Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

Themen zum Bau von E-Bässen

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#101

Beitrag von Rallinger » 20.11.2017, 16:00

kehrdesign hat geschrieben:
20.11.2017, 15:56
Rallinger hat geschrieben:
20.11.2017, 15:29
...
Ich hab Längsbahnen gefräst. Ich dachte mir das wäre just die Methode, um Ausrisse zu vermeiden. ...
Ist ja auch richtig.
Allerdings ist hier ratsam im Gegensatz zur üblichen Fräsweise die Randbereiche im Gleichlauf-Verfahren zu fräsen. Das heist, dass bei üblichem Rechtslauf des Fräsers dieser relativ zum Werkstück im Uhrzeigersinn vorgeschoben wird. Dabei erfolgt die Spanabnahme von der Material-Außenkante beginnend ins Material hinein.
Hingegen beim (besonders beim Kopieren üblichen) Gegenlauffräsen erfolgt die Spanabnahme von innen nach außen, wodurch der Fräser gewissermaßen ins Werkstück "hineingezogen" und sicherer gegen den Anlaufring gedrückt wird.
Eigentlich völlig logisch, wenn man so drüber nachdenkt. Vielen Dank, beim nächsten Mal bin ich dann klüger. Für dieses Mal nennt man das dann wohl "Lehrgeld zahlen".

Es bleibt spannend ...

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#102

Beitrag von Docwaggon » 20.11.2017, 16:04

ich würde kehrdesigns vorschlag folgen, der hat da definitiv mehr erfahrung mit.

ich würde aus dem bauch heraus
- auf der rechten griffbretthälfte parallel zur mittelachse vom kopf zum fuss fräsen und damit in das material hinein damit ich keine stücke ausreisse
- auf der linken griffbretthälfte parallel zur mittelachse vom fuss zum kopf fräsen

muss ich mir mal in ruhe ansehen ..

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#103

Beitrag von Rallinger » 20.11.2017, 16:06

Danke! Bleibt noch die Frage nach dem richtigen Fräser ... ist hier eher ein kleiner oder doch ein großer Durchmesser der Richtige?

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#104

Beitrag von kehrdesign » 20.11.2017, 16:14

Ob von Fuß zum Kopf oder anders herum ist diesbezüglich nicht entscheidend. Der rechtslaufende Fräser muss in Fräsrichtung gesehen links vom Werkstück liegen. Das bedeutet, dass eine GB-Seite Richtung Kopf und die Gegenseite in Richtung Fuß gefräst werden müsste. Die maximale Breite des gefrästen Streifens sollte schon wegen der möglichst kantenfreien Wölbung dabei gering sein.

Ich verwende Stirnfräser bzw. Bohrfräser mit 19 bzw. 25 mm Durchmesser. Je nach Schärfezustand sollten diese Fräser bei Drehzahlen von 16.000 bis 20.000/min bei moderatem Vorschub auch keine Brandspuren hinterlassen.
Bei konkaven Radien (z.B. Schleifklotz) verwende ich einen 18er Radius- bzw. Rundnut-Fräser (R9)
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Gretchenfrage: Tiefe der Halstasche?

#105

Beitrag von Rallinger » 23.11.2017, 08:25

Ich habe bei meinen vorhandenen Bässen nachgemessen, konnte aber leider keine verlässliche Regel ableiten, auch weil ich natürlich ungern das Setup der Bässe verhunzen möchte ... daher meine Frage an die erfahrenen Bass-/Gitarrenbauer unter euch: wie tief lege ich sinnvollerweise meine Halstasche an? (Halswinkel = 0 Grad)

Die verwendete Bridge (Schaller 2000) kommt in voll eingefahrenem Zustand auf eine Höhe der Saitenreiter von +8,5mm über der Decke, Verstellweg ist laut Hersteller 8,5-16,2mm.
Der Hals ist in der Mitte mit 25mm und an den Griffbretträndern mit 23,2mm Stärke geplant (Radius = 12 Zoll). Dazu kommen Jumbobünde mit 1,5mm Kronenhöhe.

Frage: Welchen Überstand sollten die Saitenreiter der Bridge in voll eingefahrenem Zustand gegenüber der Kronenhöhe der Frets haben? Und welcher ist mein Referenzpunkt - die Mitte des Griffbretts oder die Ränder?

Danke!

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#106

Beitrag von AsturHero » 23.11.2017, 12:26

bin zwar kein erfahrener Bauer aber in der Regel sind bei Bässen die ich in den Hand hatte immer so zwischen 17-20mm die Halstaschen tief, wenn 0 Grad Hälse verbaut sind...hängt ja natürlich auch davon ab wie dick dein Griffbrett wird...ein 7mm Griffbrett braucht eine nicht so tiefe Tasche wie ein 4mm Griffbrett (von der Kante gemessen)

Beispiel:
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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#107

Beitrag von Rallinger » 23.11.2017, 12:53

AsturHero hat geschrieben:
23.11.2017, 12:26
... bei Bässen die ich in den Hand hatte immer so zwischen 17-20mm die Halstaschen tief, wenn 0 Grad Hälse verbaut sind ...
Hm, ja. Bei meinen Bässen sind es zwischen 14 und 17mm.

Aber warum? Ich denke die ideale Tiefe der Halstasche hängt mit der Gesamtdicke des Halses und der Höhe der Bridge zusammen. Die Oberkante des Halses (+Bundkrone) muss in einem bestimmten Verhältnis zur verwendeten Bridge stehen - und daraus ergibt sich dann die ideale Tiefe der Halstasche für diese Kombi. Aber welches ist dieses bestimmte Verhältnis?

Von der Logik her würde ich sagen dass die äußeren Kanten des Griffbretts auf einer Linie mit der minimalen Höhe der Bridge sein sollten. Wenn ich dann Saiten aufspanne biegt sich der Hals und die Saiten können frei schwingen. Wenn die Saiten nicht frei genug schwingen, drehe ich die Bridge nach oben und habe den vollen Regelweg zur Verfügung. Nach unten drehen können muss ich sie nicht, denn mir würde jetzt kein Grund einfallen aus dem ich wollen sollte, dass die Saiten auf dem Griffbrett aufliegen ...

In meinem konkreten Fall wären das: Halshöhe an den Griffbretträndern 23,2mm + 1,5mm Bundstäbchen = 24,7mm Minus 8,5mm minimale Bauhöhe Bridge = 16,2mm Halstasche.

Ist das so oder hab ich da einen Denkfehler drin?

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#108

Beitrag von AsturHero » 23.11.2017, 13:12

so wie sich das liest , scheint es richtig zu sein, also kommt das mit den oft üblichen 17mm HAlstasche hin
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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#109

Beitrag von Poldi » 23.11.2017, 13:27

Rallinger hat geschrieben:
23.11.2017, 12:53
In meinem konkreten Fall wären das: Halshöhe an den Griffbretträndern 23,2mm + 1,5mm Bundstäbchen = 24,7mm Minus 8,5mm minimale Bauhöhe Bridge = 16,2mm Halstasche.

Ist das so oder hab ich da einen Denkfehler drin?
Ne, ist schon richtig so.
Wobei ich mich da meistens ran taste. In deinem Fall würde ich die Halstasche auf 15mm fräsen, den bundierten Hals einlegen und mit einem langen Lineal auf dem GB zur Brücke messen. Das Lineal sollte dann auf den Bünden und der Brücke plan aufliegen.
Wenn nicht, dann halt tiefer fräsen.

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#110

Beitrag von Rallinger » 23.11.2017, 13:40

Poldi hat geschrieben:
23.11.2017, 13:27
... Das Lineal sollte dann auf den Bünden und der Brücke plan aufliegen ... Wenn nicht, dann halt tiefer fräsen.
Danke! Aber da das Griffbrett ja einen Radius hat ... WO sollte das Lineal plan aufliegen? An der höheren Griffbrett-Mitte oder außen? Außen erschiene mir logischer ...

Tut mir Leid wenn ich so penetrant nachfrage, aber knapp 2mm Unterschied macht halt doch was aus ... Danke!

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#111

Beitrag von Poldi » 23.11.2017, 13:44

Eigentlich außen, weil tiefste Stelle.

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#112

Beitrag von kehrdesign » 23.11.2017, 13:52

Ich stelle so ein, dass in der tiefstmöglichen Bridge-Stellung das Lineal entlang dem Verlauf einer der E-Saiten direkt auf dem Griffbrett (also unbundiert) aufliegt und den Reiter gerade berührt.

Ist der Hals schon bundiert, ergibt sich natürlich ein Spalt entsprechend der Bunddrahthöhe. Hat die Bridge einen größeren Verstellbereich (über 8 mm) kann man zur Sicherheit mit der Reiterhöhe auch etwas über der minimal einstellbaren Höhe bleiben.

Ok., Micha war schneller.
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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#113

Beitrag von Rallinger » 23.11.2017, 15:51

kehrdesign hat geschrieben:
23.11.2017, 13:52
Ich stelle so ein, dass in der tiefstmöglichen Bridge-Stellung das Lineal entlang dem Verlauf einer der E-Saiten direkt auf dem Griffbrett (also unbundiert) aufliegt und den Reiter gerade berührt.

Ist der Hals schon bundiert, ergibt sich natürlich ein Spalt entsprechend der Bunddrahthöhe. Hat die Bridge einen größeren Verstellbereich (über 8 mm) kann man zur Sicherheit mit der Reiterhöhe auch etwas über der minimal einstellbaren Höhe bleiben.
Vielen Dank erstmal. Ich versteh allerdings den Gedanken dahinter nicht ganz ... warum lässt man sich einen Negativ-Einstellweg unter Griffbrett-Niveau frei? Für den Fall dass man eine starke Halskrümmung einstellt?

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#114

Beitrag von kehrdesign » 23.11.2017, 17:41

Rallinger hat geschrieben:
23.11.2017, 15:51
... Ich versteh allerdings den Gedanken dahinter nicht ganz ... warum lässt man sich einen Negativ-Einstellweg unter Griffbrett-Niveau frei?...
Man liegt dann nach dem finalen Setup eher im Mittelbereich des üblichen Einstellweges; das trifft zumindest auf Gitarren zu.

Ferner kann man bei einem hölzernern Hals trotz Trussrod nicht von in alle Ewigkeit starren Formen ausgehen. Auch der Body ist nicht aus starrem Stein. Nicht selten ist auch unter gespannten Saiten einer leichter Backbow bewusst gewollt und (in Zusammenhang mit einigen kaum vorhersehbaren Besonderheiten) für die Bespielbarkeit gar nicht mal so schlecht.
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Goaß Bass - Griffbrett-Binding

#115

Beitrag von Rallinger » 24.11.2017, 10:54

So langsam fühle ich mich wie der Kerl, der bei einem wackeligen Stuhl die Säge ansetzt und zum Schluss auf dem Boden sitzt. Jedesmal, wenn ich eine Macke fixen will, haue ich mir eine andere rein. Aber ich will auch nicht zu streng sein mit mir selbst. Langsam nähere ich mich dem Ziel, wenn auch in konzentrischen Kreisen ...

Gestern habe ich mich daran gemacht, die Bindingkanäle um das Griffbrett zu fräsen. Weil ich die Ausgabe für einen Bindingfräser scheute, habe ich mich entschlossen die Aufgabe mit einem Bündigfräser zu erledigen.

Die besondere Herausforderung war dabei, auf dem bereits verrundeten Griffbrett die Kante für den Bündigfräser sauber und ohne zu kippeln zu fixieren.

Herausforderung Nr.2: wegen der geschäfteten Kopfplatte musste ich den Hals höher lagern, und weil mein kleinster Bündigfräser eine 13mm-Schneide hat, musste die Fräskante auf dem Griffbrett eine ziemliche Stärke bekommen. Das wiederum brachte mir einige Platzprobleme ein, um den Schlitten meiner Fräs-Jig noch über dem Hals bugsieren zu können.

Es war ein ziemliches Gewürge, bis ich mich Hilfe diverser Halskanteln und Griffbrett-Rohlinge aus meinem Fundus die genau richtige Höhe austariert hatte. Leider habe ich vergessen, Fotos von diesem Elend zu machen.

Am Ende sah es so aus. Eigentlich ganz ordentlich, aber hie und da ist mir leider auch dieses Mal der Fräser ein bisschen verrutscht.
Binding-Fräskanal #1
Binding-Fräskanal #1
Binding Fräskanal #2
Binding Fräskanal #2
Schließlich habe ich mit Hilfe meiner Spielzeug-Bandsäge zwei Skunkstripe-Rohlinge aus Riegelahorn gemeuchelt, und in die Bindingkanäle eingeleimt. Leider auch nicht ganz unfallfrei, wie sich heute Vormittag herausstellen sollte ...
Heute habe ich mit Hilfe der Ziehklinge die Griffbrettseiten bündig zum Halskantel geziehklingt und dann von oben mit dem Radiusschleifklotz bündig zum Griffbrett geschliffen. Das Ganze überwiegend zu meiner echten Freude:
Leider - aber eigentlich selbstverständlich - gibt's auch ein paar ziemlich unsaubere Stellen, die mir reichlich auf den Zeiger gehen:
Halb so schlimm, sollte sich mit Sekundenkleber & Kirsche-Schleifstaub füllen lassen.
Halb so schlimm, sollte sich mit Sekundenkleber & Kirsche-Schleifstaub füllen lassen.
Schon weit übler ...
Schon weit übler ...
... auch alles andere als ideal ...
... auch alles andere als ideal ...
Ich bin mir jetzt echt nicht sicher, wie ich das nun wieder fixen soll. Ich schätze mal bei den beiden letzten Schäden am Griffbrettrand sind die Spalten zu breit, als dass ich noch mit Sekundenkleber/Schleifstaub arbeiten könnte ... oder? Oder sollte ich hier lieber mit Epoxi/Schleifstaub arbeiten? Und mit welchem Schleifstaub sollte ich füllen? Dunkle Nuss oder helles Ahorn?

Danke schon mal für eure Tipps!

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#116

Beitrag von Arsen » 24.11.2017, 11:07

Schade, dass das nicht so gut funktioniert hat...
Probier nächstes mal das Binding mit Tape zu pressen. Damit kannst du sowohl nach unten als auch zum Grifbrett hin Druck aufbauen, erster hat nämlich bei deiner Vorgehensweise gefehlt.

Lücken heller Hölzer mit der Schleifstaubmethode hat bei mir noch nie gute Ergebnisse gebracht.
Egal ob mit Leim oder Sekundenkleber, die Pampe wird immer dunkler als das helle Holz und damit unangenehm gut sichtbar.
Ich würde dazu tendieren entweder mit dem dunklen Staub zu füllen, oder das Binding wegzufräsen und nochmal zu machen....
Gruß, Arsen

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#117

Beitrag von Haddock » 24.11.2017, 11:12

Hallo,

bei den letzten beiden Spalten, kannst Du veruchen den Leim mit einem Skalpell raus zu kratzen und dänn Holzspäne einzusetzen. Wie Arsen schon schrieb, sichtbar wird es immer bleiben, helle Hölzer verzeihen nichts.

Gruss
Urs

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#118

Beitrag von Rallinger » 24.11.2017, 11:37

Danke für eure Tipps!

Ich denke der Fehler war, dass die Ahorn-Streifen nicht vernünftig abgerichtet waren. Ob Tape da stark genug gewesen wäre, um das Ahorn nach unten zu biegen? Kann ich mir nicht vorstellen.

Nochmal fräsen fällt kategorisch aus. Mir fehlt im Moment der Glaube, dass ich das dann besser hinbekomme ohne an anderen Stellen weitere Macken zu produzieren. Langsam hab ich die Befürchtung, am Ende mit einem Hals-Furnier dazustehen ... Und so langsam aber sicher gestehe ich mir notgedrungen ein dass ich wohl gewisse Unzulänglichkeiten werde mit einpreisen müssen. Das ist mein zweites Instrument, wie sollte es auch anders sein ...?

Aber der Gedanke mit dem Skalpell hat was, das bringt mich auf eine Idee ... Danke!

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#119

Beitrag von Docwaggon » 24.11.2017, 12:26

ich würde es mit nuss füllen.
wenn ich das richtig sehe dann zeigt die stelle am kopf beim Spielen nach unten und die stelle am fuss ist fast bündig mit dem korpus.
da schaust du niemals wieder hin ..

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#120

Beitrag von Arsen » 24.11.2017, 12:40

...oder mit Hitze das Binding ablösen, dann entfällt erneutes Fräsen.
Die Kanäle sehen ja sauber aus und durch die geringe Materialstärke des Bindings sollte das gut gehen, sofern du Titebond oder anderen hitzelöslichen Leim verwendet hat.

Nicht aufgeben!
Auf Seite 4 dieses Threats hast du noch ein kleines Fräsfehlerchen, das nie wieder zu sehen sein wird, in mühevoller Arbeit geflickt.
Jetzt hast du einen sichtbaren Fehler, der verhältnismäßig gut zu reparieren ist und du gibst auf?
Überleg dir das nochmal...es kostet dich nur Zeit und zwei Streifen Binding (oder du kannst das alte sogar wiederverwenden)!

Aus solchen Fehlern lernt man doch am meisten und wirklich jeder macht sie.
Ärgere dich also nicht, gib nicht auf, lerne aus Fehlern. :)
Gruß, Arsen

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#121

Beitrag von Rallinger » 24.11.2017, 12:56

Arsen hat geschrieben:
24.11.2017, 12:40
Nicht aufgeben!
Auf Seite 4 dieses Threats hast du noch ein kleines Fräsfehlerchen, das nie wieder zu sehen sein wird, in mühevoller Arbeit geflickt.
Jetzt hast du einen sichtbaren Fehler, der verhältnismäßig gut zu reparieren ist und du gibst auf?
Überleg dir das nochmal...es kostet dich nur Zeit und zwei Streifen Binding (oder du kannst das alte sogar wiederverwenden)!
Aaaaaaaaarrrrrgggghhhhh!!!!! Du weißt wie du mich kitzelst. Kruzefix. :evil: Ja, du hast ja Recht.

Ja, ich hab Titebond Classic verwendet. Aber wie krieg ich da Hitze dran, ohne auch das Griffbrett abzulösen? Einen Heißluftfön hätte ich ...

Das Problem ist aber auch dass ich nicht mehr viel Fleisch hab, um das Griffbrett weiter runterzuschleifen. Vielleicht noch 0,5mm, dann schleife ich in das Stellrad vom Trussrod rein. Ich bin da grad ein wenig ratlos ...

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#122

Beitrag von Poldi » 24.11.2017, 13:07

Abgesehen davon das ich das auch neu machen würde ich auf jeden Fall das dunklere Holz auffüllen. Ideal dafür wäre Clou Holzspachtel.
Die gibst in verschiedenen Holztönen und die sind auch untereinander mischbar.
Du kannst dir auch mit dem Skalpell einen kleinen Holzspan machen den du in die Ritze einklebst.
Einkleben am besten mit Holzleim dann quillt der Span auch noch was auf.

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#123

Beitrag von Arsen » 24.11.2017, 15:06

Du kannst es mit dem Bügeleisen probieren.
Da das Binding ja nur ein paar mm stark ist, sollte das GB nicht weiter beeinträchtigt werden.
Du kannst das ja mal an einer Stelle mit Spalt und auf der unteren Seite des Halses ausprobieren.

Und das GB musst du doch nicht weiter runterschleigen oder?
Du bringst das neue Binding einfach langsam und vorsichtig auf GB-Höhe und kannst dann ganz am Schluss erst mit dem Radiusschleifklotz und feiner Körnung über das gesamte GB gehen.
Mit feiner Körnung einen halben mm runter zu schleifen dauert schon eine ganze Weile, denke ich...

Schlaf einfach mal eine Nacht drüber, das ist sicher erstmal die beste Entscheidung. :D
Gruß, Arsen

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#124

Beitrag von Rallinger » 24.11.2017, 15:42

Arsen hat geschrieben:
24.11.2017, 15:06
Du kannst es mit dem Bügeleisen probieren. Da das Binding ja nur ein paar mm stark ist, sollte das GB nicht weiter beeinträchtigt werden.
(....)
Schlaf einfach mal eine Nacht drüber, das ist sicher erstmal die beste Entscheidung. :D
Härtet denn eventuell unter dem Griffbrett angelöster Titebond wieder aus wenn er erkaltet?

Drüber schlafen werde ich auf jeden Fall. Für heute hab ich die Schnauze voll. Aber im Grunde bin ich ja eh bei dir. Manchmal braucht man halt einen kleinen Tritt, damit man nicht nachlässt. Danke!

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Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#125

Beitrag von Arsen » 25.11.2017, 15:42

Weiß ich ehrlich gesagt nicht genau... (think)
Gruß, Arsen

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