SG-Bass mit Framus-Hals

Themen zum Bau von E-Bässen

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SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 1 von 63 Beitragvon bea » 10.11.2011, 04:05

Wer auch noch im Nachbarforum aktiv ist, hat vielleicht mitbekommen, dass ich vor einigen Wochen zwei alte Framus-Hälse ersteigert hatte:



Einer der beiden ist aus Schichtholz. Er besitzt eine sehr schön Gibson-artige Kopfplatte und hat eine Mensur von 76,3 cm. Diesen Hals habe ich vorhin gereinigt, geschliffen und die Bünde poliert (das Holz auch). Auch wenn er noch komplett unbehandelt ist, sieht er jetzt schon sehr schön aus. Vor allem: er fühlt sich noch viel besser an.

Dieser Hals verlangt geradezu nach einer Gibson-Replik. Auch wenn ich ein wenig zwischen RD-Form, LP-Junior-DC und SG-Form schwanke, sagt mein Bauch "SG". Jetzt, wo ich das Holz gesehen habe, doch nicht golden lackiert, sondern mit sichtbarem Holz, vielleicht in einem "Blond" wie in einer antiken LesPaul. Als Korpus eine SG Supreme mit den Abmessungen eines 60er-Jahre-EB3-Korpus - der Hals scheint mir den Aufwand für eine AA-Decke aus Ahorn wert zu sein. Darunter vielleicht eine 3-4 mm dicke Lage Machiche, und als Korpus - mhmm wenns einheimisch sein soll, vielleicht Erle?
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 2 von 63 Beitragvon potomac » 10.11.2011, 13:45

Da bin ich aber mal gespannt! EB-0- oder SG-Form ist sicher die richtige Wahl, viel Erfolg. Da ich ja auch zwei Hälse aus diesem Fundus ersteigert habe, werden wir in den nächsten Monaten sicher viel Spaß mit unseren Projekten haben. Ich werde allerdings erst im neuen Jahr damit beginnen, die Juniorcaster geht vor.
Gruß
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 3 von 63 Beitragvon bea » 10.11.2011, 15:40

Hallo Wolfgang,

konkret wird es auch bei mir sicherlich erst im kommenden Jahr weitergehen. Gerade bei den EB-3s sind ja einige Dinge zu klären, besonders, wenn das Instrument richtig gut werden soll. Und wesentliche Teile der Hardware sind nicht so einfach zu bekommen und schon gar nicht in der notwendigen Qualität - Brücke und Tonabnehmer können praktisch nur impeortiert werden. Bei den Sidewindern läuft ohne Modifikation überhaupt nichts. Die Brücke hat Probleme mit der Bundreinheit, weil sich die Saitenhalterung zu nah an den Stegreiterchen befindet, und wegen des schmalen Halses ist auf jeden Fall eine Gibson-kompatible Brücke erforderlich.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 4 von 63 Beitragvon potomac » 10.11.2011, 17:35

Och, ...ich bin da nicht so detailverliebt, im Gegenteil, die Form sollte dem Original entsprechen, der Rest kann bei mir gerne experimentell sein. Es würde mich nicht reizen eine 1:1 Kopie anzufertigen, wobei ich immer wieder den Hut ziehe, wenn dies anderen Kollegen/Kolleginnen gelingt oder diese sogar das Original übertreffen. Wenn mir klar ist, dass das Original Schwächen hat, dann sollte man diese nicht kopieren sondern korrigieren. Von daher könnte ich mir bei einer EB/SG-Kopie durchaus eine Lösung aus Einzelbrücken vorstellen und den Halswinkel weg lassen. Bei diesem Stringspacing ist die Auswahl an Brücken von der Stange allerdings nicht allzu groß. :(
Gruß
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 5 von 63 Beitragvon bea » 11.11.2011, 00:46

potomac hat geschrieben: Es würde mich nicht reizen eine 1:1 Kopie anzufertigen,

Das reizt mich auch nicht.

Wenn mir klar ist, dass das Original Schwächen hat, dann sollte man diese nicht kopieren sondern korrigieren. Von daher könnte ich mir bei einer EB/SG-Kopie durchaus eine Lösung aus Einzelbrücken vorstellen und den Halswinkel weg lassen. Bei diesem Stringspacing ist die Auswahl an Brücken von der Stange allerdings nicht allzu groß. :(


Eben. Und die, die sich einstellen lassen, kommen sogar mit dem Halswinkel klar (Schaller 3d). Dann gibt es wohl noch eine BadAss-Brücke, die beiden Supertones von Hipshot und sogar eine "authentische" 3-Point-Brücke. Über die Saitenführung muss ich nochmal nachdenken - Gibson hat im RD-Artist die 3-Punkt-Brücke mit einer Saitenführung durch den Korpus kombiniert. Technisch ginge das wohl mit den beiden Hipshots auch. Noch habe ich nicht eruiert, wie sich das klanglich auswirkt - aber die Idee finde ich spannend.

Das PU-Problem empfinde ich als viel gravierender:

Auf der einen Seite möchte ich den Ton des Mudbuckers, aber eben mit mehr "Leben" (Höhen). Stegseitig bin ich ja gerade am basteln.

Den Gibson-Sidewinder gibt es gebraucht nur zu Preisen, die Museal-Verrückte zu zahlen bereit sind. Diesen PU würde ich z.B. auf 10-15 k abwickeln (lassen) - dann bekommt er unter Beibehaltung des Grundcharakters deutlich mehr Leben.

Den PU aus dem aktuellen SG-Bass gibt es nicht einzeln, und das ist wohl auch ganz gut so - es ist ein Fake-Sidewinder. Unter der Haube befinden sich zwei Spulen eines Mini-Humbuckers getrennt durch einen Alu-Spacer, in den die vier Pseudo-Polschrauben eingesetzt sind.

Der Epiphone-Sidewinder taugt nicht viel, ist gebraucht nur schwer erhältlich, kann und muss modifiziert werden. Da weiß ich ja, was zu tun ist (mehr Eisen zwischen die beiden Spulen)

Es gibt ein Pendant von ARTEC, das eng verwandt mit dem Epi ist (gleiche Plattform). Unterschiede: breiters String-Spacing, 4 Keramikmagnete, hochohmige Wicklung. die müsste abgewickelt werden. Genau wie beim Epi benötigt er mehr Eisen um die Polschrauben.

Der DiMarzio Model one ist hierzulande schwer erhältlich. Ob er optisch ins Design passt, weiß ich noch nicht. Klanglich habe ich auch noch keinen Begriff.

Dann gibt es noch den Sidewinder von Curtis Novak. Auch der muss importiert werden und wird damit sehr teuer.

Die Sidewinder gibt es nur in Nickel. Momentan denke ich allerdings über goldene Hardware nach, und die Tonabnehmer sollten sich farblich nicht unterscheiden. Mhmm...

Also: es gibt noch einiges zu überlegen. Zum Glück besitze ich ja einen EB-3, an dem ich so einiges austesten kann.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 6 von 63 Beitragvon clonewood » 11.11.2011, 07:37

Den PU aus dem aktuellen SG-Bass gibt es nicht einzeln, und das ist wohl auch ganz gut so - es ist ein Fake-Sidewinder. Unter der Haube befinden sich zwei Spulen eines Mini-Humbuckers getrennt durch einen Alu-Spacer, in den die vier Pseudo-Polschrauben eingesetzt sind.


das klingt ja fast nach meinen fraglichen PU...

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 7 von 63 Beitragvon bea » 11.11.2011, 15:16

Sieht fast so aus. Vor kurzem erst bin ich bewusst über einen Beitrag von David Schwab in seinem Forum gestolpert, in dem er den PU kommentierte. Ich hab das mit Deinem Bild nicht mehr zusammengebracht.

Sooo schlecht klingt er übrigens nicht, besonders in Gibson's LP Junior DC - Bass.

Im direkten Vergleich um Welten besser als der unmodifizierte China-Sidewinder von Epiphone.
Aber es wird doch einiges an Potential verschenkt. Es wäre doch wohl kein Problem gewesen, die beiden Spulen un 90 Grad aufeinender zu gedreht gegen einen Stahl-Balken zu montieren und dann von oben echte Polschrauben einzusetzen.

Weil die beiden Exemplare, die ich gehört habe, in den Höhen etwas empfindlicher zu sein schien als mein Sidewinder nach der Modifikation, gefiel er mir im direkten Vergleich sogar noch ein klein wenig besser (ok, kann täuschen, er gibt einen etwas höheren Pegel ab, und die Halfrounds auf meinem EB-3 sind auch dunkler als die Roundwounds auf dem Bass im Laden). Wenn jedoch "Vintage-Mudbucker" gefragt ist, z.B. wenn ich mich an alten Cream-Titeln versuche, spielt der Sidewinder tatsächlich weitgehend authentisch, wenn er das soll.


Also dann mal Gratulation zu einem Original-Gibson Pickup.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 8 von 63 Beitragvon bea » 18.12.2011, 16:50

potomac hat geschrieben:Da bin ich aber mal gespannt! EB-0- oder SG-Form ist sicher die richtige Wahl, ....


... wird es aber nicht werden. Alea iacta sunt.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 9 von 63 Beitragvon Otz » 18.12.2011, 17:51

est, nicht sunt.
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 10 von 63 Beitragvon bea » 18.12.2011, 18:08

Man kann auch mit mehreren rumschmeissen. Ok, dann fehlt ein e.
Hatte über die Jahre vergessen, dass Würfel den Römern weiblich waren und das für Neutrum Plural gehalten.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 11 von 63 Beitragvon bea » 05.06.2013, 14:45

Ich konnte es nicht lassen. Gerade habe ich wieder einen Framus-Hals für den J-375 bestellt.

Von der Form her dachte ich eher an einen SG-Bass, vielleicht aber auch die Junior DC-Form.
Farblich bin ich noch hin- und hergerissen zwischen Gold (SG), Weiß, oder doch der Maserbirne/Nußbaum-Kombination, die ja eigentlich für den Nashville-Hals geplant ist. Wenn ich eine Lösung für einen vergoldeten Mudbucker hätte, könnt es auch grün mit goldener Hardware werden *g* Oder ich wage mich doch daran, violett zusammenzumixen.

Bild

Hat man eigentlich eine Chance, sowas mit Lack und oder Beize hinzubekommen, besonders auf dem rötlichen Birnenholz?

(nach nochmaligem drüberschauen: das passt *viel* besser zur Sharkfin-Form....)
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 12 von 63 Beitragvon bea » 09.06.2013, 23:44

Am Donnerstag trudelte ein weiterer Framus-Hals mit Gibson-artiger Kopflatte ein. Der musste erstmal unter die Dusche, so schmutzig war er. Kurzer Check: er ist gerade. Gut. Das Vulkanfiber-Dekor löst sich ab. Weniger gut; ich werde es wohl komplett entfernen und neu aufkleben müssen.

Die Form soll eine 60er EB-3-Form werden. Dieser Korpus ist deutlich leichter als die 70er-Version. Vorbilder für beide Varianten habe ich im Haus; ich muss die Forum nur abzeichnen.

In den späten 60ern hatte GIbson dem Bass einen sehr schönen glatten Hals-Korpus-Übergang spendiert. Am liebsten würde ich das bei diesem Hals ebenfalls realisieren. Ohne ziemlich tiefe Eingriffe in den Hals wird das schwer werden. Weil ich den Hals gerne einleimen und dazu auch die Leimfläche vergrößern würde, denke ich noch über eine praktikable Möglichkeit nach.

Der Korpus wird zweiteilig Erle. Das Holz habe ich bei Karlheinz auf dem Treffen gekauft. Es hat jetzt erstmal Zeit, sich zu akklimatisieren.
Farblich favorisiere ich diesmal eine deckend goldene Lackierung ähnlich diesem Projekt - aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen:

Bild

Tonabnehmer werden wohl ein Mini-Humbucker ähnlich dem, den ich mir für den weißen EB-3 habe anfertigen lassen und der ARTEC-Sidewinder. Den muss ich aber noch erheblich umbauen, damit er verwendbar wird.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 13 von 63 Beitragvon bea » 18.06.2013, 23:38

So, und weils so schön ist, mal ein Bild der Ausgangmaterialien:



2 Hälften Erle. Aus jedem Brocken kann bei geschickter Schnittführung ein dreiteiliger Korpus werden. Bei dem größeren der beiden könnte das sogar für einen naturbelassenen Korpus reichen, falls man die "Fehler" an die richtige Stelle bekommt.

Der Hals war inzwischen unter der Dusche; jetzt ist der Sand weg. Wie oben schon geschrieben, sieht man den Wasserschaden noch deutlicher als bei dem gleichartigen Hals des RD. Das Furnier der Kopfplatte hat sich nur recht wenig abgelöst; näheren Untersuchung zeigt, dass ich mir einen Gefallen damit tue, wenn ich es einfach wieder anleime.

Das Bild zeigt die Teile zusammen mit dem Vorbild - meinem EB-3. Der Framus-Hals befindet sich in korrekter Entfernung zum Steg des Epi. Man sieht zweierlei:
a) es besteht noch Bedarf an Feintuning der Proportionen.
b) Kofplastigkeit wird wohl kein Thema werden.
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 14 von 63 Beitragvon Poldi » 19.06.2013, 05:35

Dann hau mal rein...
Die Erle kannst Du ja auch prima Violett beizen.
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 15 von 63 Beitragvon bea » 11.08.2013, 02:05

Getan hat sich fast nicchts - ich muss mich zusammennehmen und mir die nötige Zeit geben...

aber ich konnte es nicht lassen, schon mal die Silhouette des Epi abzuzeichnen. Auf dem Papier, wo momentan nur die Umrisslinie zu sehen ist, fallen die sehr engen Cutaways so richtig ins Auge. Zumindest bei einigen Gibsons scheinen die tiefer und weiter ausgeschnitten zu sein. bei den Framus-Klonen ist das ganz offensichtlich der Fall.

Apropos Framus - ich schaue mir die Bilder von Framus Vintage näher an...
Interessant finde ich die Unterschiede im Detail: beim (teueren) S-375 befindet sich der Halsansatz in der Nähe des 18. Bundes. Beim J-375, dessen Hals ich besitze, befindet sich der Halsansatz in der Nähe des 16. Bundes. Dem entsprechend ist auch der Steg näher am Fuß des Instruments. In meinen Augen hat das überwiegend Vorteile:
- Weil der Hals bei gleicher Mensur kürzer ist und auch die Brücke näher am Fuß dürfte das Instrument besser ausgelastet sein als dar große Bruder und erst recht besser balanciert als die Gibsons und Epiphones. Daraus folgt auch, dass die Taillie sich näher am Sattel befindet - das könnte dem Komfort beim Spielen im Sitzen zugute kommen - da mag meine EB-3 nämlich nicht so besonders.

Allem Anschein nach sind bei Framus die Cutaways etwas weiter ausgeschnitten. Das sollte ich noch nachmessen; es gefällt mir jedenfalls gut.

(Je nach Auslegung der Schaltung und Qualitäüt der Tonabnehmer könnten das sehr gut klingende Instrumente sein, u.U dem echten EB-3 überlegen. Besonders über den PU mit den einstellbaren Polschrauben wüsste ich gerne mehr, außer dass er im Prinzip wie ein P90 aufgebaut ist...)
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 16 von 63 Beitragvon bea » 16.08.2013, 01:14

Eine grobe Skizze; einen exakten Plan brauche ich nicht - die Details werden nach Sicht von Hand ausgeformt (und ich habe ja den exakten Umriss 1:1 auf Papier).

Die Eckmaße vom Korpus des SG-Basses abgenommen, die Cutaways sind ähnlich wie beim J-375 etwas weiter ausgeschnitten. Die Anfasungen sind beim Epi vorne und hinten symmetrisch. Hals/Korpusübergang und Stegposition für den Hals des S-375 angepasst. Die Tonabnehmerpositionen in der Skizze stammen vom RD-Bass. Der Halstonabnehmer wird wohl noch ein Stückerl hin zum Hals wandern.

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 17 von 63 Beitragvon bea » 21.10.2013, 20:26

So langsam gehts voran. Mal ein erstes Bild von der Baustelle mitten im Chaos. Den Umgang mit der Bildhauerfeile muss ich noch üben.



Der Boden bleibt bis auf die Cutaways plan, bis der Hals eingesetzt werden kann. Beim rückwärtigen Shaping wollte ich mich dann eher an ergonomischen Gesichtspunkten orientieren. Auch die PU-Löcher kommen erst rein, wenn klar ist, was für Tonabnehmer verwendet werden sollen. Vielleicht benötige ich sogar gar keine Löcher, sondern baue mir flache LoZ-Tonabnehmer. Mal sehen.
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 18 von 63 Beitragvon bea » 31.12.2013, 23:46

So, heute endlich auch am E-Fach weiter ausgearbeitet. Im groben ist es jetzt fertig.



Zunächst anreißen - wie immer verunglückt mir das. Danach mit dem Stecheisen ein kleine Vertiefung ausstechen und das ganze mit dem Grundhobel ausarbeiten. Anschließend noch mit der Ziehklinge und einem Hohleisen die ärgsten Fehler beseitigen.



Abeschaut habe ich das in Baranbies Video, also von dem Typ, der in seiner winzigen 1-Zimmer-Wohnung in Tokyo die tollsten Gitarren nur mit Hadwerkzeugen baut... wie der das so genau hinbekommt, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 19 von 63 Beitragvon bea » 02.02.2014, 02:33

Langsam gehts weiter. Hier die Halstasche von hinten. Das Shaping wird als fertig definiert. Es wird Zeit, dass ich den Korpus ordentlich schleife.

LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 20 von 63 Beitragvon Poldi » 02.02.2014, 11:34

Sieht doch schon gut aus.
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 21 von 63 Beitragvon Joachim » 03.02.2014, 01:06

Ja, sieht gut aus, tolle Arbeit!
Gruss
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 22 von 63 Beitragvon bea » 01.08.2014, 16:13

Gaaanz langsam geht es weiter. Rohbau der PU-Öffnungen. Leider gab es ein paar Ausrisse, und leider habe ich einen der drei tiefen Ausrisse am Steg-PU nicht rechtzeitig bemerkt, un das Holz retten zu können :-(
Naja, auch da gibt es Auswege, macht halt mehr Arbeit.

LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 23 von 63 Beitragvon bea » 02.09.2014, 23:59

Ok, der Grobschliff ist jetzt weitgehend abgeschlossen (Korn 180). Die Dellen sind draußen. Für den Korpus gehts jetzt an den Feinschliff und ans Lackieren. Mit den Tonabnehmern habe ich auch schon angefangen.



LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 24 von 63 Beitragvon Poldi » 03.09.2014, 05:44

Schön, und alles in Handarbeit.
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 25 von 63 Beitragvon Haddock » 03.09.2014, 06:49

Guten Morgen,

Sauber, Bea!

Gruss
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 26 von 63 Beitragvon bea » 17.09.2014, 01:24

Nicht viel, aber ich muss bloggen...



Erste Schicht Grundierung mit PU-Acryllack, aufgetragen mit einem feinen Pinsel. Erwartungsgemäß hat das Holz die Feuchtigkeit sofort aufgenommen, und die Fasern haben sich hochgestellt. Vorsichtshalber habe ich deshalb nur bis Korn 400 geschliffen. Der nächste Zwischenschliff vor der zweiten Lage Grundierung wird wohl feiner ausfallen.
Der Lack ist bereits jetzt (15-20 min später) so trocken, dass ich mich zusammanreißen muss und ihm noch mehr Zeit gebe.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 27 von 63 Beitragvon bea » 24.09.2014, 21:31

So, und ein wenig ist am Finish passiert. Die Farbe muss ein wenig aushärten, dann gehts weiter mit schleifen (1200er Papier ist bei dieser Farbe bereits zu grob...). Ein Abschluss mit Klarlack und Auspolieren ist natürlich geplant. Ob ich dazu den im Grunde bewährten PU-Acryl-Parkettlack verwenden kann, ist noch nicht sicher; bei der ersten Schicht der goldenen Farbe (ebenfalls PU-Acryl wasserbasiert) hatte ich arge Probleme mit der Benetzbarkeit.

LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 28 von 63 Beitragvon Poldi » 25.09.2014, 05:37

Is ja goldig... (clap3)
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 29 von 63 Beitragvon Haddock » 25.09.2014, 08:37

Guten Morgen Bea,

was ich auf dem kleinen Display sehen kann, schaut das richtig Geil aus!

Gruss
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 30 von 63 Beitragvon bea » 06.11.2014, 21:12

So langsam komme ich weiter.
Der Hals ist gold-transparent. Feinschliff/Micromeshing steht noch aus.





Und hier mal erste Bilder von den Tonabnehmern

LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 31 von 63 Beitragvon filzkopf » 06.11.2014, 22:05

Die Farbe ist ja saucool!!!!! :D :D
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 32 von 63 Beitragvon wasduwolle » 06.11.2014, 22:22

Wird klasse, Bea!!!!
Richtig schön (clap3) (clap3) (clap3)
Grüsse
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 33 von 63 Beitragvon Arsen » 07.11.2014, 00:04

Hi Bea, warum hast du im Shaping auf der Rückseite zwischen Hüfte und Hörnern diese Außenkurve ausgeformt?
Gruß, Arsen
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 34 von 63 Beitragvon bea » 07.11.2014, 01:27

Weil er sich so besser anschmiegt, wenn ich im Sitzen spiele.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 35 von 63 Beitragvon Haddock » 07.11.2014, 07:56

Guten Morgen Bea,

megasupermässig schaut er aus! Bin schon auf die Tonabnehmer gespannt. Weiter so!

Gruss
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 36 von 63 Beitragvon the bird » 07.11.2014, 10:19

Gold transparent, das klingt echt interessant. Wie hast Du das gemacht und gibt es vielleicht ein Detailbild?

Grüße

Cyrill
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 37 von 63 Beitragvon DoubleC » 08.11.2014, 12:50

gG(geiles Gold) Sieht aus wie ein Instrument für Auric Goldfinger. Klasse!

Wo bekommt man/frau wasserbasiertes PU-Gold? Was ist das für 'ne Marke??? Das finde ich hochinteressant..........

Gruesze


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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 38 von 63 Beitragvon bea » 08.11.2014, 15:09

DoubleC hat geschrieben:Wo bekommt man/frau wasserbasiertes PU-Gold? Was ist das für 'ne Marke??? Das finde ich hochinteressant..........


Hier: http://www.dukatshop.de/LACKE-Gold-Silb ... :::61.html


Die Semitransparenz habe ich durch etliche Schichten aus "recht stark" verdünntem Lack erreicht. M.E. sind die vom Lieferanten irgendwo erwähnten "bis zu 10%" Verdünnung beim Auftrag mit dem Pinsel mehr oder weniger Pflicht, und auch dann wird ein wirklich gleichmäßiger Auftrag schwierig. Da sehe ich für mich noch einiges an Verbesserungsbedarf.

Das Material ist übrigens recht ergiebig. Ich habe 100 ml gekauft und gerade mal die Hälfte verbraucht. Weil mir das Weiß von Stormy Monday doch zu grell ist, werde ich diese Gitarre wohl ebenfalls vergolden... (ich sah sie ohnehin schon immer eher gelb, war mir aber wegen des Farbtons sehr unschlüssig.)
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 39 von 63 Beitragvon bea » 14.11.2014, 02:30

So, heute mal meditativ micro-gemesht, Griffbrett geölt, Sattel aufgeschraubt. Die Tonabnehmer fehlen noch, die löcher für die Potis sind noch nicht gebohrt - klingt erstmal widersinnig, aber die endgültige Schaltung wird davon abhängen, was bei den Tonabnehmern klanglich rauskommt. Bilder lohnen sich natürlich erst dann, wenn man wieder ordentlich was sehen kann.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 40 von 63 Beitragvon bea » 03.12.2014, 13:56

Hoffentlich bekomme ich heute die Spulenkörper der Tonabnehmer fertig. Hier mal ein Zwischenstand:



Nach den ersten Erfahrungen mit Bisonic-artigen Tonabnehmern - Christoph Dolf hat einen für mich angefertigt - werde ich abweichend von der ursprünglichen Planung wohl besser Keramikmagnete verwenden.

Ach so: die Hardware ist inzwischen schon montiert - bis auf die Mechaniken. Da hatte ich verdrängt, dass ich nur einen Satz vergoldete über hatte, und das passt hier nicht. Der Bass bekommt Chrom-Hardware.

Kleine Ergänzung: hier die Spulenkörper komplett. Nicht, schön, aber selten, dafür aber wohl funktonal. Und unter geschlossenen Bechhauuben unsichtbar.

LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 41 von 63 Beitragvon bea » 25.01.2015, 01:17

Ein wenig ohne Bilder bloggen - es ist so wenig sichtbar, dass sich Bilderchen nicht lohnen.

Die Außenkontur der Spulenkörper habe ich nochmal bündig geschliffen, so ungefähr jedenfalls. Die Aderendhülsen zum Einlöten der Drähte sind innen nicht bündig, da wird sich der Draht beim Wickeln verhaken. Da muss ich nochmal ran. Ansosnten habe ich endlich die Löcher für die Potis markiert (von innen) und die Öffnungen für Buchse, Drehschalter und zwei Potis gebohrt.

Mit den Mechaniken haperte es ein wenig: Schaller hat offenbar Lieferschwierigkeiten bei verchromten M4-2000. Schneidermusik (dort waren sie als auf Lager gekennzeichnet) hatte die Bestellung ohne Benachrichtigung komplett storniert :-( Ok, irgendwann fand ich dann heraus, was los war. Lieferbar waren dann nur noch vernickelte M4-2000 - eigentlich schöner als verchromt, aber der Rest der GItarre hat Chromteile. Wegen des Lieferengpasses habe ich sie trotzdem bestellt.

Der Bass hängt jetzt mit Saiten an der Wand und harrt darauf, dass ich endlich die Tonabnehmer wickle. Die Idee, mal probehalber Gitarrenhumbucker zu verbauen, habe ich verworfen. Die PU-Öffnungen sind so klein gehalten, dass normale Humbucker nicht eingebaut werden können (Füße, Schrauben). Ich denke ja auch eher daran, eine Bodenplatte aus Sperrholz zu bauen und dann die Tonabnehmer auf Niveau der Griffbrettoberkante fest einzubauen.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 42 von 63 Beitragvon bea » 03.04.2015, 00:12

Es geht nur ganz langsam weiter. Gestern endlich die Spannstababdeckung angefertigt:

LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 43 von 63 Beitragvon sunrisebrasil » 03.04.2015, 08:37

Cooles Gerät!
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 44 von 63 Beitragvon bea » 14.07.2015, 23:37

Die Tonabnehmer sind noch nicht fertig. Trotzdem durfte er heute mal kurz bassen. An Stelle der selbstgemachten LoZ-Tonabnehmer Gitarrenhumbucker mit einer simplen Schaltung: Toggle, Vol, Ton. Potis 250 kOhm. Die Tonabnehmer könnten einige bereits kennen - ein Pärchen Humbucker aus dem Schmuckshop88, das ich eigentlich ausschlachten wollte. 12,95 das Paar, incl. Versand. Es ist die Variante mit zwei Reihen Stahlstiften gänzlich ohne Polschrauben. Dazu noch die Kappen, ebenfalls aus dem Schmuckshop. Gut, dass ich die PUs heile gelassen habe.

Wie er klingt? Sehr ähnlich dem RD, aber nicht ganz. Zum einen ist der Halstonabnehmer dort, wo er auch bei meinem Epi EB-3 sitzt. Beim RD ist er etwas näher am Steg. Für die Stegposition habe ich beide Male die MM-Position gewählt. Durch die Potis ist die Höhenresonanz vermutlich etwas stärker bedämpft als beim RD. Der Hals ist etwas fetter als bei diesem, obwohl beide für den Framus J-375 gedacht waren. Der Korpus ist diesmal aus Erle. Mechaniken beide Male Schaller M4-2000, Brücke Hipshot Supertone 2-Punkt. Saiten jeweils D'Addario Black Nylons, beide Sätze eingespielt (die scheinen ewig zu halten). Akustisch klingt das Instrument höhenreicher als der RD, elektrisch ist es umgekehrt. Die Gitarrentonabnehmer klingen etwas weniger "offen", eine Idee "mumpfig". Zum einen scheint das an der schwächeren Höhenresonanz zu liegen, vor allem aber scheinen das Wirbelstromverluste in den Polstiften der Gitarren-PUs. Die dürften schon ausgeprägter sein als die Wirbelstromverluste in den Alnico-Blades der Thunderbucker des RD.

Alles in allem also ein wuchtiger Ton, richtig fett und vermutlich noch ne Schippe druckvoller als der RD. Und das will was heißen.









Und hier die Rückseite mit der missratenen (aber reparierbaren) Abdeckung:

LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 45 von 63 Beitragvon Poldi » 15.07.2015, 05:31

Wow, der ist Dir echt gelungen. (clap3) (dance a) (clap3)
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 46 von 63 Beitragvon frizzle » 15.07.2015, 06:09

Sehr cool!!!
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 47 von 63 Beitragvon headstock » 15.07.2015, 06:43

Moin,

super hinbekommen Bea! (clap3) Er ist golden und trotzdem schlicht. Und wenn er dann auch noch fett klingt - was will man mehr...
Bässer ;) kann man es kaum machen...

Gruß Martin
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 48 von 63 Beitragvon liz » 15.07.2015, 07:29

ist ja goldig! sehr schön!
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 49 von 63 Beitragvon Haddock » 15.07.2015, 08:27

Guten Morgen,

der schaut echt super aus! (clap3)

Gruss Urs
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 50 von 63 Beitragvon hatta » 15.07.2015, 09:40

Sehr geil! (clap3)
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 51 von 63 Beitragvon filzkopf » 15.07.2015, 09:55

das Gold ist wirklich sehr schick!!!! :D
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 52 von 63 Beitragvon bea » 15.07.2015, 12:20

Schön, wenn er Euch gefällt. Handwerklich habe ich ein paar Dinge besser hinbekommen als beim RD, dafür sind andere Dinge gründlichst in die Hose gegangen und nur eben gerade noch zu retten gewesen.
Ein Instrument, das zumindest von weitem gut aussieht und dass sich gut spielen lässt, ist es dennoch bereits jetzt - er ist ja noch nicht fertig; die Elektrik ist doch sehr behelfsmäßig und muss nochmal komplett neu gemacht werden.
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 53 von 63 Beitragvon iporka » 15.07.2015, 21:15

Très chic!

(clap3) (clap3) (clap3)

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 54 von 63 Beitragvon capricky » 16.07.2015, 15:10

Also die Lackoptik finde ich ausgesprochen gut! (clap3)

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 55 von 63 Beitragvon bea » 26.10.2015, 01:55

bea hat geschrieben: die Elektrik ist doch sehr behelfsmäßig und muss nochmal komplett neu gemacht werden.

Weil ich fürs erste keinen Nerv habe, die Tonabnehmer weiter zu bauen (es gibt einfach zu viele parallele Stränge, und es gibt immer wieder neue Dinge an den bestehenden Instrumenten zu tun, momentan an der V), ein paar Optimierungen an der bestehenden Schaltung.

Ein kleiner Blick ins E-Fach zeigt das erste Problem: ich finde keine Potis, die mechanisch passen.



Benötigt werden 500 kOhm oder wohl sogar noch besser 1 Meg mit 10 mm Gewinde und 12.5 mm Gewindelänge, möglichst mit gezahnten Achsen. Sowas gibt es bei den einschlägigen Händlern nicht. Aus dem Fundus passen nur die beiden Push-Push-Potis hinein - die haben allerdings nur 250 kOhm und waren für die Klangregelung in der geplanten Aktivelektronik dieses Basses und/oder des RD gedacht.

Also ein Notbehelf: Poti in Reihe mit Widerstand als Lautstärkeregelung. 390 kOhm finde ich besser als die 220 kOhm, mit dene ich mir in den letzten Monaten beholfen hatte. Dazu noch eine Treble-Bleed-Schaltung mit parallelem RC-Glied und 4.7 nF als C-Switch.
Mal von dem sehr knappen Regelweg abgesehen, den die Lautstärkeregelung jetzt noch hat - eben gerade, was ich während des Spiels benötige, habe ich jetzt 6 Sounds zur Verfügung, die allesamt brauchbar sind. Morgen nochmal ein Test über die Anlage, aber vermutlich ist er so zwar noch lange nicht fertig, aber einsetzbar.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 56 von 63 Beitragvon bea » 24.03.2016, 01:18

Mal blogmäßig weiter: auf die Dauer waren mir die Gitarrentonabnehmer doch zu basslastig. Weil ich mich momentan nicht dazu aufraffen kann, an den LoZ-Tonabnehmern weiterzubauen, ein weiterer Kompromiss:

In meinem RD-Bass bewähren sich die Barfuss'schen Thunderbucker ja bestens. Schon seit einiger Zeit wüsste ich daher gerne, ob und wie sich die GFS Lipstick-Humbucker als Basstonabnehmer machen. Grund ist die technische Ähnlichkeit mit den frühen T-Bird-Tonabnehmern - Alnico-Klingen mit Draht drumherum. In den frühen Donnervögeln wurden 500k-Potis für die Lautstärke verwendet und 250 k/22nF in der Klangregelung. Wenn alles klappt würde ich dann also sogar die Tonblende aktivieren können...

Die Barfuss'schen Thunderbucker haben 9k am Hals und 10k am Steg. Daher habe ich vorhin zwei Doppel-Lipstiks in der 9k-Variante geordert. In schwarz. Und dazu PU-Ringe in Chrom. Auch wenn der Schmuckshop diese schon auf die Reise geschickt hat, wird es sicherlich ein paar Wochen dauern, bis die Sachen da sind. Bin mal gespannt, was zuerst eintrudelt... Tonabnehmer, PU-Ringe, die Labella White Tapes, auf die ich schon ewig warte oder der Oberton 15L400, der auch schon überfällig ist.
LG

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Mein Bass trägt Lippenstift (was: SG-Bass...)

Beitrag 57 von 63 Beitragvon bea » 04.04.2016, 12:24

Wie die Überschrift sagt: mein Bass trägt jetzt Lippenstift. Richtig dick aufgetragen, gleich vier Stück:



Es handelt sich um Lipstick-Humbucker von GFS, Alnico-2-Magnete, 9 k. Im Vergleich zu den Thunderbuckern von David Barfuss, die ja ähnlich konstruiert sind, jedoch wohl mit Alnico5, sind sie deutlich leiser und weniger höhenreich. Was nicht unbedingt ein Nachteil sein muß. Über den Mywatt und die TL606-artige Box mit dem Oberton-Chassis richtig gut und rund. So wie er zur Zeit ist, kann er alles - vom tiefen, aggressiven Rumms eines EB0 hin zu einem runden, vollen Ton mit schönen Höhen für Sologefuddel. Freunde des schnellen Daumens würden nicht so auf ihre Kosten kommen - aber zum Slappen ist ja eh der Halstonabnehmer im Weg.
Vielleicht hätte ich den Stegtonabnehmer ein paar wenige mm näher am Steg platzieren sollen, um etwas mehr Hochmitten zu erhalten - aber auch so klingt er prima.
LG

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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 58 von 63 Beitragvon filzkopf » 04.04.2016, 16:15

Bea, der sieht wirklich saucool aus!!! (clap3)
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 59 von 63 Beitragvon penfield » 04.04.2016, 18:01

filzkopf hat geschrieben:Bea, der sieht wirklich saucool aus!!! (clap3)


Stimmt. Der hat was! (clap3)
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 60 von 63 Beitragvon Poldi » 05.04.2016, 05:32

filzkopf hat geschrieben:Bea, der sieht wirklich saucool aus!!! (clap3)

dito.
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 61 von 63 Beitragvon hatta » 05.04.2016, 08:07

Ich steh auf sg's (clap3)

Echt geil!
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 62 von 63 Beitragvon Haddock » 05.04.2016, 09:36

Guten Morgen,

spitze, mir gefällt es auch! (clap3)

Gruss
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Re: SG-Bass mit Framus-Hals

Beitrag 63 von 63 Beitragvon DoubleC » 06.04.2016, 18:42

Klasse!

Und auch die Idee mit den Lippenstock-Aufgreifern..............muss ich mir merken!!!!

Chic!


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