SG-Bass mit Framus-Hals

Themen zum Bau von E-Bässen

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filzkopf
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#51

Beitrag von filzkopf » 15.07.2015, 09:55

das Gold ist wirklich sehr schick!!!! :D
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#52

Beitrag von bea » 15.07.2015, 12:20

Schön, wenn er Euch gefällt. Handwerklich habe ich ein paar Dinge besser hinbekommen als beim RD, dafür sind andere Dinge gründlichst in die Hose gegangen und nur eben gerade noch zu retten gewesen.
Ein Instrument, das zumindest von weitem gut aussieht und dass sich gut spielen lässt, ist es dennoch bereits jetzt - er ist ja noch nicht fertig; die Elektrik ist doch sehr behelfsmäßig und muss nochmal komplett neu gemacht werden.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#53

Beitrag von iporka » 15.07.2015, 21:15

Très chic!

(clap3) (clap3) (clap3)

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#54

Beitrag von capricky » 16.07.2015, 15:10

Also die Lackoptik finde ich ausgesprochen gut! (clap3)

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#55

Beitrag von bea » 26.10.2015, 00:55

bea hat geschrieben: die Elektrik ist doch sehr behelfsmäßig und muss nochmal komplett neu gemacht werden.
Weil ich fürs erste keinen Nerv habe, die Tonabnehmer weiter zu bauen (es gibt einfach zu viele parallele Stränge, und es gibt immer wieder neue Dinge an den bestehenden Instrumenten zu tun, momentan an der V), ein paar Optimierungen an der bestehenden Schaltung.

Ein kleiner Blick ins E-Fach zeigt das erste Problem: ich finde keine Potis, die mechanisch passen.
Benötigt werden 500 kOhm oder wohl sogar noch besser 1 Meg mit 10 mm Gewinde und 12.5 mm Gewindelänge, möglichst mit gezahnten Achsen. Sowas gibt es bei den einschlägigen Händlern nicht. Aus dem Fundus passen nur die beiden Push-Push-Potis hinein - die haben allerdings nur 250 kOhm und waren für die Klangregelung in der geplanten Aktivelektronik dieses Basses und/oder des RD gedacht.

Also ein Notbehelf: Poti in Reihe mit Widerstand als Lautstärkeregelung. 390 kOhm finde ich besser als die 220 kOhm, mit dene ich mir in den letzten Monaten beholfen hatte. Dazu noch eine Treble-Bleed-Schaltung mit parallelem RC-Glied und 4.7 nF als C-Switch.
Mal von dem sehr knappen Regelweg abgesehen, den die Lautstärkeregelung jetzt noch hat - eben gerade, was ich während des Spiels benötige, habe ich jetzt 6 Sounds zur Verfügung, die allesamt brauchbar sind. Morgen nochmal ein Test über die Anlage, aber vermutlich ist er so zwar noch lange nicht fertig, aber einsetzbar.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#56

Beitrag von bea » 24.03.2016, 00:18

Mal blogmäßig weiter: auf die Dauer waren mir die Gitarrentonabnehmer doch zu basslastig. Weil ich mich momentan nicht dazu aufraffen kann, an den LoZ-Tonabnehmern weiterzubauen, ein weiterer Kompromiss:

In meinem RD-Bass bewähren sich die Barfuss'schen Thunderbucker ja bestens. Schon seit einiger Zeit wüsste ich daher gerne, ob und wie sich die GFS Lipstick-Humbucker als Basstonabnehmer machen. Grund ist die technische Ähnlichkeit mit den frühen T-Bird-Tonabnehmern - Alnico-Klingen mit Draht drumherum. In den frühen Donnervögeln wurden 500k-Potis für die Lautstärke verwendet und 250 k/22nF in der Klangregelung. Wenn alles klappt würde ich dann also sogar die Tonblende aktivieren können...

Die Barfuss'schen Thunderbucker haben 9k am Hals und 10k am Steg. Daher habe ich vorhin zwei Doppel-Lipstiks in der 9k-Variante geordert. In schwarz. Und dazu PU-Ringe in Chrom. Auch wenn der Schmuckshop diese schon auf die Reise geschickt hat, wird es sicherlich ein paar Wochen dauern, bis die Sachen da sind. Bin mal gespannt, was zuerst eintrudelt... Tonabnehmer, PU-Ringe, die Labella White Tapes, auf die ich schon ewig warte oder der Oberton 15L400, der auch schon überfällig ist.
LG

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Mein Bass trägt Lippenstift (was: SG-Bass...)

#57

Beitrag von bea » 04.04.2016, 12:24

Wie die Überschrift sagt: mein Bass trägt jetzt Lippenstift. Richtig dick aufgetragen, gleich vier Stück:
Es handelt sich um Lipstick-Humbucker von GFS, Alnico-2-Magnete, 9 k. Im Vergleich zu den Thunderbuckern von David Barfuss, die ja ähnlich konstruiert sind, jedoch wohl mit Alnico5, sind sie deutlich leiser und weniger höhenreich. Was nicht unbedingt ein Nachteil sein muß. Über den Mywatt und die TL606-artige Box mit dem Oberton-Chassis richtig gut und rund. So wie er zur Zeit ist, kann er alles - vom tiefen, aggressiven Rumms eines EB0 hin zu einem runden, vollen Ton mit schönen Höhen für Sologefuddel. Freunde des schnellen Daumens würden nicht so auf ihre Kosten kommen - aber zum Slappen ist ja eh der Halstonabnehmer im Weg.
Vielleicht hätte ich den Stegtonabnehmer ein paar wenige mm näher am Steg platzieren sollen, um etwas mehr Hochmitten zu erhalten - aber auch so klingt er prima.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#58

Beitrag von filzkopf » 04.04.2016, 16:15

Bea, der sieht wirklich saucool aus!!! (clap3)
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#59

Beitrag von penfield » 04.04.2016, 18:01

filzkopf hat geschrieben:Bea, der sieht wirklich saucool aus!!! (clap3)
Stimmt. Der hat was! (clap3)
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#60

Beitrag von Poldi » 05.04.2016, 05:32

filzkopf hat geschrieben:Bea, der sieht wirklich saucool aus!!! (clap3)
dito.

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#61

Beitrag von hatta » 05.04.2016, 08:07

Ich steh auf sg's (clap3)

Echt geil!
Gruß
Harald

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#62

Beitrag von Haddock » 05.04.2016, 09:36

Guten Morgen,

spitze, mir gefällt es auch! (clap3)

Gruss
Urs

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#63

Beitrag von DoubleC » 06.04.2016, 18:42

Klasse!

Und auch die Idee mit den Lippenstock-Aufgreifern..............muss ich mir merken!!!!

Chic!


2C

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#64

Beitrag von bea » 20.09.2017, 14:31

Über die Monate habe ich festgestellt, dass das Instrument sehr bassgewaltig ist, und in der Praxis übertrieben tiefbassig daherkommt. Außerdem benötigen die Lipsticks eine ziemlich große Abschlußimpedanz - auch wenn man das nicht sicher sagen kann, solange die wuchtigen Bässe nicht gezähmt sind. Was tun?

Eine Aktivelektronik muss her. Ganz simpel, 2 JFETs, dazwischen eine PI-Klangwaage mit schaltbarer Mittenabsenkung. Deren Frequenz habe ich empirisch mit Hilfe des semiparametrischen Mittenreglers meines Mischpults ermittelt. Geschaltet über das eine der beiden Push-Pull-Potis. Das andere ist bereits mit Kondensatoren zum Vermindern der Resonanzfrequenz belegt. Schaltungstechnisch ist das auf ein Konzept ganz ähnlich dem des Preamps von Albert Kreuzer hinausgelaufen, halt mit geringfügig anderen Bauteilwerten. Und einem Transistor weniger. Etwas hochohmiger ausgelegt als Alberts Preamp und demzufolge sparsamer; er sollte etwa 50% mehr Strom brauchen als der einfache Buffer in meinem EB-3. Eingangsimpedanz 1 MOhm, also deutlich mehr als das, was Humbucker in einer Gitarre üblicherweise "sehen". Vermindern kann man das bei Bedarf ja immer, und es hat viel Sinn, das in Abhängigkeit von der Kapazität zu machen, die über den C-Switch zugeschaltet wird.
Das Ding habe ich auf Lochrasterplatine zusammengebacken. Schön löten ist was anderes. Aber das überlasse ich gerne den Elektroingeniören - Hauptsache es tut zuverlässig.

Vor dem Testen mal eine kreative Pause. Aufräumen, Strumpfhose flicken und Bass üben...

EDIT: anbei der Schaltplan:
LG

Beate

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#65

Beitrag von thoto » 20.09.2017, 15:19

bea hat geschrieben:
20.09.2017, 14:31
Vor dem Testen mal eine kreative Pause. Aufräumen, Strumpfhose flicken und Bass üben...
... und Aufnahmegerät vorbereiten nicht zu vergessen... (whistle) ;)

Ich bin schon seehr gespannt, wie das Schätzchen klingt. (dance a)
Thoto

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#66

Beitrag von hansg » 20.09.2017, 15:53

bea hat geschrieben:
20.09.2017, 14:31
Schön löten ist was anderes. Aber das überlasse ich gerne den Elektroingeniören - Hauptsache es tut zuverlässig.
Wieso?, ist doch einwandfrei aufgebaut. (clap3)

Uebrigends ein wirklich schoener Bass.

Gruss
Hans

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#67

Beitrag von bea » 30.09.2017, 23:44

Natürlich hat das nicht so funktioniert, wie ich es wollte. Ein oder zwei Lötfehler, ein Denkfehler in der zweiten Stufe und vor allem die Exemplarstreuungen der JFETs - die Arbeitspunkte liegen in der Praxis irgendwo, aber nicht da, wo die Simulation sagt. Ok, das ist normale Härte im Umgang mit diesen Bauteilen. Wenn ich nicht die fixe Idee hätte, mit nur zwei Transistoren auszukommen, hätte ich auch einen Zweifach-OpAmp aus dem Fundus kramen können. Aber warum einfach, wenns auch umständlich geht.

Hier also eine überarbeitete Version - R2 und R7 muss ich in der Praxis ausprobieren. Die Simulation scheint mir aber zu sagen, wo ich auskommen muss... die Spannungen an Source und Drain müssen stimmen. In diesem Fall ist auch die Drainspannung wichtig, weil sie die Aussteuerbarkeit begrenzt. Also gleich nach dem Löten messen und ggf Widerlinge tauschen. What a Mess...

Hier der Frequenzgang. Man sieht, dass der "lineare " Einstellung bei 75 % Regelweg ist. Diesen Krampf muss ich bauen, weil ich nur logarithmische Push-Pull-Potis und nur mit 250 kOhm habe. Das verzerrt natürlich den Regelweg. Aus genau diesem Grund muss ich auch Impedanz des Lautstärkepotis mit parallelen Widerständen vermindern. Eine ziemliche Krücke, aber geht nicht anders (doch, mit einem zusätzlichen Source-Folger, aber ich will ja nur 2 Transistoren ... )

Und hier das Großsignalverhalten bei 500Hz und linearer Einstellung. Wegen der geringen Batteriespannung - ich möchte, das die Schaltung bei 8.3 V gerade noch tut - darf die Verstärkung nicht allzu hoch sein.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#68

Beitrag von bea » 03.10.2017, 18:06

Und weiter gehts mit der Selbstkritik und dem Kampf gegen die Exemplarstreuungen; ich mache gerade eine kleine Pause...

Zunächst zur Selbstkritik: wenn man so wenig Headroom zur Verfügung hat wie in einer Aktivelektronik mit nur 9 V (die mit nochmal deutlich weniger gut laufen sollte; meine Testbatterie bringt nur noch knapp 8.4 V), ist es schlauer, die Eingangsstufe als Sourcefolger aufzubauen. Verstärkung = 1 und Aussteuerbarkeit des Eingangs maximal. (Bei einem JFET bestimmt das Potential der Source die maximale unverzerrte Eingangsspannung).

Die zweiten Stufe dient ja dazu, die Verluste der Klangregelung auszugleichen. Hier ist die Frage der Aussteuerbarkeit des Eingangs nicht ganz so wichtig, weil das Signal an dieser Stelle schwächer ist. Die endgültige Einstellung der Verstärkung kann dann über eine mehr oder weniger stark verminderte Stromgegenkopplung des Sourcefolgers erfolgen, also wie oben in der Schaltskizze gezeigt, um eine teilweise Überbrückung des Sourcewiderstands durch einen Kondensator.

In diesem Bass habe ich es mit relativ leisen Tonabnehmern zu tun; daher könnte die gewählte Schaltung mit einer geringen Verstärkung auch der Eingangsstufe funktionieren. Am Oszilloskop sieht das jedenfalls ganz vernünftig aus; ich erhalte sogar eine leichte Verstärkung gegenüber dem Eingangssignal.

EDIT:
Und hier mal ein wenig Werkstattmusik; ich löte gerade die komplette Schaltung des Basses neu zusammen:

https://www.youtube.com/watch?v=z2Lwza2tm9Y
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#69

Beitrag von bea » 05.10.2017, 19:10

So, jetzt habe ich alles zusammen, und es funktioniert. Fast alles; beim C-Switch habe ich über den Billigamp nichts gehört. Naja, wie ich mich kenne, werde ich die Schaltung noch einige Male im Detail ändern.

Einer der beiden JFETs erwies sich als eher stromhungrig - er will immerhin 3 mA, der andere Pi mal Daumen 1 mA.

Wie nennt man das? Küchenelektronik?
Im Nachhinein bedaure ich ein wenig, dass ich nicht doch eine ECC82 verwendet habe - mit 18 oder 27 V sind die Anodenströme noch so gering, dass man das locker aus Batterien versorgen kann - man muss nur die 12 V für die Heizung von außen zuführen (neue Röhren an weniger als 18 V betreiben zu wollen ist so gut wie zwecklos ...). Aber diese Idee kam leider zu spät ...
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

#70

Beitrag von bea » 06.10.2017, 13:31

Inzwischen habe ich mal nachgezogen, was ich beim Zusammenbau konkret geändert habe - wegen der Exemplarstreuungen der Transistoren musste ich ja die Widerstände anpassen. Außerdem habe ich auf den letzten Drücker freihändig ein paar Dinge ergänzt. Zunächst mal die beiden möglichen Varianten der Klangregelung. Zunächst ohne Beeinflussung der Mitten. Die Neutralstellung liegt bei etwa 7 auf der Skala des Potiknopfes - ging leider nicht anders, weil ich nur Schaltpotis mit logarithmischer Kennlinie besitze (es gibt nur noch 250 kOHm log und 500 k lin, und billig direkt aus China nur erstere):
Und hier mit Mittenbuckel:
Jetzt die Schaltung:
Angeschlossen waren die Tonabnehmer an N004 - aber das Tiefpassfilter scheint dann doch eine Nummer zu heftig zu sein. Weil sich ja auch am 2. Transistor ein Tiefpassfilter befindet (C5 ist ziemlich klein), könnte das vielleicht ausreichen, um den überbordenden Tiefbass des Instruments zu zähmen.

Die Version mit Mittenbuckel klingt wie erwartet "kerniger" und vor allem auch lauter. Die Frequenz ist ein bisserl tiefer als gewollt - aber das ist leider den verfügbaren Bauteilen geschuldet. Weil es die niederohmigen Push-Pull-Potis von bzw für EMG nicht mehr gibt, musste ich ein 250k-Poti mit zwei Widerständen niederohmiger machen. Funktioniert aber ganz gut.

Es kann gut sein, dass der Eingangswiderstand von 330 k das ist, was mir nicht so gefällt - die Tonabnehmer benötigen möglicherweise eine noch geringere Bedämpfung der Höhenresonanz. Dabei habe ich sie im Vergleich zum EB3 schon vergrößert...
Bevor ich da was ändere, muss ich den Bass allerdings wirklich mal über den Mywatt spielen. Übers Mischpult und Kopfhörer hört man das nur bedingt, auch wenn der Vergleich zu anderen Bässen schon Hinweise gibt.
LG

Beate

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