dass man durch den Winkel zum Saitenverlauf (nicht genau 90°!!!) nocht etwas reissen kann.

Spielt man (oder auch Frau → Ellen Mc Ilwaine, Bonnie Raitt) Slide, relativiert sich das alles sowieso. Ist wurst und halt keine temperierte Stimmung mehr. Akkorde nur bis 5. Lage sinnvoll...............oder man muss beim Greifen kompensieren.

Gruss


2C

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Re: rund um Resonator Gitarren

#18

Beitrag von capricky » 31.08.2017, 17:17

Kommt natürlich auf das System an, das vorliegt. In meinem Fall war es das mit umgedrehtem Trichter, da saß dann oben drauf eine runde Holzscheibe mit Schlitz (Bisquit bridge). Die zu erneuern, oder den Schlitz für die Stegeinlage neu zu sägen, war kein Problem.
Aber auch bei den Spidern kann man einen doppel L-förmigen Steg bauen, so dass der genau auf den Mensurpunkt kommt.

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