Sadowsky Bass ohne Skunk Stripe?

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Sadowsky Bass ohne Skunk Stripe?

Beitrag 1 von 7 Beitragvon shocki » 27.06.2016, 11:23

Ich habe hier einen Sadowsky Bass mit einteiligem Maple Hals. Er hat jedoch nicht den typischen "Skunk Strip" auf der Halsrückseite wie man es von Fender kennt. Weiß jemand wie der Halsstab in diesem Fall eingearbeitet wird? Ich vermute, dass von Korpusseite eine sehr langes Loch in den Hals gebhort wird?
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Re: Sadowsky Bass ohne Skunk Stripe?

Beitrag 2 von 7 Beitragvon Titan-Jan » 27.06.2016, 11:29

Der Hals könnte längs aufgetrennt sein oder es ist halt ein Ahorngriffbrett drauf. Guck mal ganz genau, ob du nicht doch eine klitzekleine Fuge siehst.
Ein so langes Loch zu bohren wäre recht riskant (wenn nicht unmöglich) und außerdem ist es für den Halsstab auch besser, eine ebene Angriffsfläche zu haben.
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Re: Sadowsky Bass ohne Skunk Stripe?

Beitrag 3 von 7 Beitragvon shocki » 27.06.2016, 12:21

Du hast tatsächlich Recht. Das ist wirklich kaum zu erkennen. Es befindet sich ein Griffbrett in gleicher Farbe auf dem Hals. Ich denke auch, dass dies grundsätzlich der einfachere Weg ist als mit "Skunkstripes" zu arbeiten. Bin mir nicht ganz sicher, warum Leo es damals anders gemacht hat. Allerdings wird bei einteiligen Hälsen die man als typischen Tele Hals (oder auch Preci Bass) kaufen kann immer noch so gearbeitet.
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Re: Sadowsky Bass ohne Skunk Stripe?

Beitrag 4 von 7 Beitragvon Titan-Jan » 27.06.2016, 13:11

Also ich finde den Skunkstripe auch optisch ganz schön. Vlt hat er das ja deswegen gemacht?
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Re: Sadowsky Bass ohne Skunk Stripe?

Beitrag 5 von 7 Beitragvon aljosha » 27.06.2016, 13:16

der hat zuerst ohne gebaut und dann statt die ganze Produktionsart umzustellen die Trussrods einfach so eingebaut...
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Re: Sadowsky Bass ohne Skunk Stripe?

Beitrag 6 von 7 Beitragvon Drifter » 28.06.2016, 10:46

Aus dem Wikipedia:

Der Hals aus Ahornholz war im Gegensatz zur traditionellen Bauweise nicht mit dem Korpus verleimt, sondern verschraubt. Dieses Konstruktionsmerkmal übernahm Fender von Kauffmans Bakelit-Gitarre, bei der der Hals ebenfalls geschraubt war. Vorteil dieser Konstruktion ist neben der vereinfachten Produktion die leichte Austauschbarkeit des Halses zu Reparaturzwecken. Fender ging sogar so weit, dass er bei der Konstruktion des Halses auf einen eingelegten Stahlstab verzichtete. Dieser Halsspannstab verhindert bei herkömmlichen Hälsen ein Verbiegen durch den Saitenzug und ist auf Gitarren mit Stahlsaiten nahezu unverzichtbar. Fender war jedoch der Meinung, dass Gitarristen defekte und verzogene Hälse der Telecaster einfach durch einen neuen ersetzen würden.

....

Nachdem sich einige Hälse bereits bei Auslieferung verzogen, drängten die Händler Fender dazu, die Instrumente doch mit einem Halsstab auszustatten. Da die Produktion der Hälse bereits lief, konnte der Halsstab nicht ohne großen Aufwand nach der traditionellen Methode eingesetzt werden. Bei dieser Konstruktion verläuft der Stahlstab unter dem Griffbrett, welches separat auf den Hals aufgeleimt wird. Bei der Telecaster wurden die Bünde direkt in den Hals eingesetzt, weshalb sie kein separates Griffbrett besaß. Daher erdachte Fender ein Verfahren, bei der der Halsstab durch eine Fräsung an der Rückseite des Halses eingesetzt wird. Die so entstandene Spalte wird später mit einem dunklen Holzstreifen verschlossen (Skunkstripe).

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Re: Sadowsky Bass ohne Skunk Stripe?

Beitrag 7 von 7 Beitragvon shocki » 28.06.2016, 23:58

Interessante Story!
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