Basslownia

Themen zum Bau von E-Bässen

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Re: Basslownia

#76

Beitrag von penfield » 13.05.2017, 12:19

Danke.
War ja mehr ein Unfall als Absicht... (whistle)

Ich bin auch schon neugierig, denn jetzt wird Neuland betreten, da ich meinen neuen Mipa Transparentspachtel austesten werde, den ich aufgrund dieses Artikels dereinst gekauft habe.

Aber erst Morgen.
Der Härter trocknet noch.
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Re: Basslownia (25. Teil)

#77

Beitrag von penfield » 13.06.2017, 18:56

Nach gefühlten 3 Jahren Werkstattumbau (der in Echtzeit etwa 4 Wochen dauerte ;)), ging es am Wochenende endlich wieder weiter.

Zur Erinnerung: Vor etwa vier Wochen habe ich die Löcher, die vom Verschrauben mit der Frässchablone und den einzelnen Teilen des Body stammen mit Titebond und Rundstab verschlossen.
Die dann vor vier Wochen (mehr schlecht als recht) noch begonnene Verspachtelung wurde wiederholt.

Tags darauf mit Klinge und Schleifpapier bearbeitet.
Hier die verspachelten Ausrisse am Horn
Nun, wie damals angekündigt, zur Transparentspachelmasse von MIPA: ist gelartig, gut zu verarbeiten. Sie haftet auch gut auf Holz und kann gut eingearbeitet und verteilt werden. (Enthält Styrol, also Schutzausrüstung nicht vergessen!)

Meine Vorstellung war (inspiriert durch Internetzlink) die Spachtelmasse fungiert als Spachtel und Porenfüller gleichzeitig und beides ist in einem Arbeitsgang erledigt.

Bei der ersten Anwendung habe ich trotz besseren Wissens zu viel draufgepappt; das Ergebnis war eher unbauchbar (zumal ich den Verdacht habe, zu wenig Härter eingesetzt zu haben und der Nachbearbeitungsaufwand sehr groß war).

Ich habe die Spachtelung daher wiederholt. Beim zweiten Mal habe ich das Gel eingewogen (den Härter auch) und auch nicht draufgepappt und grob verschmiert, sondern mit einer Klinge verteilt und Überschüsse damit gleich abgezogen (ja, da hatte ich den Artikel noch einmal gelesen (whistle); das dünn Auftragen (sagt ja auch der Hausverstand) und das Abnehmen mit der Klinge beschreibt auch der Verfasser des oben angsprochenen Links). Das hat wesentlich besser geklappt und das Ergebnis war auch deutlich besser.

Bei der Bereinigung gestern Abend mit Klinge und Schleifpapier zeigte sich, dass auf den Flächen der größte Teil der Spachtelmasse weggeschliffen werden musste, um eine (halbwegs) glatte Oberfläche zu bekommen, wodurch auch viele Poren wieder aufgerissen wurden.

Die größeren Löcher, Ausrisse und Vertiefungen sind jedoch sehr gut gefüllt worden.
Ebenso die Lücken zwischen Binding und Kanalrand.

Wo das Binding überstand, hat sich durch das Abziehen mit der Klinge ein glatter Übergang ausbilden lassen.
(Wo noch Unregelmäßigkeiten im Übergang waren, habe ich mit Superkleber nachgeholfen)
Anschließend hab´ ich mit der Ziehklinge Binding und Seiten aneinander angepasst, sodass die Übergänge jetzt schön glatt sind und alles gleich hoch ist. (so wurde es ja Forumseitig gefordert ;))

Jetzt muss ich entscheiden, wie es weitergeht, noch einmal Spachtel als Porenfüller, Altbwährtes (Holzhärter und Epoxy; oder ein dutzend Schichten PU Lack 8)) oder alles zusammen …
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Basslownia (26. Teil)

#78

Beitrag von penfield » 10.07.2017, 19:56

So, endlich wieder Zeit zu bloggen... :D

Wie so oft, habe ich es dann doch anders gemacht ;)

Nach der Verschmierung mit 2K Transparentspachtel habe ich die ganze Bassgitarre geschabt und geschliffen.

Nach einem gründlichen Schliff überlegte ich, wie ich die Sache noch weiter beschleunigen konnte, da fiel mein Blick auf eine Flasche Sand'n'Seal auf Wasserbasis (die schon ein Zeitl da im Regal steht).

Wie bei allen wasserenthaltenden Produkten, ist auf die "grain raising abilities" Rücksicht zu nehmen. Durch die Vorbehandlung mit Holzhärter und 2K Spachtel hat sich hier aber keine Faser auch nur bewegt.

In Sachen Auftrag und Trocknung unerreicht. Innerhalb von 10 Minuten-Viertelstunde ist alles mehr als trocken, wenn man dünn aufträgt. Dann gleich nachgeschabt und nächste Schicht. Ich habe das Zeug mit Fingern und Handballen aufgetragen (Handschuhe!). Einfach Einmassieren und Verteilen bis es klebrig wird. Dadurch kann man wirklich dünne Schichten auftragen und das Zwischenschleifen/-schaben geht sehr schnell.
4 Mal wiederholt ergab das nach abschließendem Schaben und Schleifen eine schon recht glatte Oberfläche.
Allerdings waren bei nährer Betrachtung dann doch noch einige Poren und leider auch gröbere Untiefen etc. zu füllen. (Das Paulownia Leimholz hat leider seine Tücken)

Weil ich ungeduldig war, habe ich die (aus dem Internet stammende) Methode mit Cyanacrylat Kleber zum Porenfüllen ausprobiert, d.h. die Oberfläche mit mittelflüssigem Sekundenkleber eingelassen (Haftung und Füllvermögen gut; mit einer Klinge gut verteilbar). Wegen der beißenden Dämpfe Schutzausrüstung tragen!

Wichtig: CA ohne Aktivator trocknen lassen. Aktivator induzierte Polymerisation geht oft so rasch, dass die Lösung zu kochen beginnt und Gasblasen eingeschlossen werden; das ergibt weißliches, porös-löchriges Polymerisat (habe es ausprobiert :roll: ).

Stellenweise habe ich nach dem Auftrag mit der Klinge sanft nachgearbeitet.

Ich stelle mir vor, dass mit dünnflüssigem Sekundenkleber eine gute Sperrschicht vielleicht sogar Härtung der Oberfläche erreicht werden kann. Der mittel- oder dickflüssige Kleber hat aber besseres Füllvermögen und trocknet nicht so schnell. (Und Sperrschicht war ja wegen der Vorbehandlung nicht mehr nötig).

Nach dem Trocknen (o.n) habe ich mit der Klinge geschabt und manche Stellen teilweise noch einmal mit Sekundenkleber eingelassen, da ein paar tiefere Hacker des mehrmaligen Füllens bedurften.
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Basslownia (27. Teil)

#79

Beitrag von penfield » 11.07.2017, 18:05

Nach anfänglichen Euphorie erfolgte prompt die inzwischen beinahe schon erwartbare Ernüchterung. Baumarkt Paulowniaholz ist eine echte Hausforderung - oder ich bin einfach nicht lernfähig genug. Jedenfalls war bei genauer Betrachtung das Ergebnis nicht so toll wie gedacht.

Da nicht sein kann, was nicht sein darf, habe ich die Behandlung mit CA Kleber nach einem, meiner Meinung nach, gründlichen Schliff noch einige Male wiederholt. Aber jedes Mal, wenn ich ein paar Stellen zugemacht hatte, sind neue aufgetaucht bzw. mir erst dann aufgefallen.

Damit etwas weitergeht, habe ich mich dann dem TR-C und dem eFD zugewandt.
Die Vorderseiten des TRC und den EFD hatte ich mit dem Bass gemeinsam behandelt, was beim dafür verwendeten Sperrholz rasch ging und gut funktionierte.

Anschließend habe ich die Rückseiten Schwarz gesprüht.
Die Magneten vom EFD habe ich mit Abdeckgummimasse zugepappt, was prinzipiell funktioniert hat, aber für runde Flächen ist das Auftragen der Abdeckmasse mühsam und unpräzise.
Die Rückseiten sind nur mit Sand’n‘Sealer behandelt (mehrfach). Das ist nicht genug, um Kratzer, Lücken und Poren (vollständig) zu füllen. Die Vorderseiten sind aber schön glatt.
Die kleinen Lücken um die Metallscheiben habe ich mit Edding nachgemalt.
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Basslownia (28. Teil)

#80

Beitrag von penfield » 12.07.2017, 19:16

Nach dem der Frust abgeflaut war, habe ich munter weiter geschabt und geschliffen - und natürlich wieder aufgefüllt mit Sekundenkleber - und geschabt und geschliffen, usf...

Dabei habe ich auch Binding und Holz sukzessive aneinander angenähert.

Dann wandte ich mich dem Headstockfurnier zu.
Mit dem Headstock gab es folgendes Problem: Damit die Mechaniken nicht im Furnier verschwinden, habe ich den Headstock um etwa Furnierstärke abgeschliffen. Wie sich zeigte, leider nicht ganz gerade. Ich fand heraus, dass sich diese Unregelmäßigkeit durch das Abtragen des Sattelauflagebereiches ausgleichen ließ. Der Sattel wird dann ins Furnier geschnitten.
Ich hoffe, dass funktioniert so, wie ich es mir vorstelle...
Ob das klug war, wird sich weisen...
Jedenfalls war die Leimfläche jetzt annehmbar und nachdem ich die TR Zugangsöffnung mit dem Beidl ;) erweitert
und das Gegenstück ins Furnier geschnitten hatte, leimte ich es auf.

Hier das inzwischen schon traditionelle Zwingenbild
(Inzwischen habe ich eine zweite gelbe Markenzwinge ;-))

Das sah am Ende gar nicht schlecht aus.
Das Furnier habe ich dann so zugesägt, dass es leicht übersteht. Denn das Furnier bleibt Natur und soll erst nach dem Lackieren gefräst werden damit sich eine wirklich schöne und saubere Furnierkante ergibt. Auch hier wird man sehen, ob das eine gute Idee war...

Anschließend habe ich Basslownia sauber gemacht und die fesche Lackiertracht angezogen
Lackiert habe ich aber dann doch noch nicht, denn ich habe noch mehr Lücken, Kratzer und Hacker und Poren und ich weiß nicht was für Unregelmäßigkeiten und Fehler in der Oberfläche bemerkt. Also habe ich weiter brav verklebt, geschabt und geschliffen.
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Basslownia (29. Teil)

#81

Beitrag von penfield » 14.07.2017, 19:20

Vielleicht kennt der eine oder andere von Euch dieses Phänomen: Je mehr ich an der Oberfläche herumwerkte, desto mehr Fehler entdeckte ich. Zudem mehrten sich in bedenklicher Häufigkeit gröbere Hacker, die offenbar beim Handling von Basslownia während der (inzwischen schon leicht verzweifelten) Oberflächenbehandlung verursacht wurden.

Also dachte ich: Es wird nicht mehr besser, die paar Lücken, Poren und Ritzen, die noch offen sind werde ich ertragen.
Meine Lackiervorrichtung ist immer noch nicht fertig, deshalb habe ich Basslownia, nach einer letzten intensiven Oberflächenbehandlung, in den alten Kasten gehängt
Da sich die Oberfläche inzwischen doch glatt und gut anfühlte, beschloss ich einfach drauflos zu sprühen.

Das geht ja selten gut und hat auch dieses Mal nicht funktioniert 8)
Deutlich erkennbar hier, eine gewisse Unverträglichkeit des Untergrundes mit dem metallic-roten Felgenlack von Dupli.

Ich vermutet, dass es am (zu frischen) CA Kleber lag. (Ohne Aktivator kann es dauern, bis völlig durchgetrocknet)

Wieder einmal atmete ich durch, seufzte tief und sah ein wenig unwirsch drein, aber irgendwie hatte ich so etwas erwartet
(warum mein Gespür im Moment keine Konsequenzen hat, kann ich noch nicht so richtig erklären, aber ich arbeite daran (think) ).

Ich ließ also den roten Lack trocknen, schliff ihn dann an und begann Primer aufzutragen.

Dabei hat mir diese Errungenschaft sehr geholfen: Der Sprühdosengriff!
Der kostet nicht viel, zahlt sich aber aus.
Anschließend war Basslownia grau.
Das Ergebnis sah zunächst besser als erwartet aus, aber bei näherer Betrachtung und nach dem ersten vorsichtigen Nassschliff bot sich auch jetzt wieder ein Szenario an kleinen Lücken, Poren, Kratzern, teilweise auch Hackern, die man in der sonst bei dieser (in gutem Licht und mit Sehbehelfen) als recht homogen empfundenen Oberfläche niemals vermutet hätte.

Zugegeben, die Fehler wurden von Schritt zu Schritt weniger - aber sind halt leider immer noch ein paar (zu viel) da...

Die Farbe bringt es erst so richtig deutlich ans Licht!

Ich habe daher ein paar Runden Sprühen, Schleifen, teilweise mit Kleber ausbessern und nochmals Schleifen und wieder Sprühen eingelegt.

Bis sich auch hier der Zustand eingestellt hat, da die Schäden durchs Handling die inzwischen schon recht kleinen Poren und Kratzer irrelevant erscheinen lassen ;) .

Ich werde daher demnächst den Lack auftragen und meinte damit letzten Montag, da hat es aber dann leider geregnet....
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Basslownia (30. Teil)

#82

Beitrag von penfield » 18.07.2017, 11:02

Wie bereits erwähnt, war das Wetter anfang letzter Woche etwas unbeständig.

Aber es gibt ja immer etwas zu tun.
Zunächst erhielt ich den Auftrag die Wäschespindel (oder wie man so etwas nennt) zu reparieren.
Die verlor gerne ihre Räder samt "Aufhängung", weshalb ich diese kurzerhand mit Epoxy verklebt und angeschraubt habe.

Von diesem Erfolg ermutigt 8) und eine günstige Wetterphase nutzend,
habe ich dann wieder Farbe ins Leben von Basslownia gebracht.
Der Metallic Lack (von Dupli) war (mit Sprühgriff) sehr gut zu verarbeiten
(Dose vor Gebrauch ordentlich schütteln!)
Ich habe mich an die Anleitung gehalten, in der empfohlen wird, ca. 30 Minuten nach Auftrag der letzten Schicht des Metallic Lackes diesen mit Ralley-Klarlack zu übersprühen. Meiner Erfahrung nach ist es von Vorteil, Effektlack mit dem empfohlenen Klarlack abzudecken. (In diesem Fall ja auch, weil noch der Headstock zu fräsen war.) Auch der Klarlack war gut zu verarbeiten. Darüber kommt dann noch ordentlicher 2K Autolack.

Natürlich habe ich vergessen den TRC und den EFD zu sprayen und dies einen Tag später nachgeholt
Hier sieht man das Endergebnis, Effektlack mit Klarlack darüber.

Die Oberfläche des EFDeckels (Sperrholz) ist schön glatt geworden, obwohl sie nur mit Sealer und Sekundenkleber behandelt wurde. (Habe sie nicht einmal viel geschliffen)
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Re: Basslownia

#83

Beitrag von filzkopf » 18.07.2017, 12:34

Tolle Farbe!
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Re: Basslownia

#84

Beitrag von penfield » 18.07.2017, 13:01

Danke.

Ich muss zugeben, dass ich ziemlich überrascht war. Von einem Spraydosen Effektlack habe ich mir das nicht erwartet.
Der Effekt braucht allerdings den Klarlack. Sonst wirkt er nicht so toll.

Hier der Link
http://www.motipdupli.com/de/INT/produk ... -1092.html
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Basslownia (31. Teil)

#85

Beitrag von penfield » 18.07.2017, 21:23

Als dann am Ende der Woche alles trocken war, ging es weiter.

Emblem polieren
Alles vorbereiten
Emblem einkleben
Die Idee war, das Epoxy so aufzutragen, dass das Emblem nicht nur eingeklebt sondern in einer dicken, gleichmäßigen Schicht eingebettet wird.

Die Bohrungen wollte ich zunächst nicht verstopfen, weil ich dachte, das Epoxy würde das Stopfmaterial verkleben. Also habe ich auf die Oberflächenspannung des Epoxy vertraut.

Zunächst sah alles sehr gut aus. Das Epoxy bildete eine schöne Schicht, um die Bohrungen herum klare Höfe. Mit der Zeit floss es dann aber doch durch die Bohrungen ab.

Während ich dabei zusah kam mir die glorreiche Idee, die Löcher mit PE-Folie zu stopfen... :roll:

Wieder etwas gelernt 8)
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Basslownia (32.Teil)

#86

Beitrag von penfield » 18.07.2017, 21:30

Und dann wurde es besonders spannend. :shock:

Das Abdeckband auf dem Binding war zu entfernen
Die Spannung war deshalb so groß, weil das Abdeckband etwa 1-2/10 mm breiter ist als das Binding, weshalb ich befürchtet hatte, es gäbe sichtbare Streifen an den Übergängen zwischen Binding und Korpus. Diese Befürchtung ist aber nicht eingetreten.
An ein paar Stellen hatte sich das Abdeckband ein wenig gelöst, aber die Lackreste dort konnte ich einfach wegschaben.
Das Ergebnis war jedenfalls viel besser als erwartet.
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Basslownia (33. Teil)

#87

Beitrag von penfield » 18.07.2017, 21:58

Man glaubt es kaum, aber dann wurde es noch viel spannender.

Je näher die Fräsung des Headstocks rückte, desto weniger gut erschien mir die Idee mit dem überstehenden Furnier, aber es gab kein Zurück mehr.

Zum Schutz des Lackes habe ich die Ränder abgeklebt und begann vorsichtig zu fräsen.
Das Problem ist, dass an dem Headstock eine Bassgitarre hängt.

Die ist zwar aus leichtem Holz, aber in Summe - vor allem aber auf Dauer - doch recht schwer.

Die Fräsung ging dann mit aller gebotener Vorsicht besser als erwartet.
Zumindest die eine Seite war ganz in Ordnung.
Natürlich musste ich das Ganze dann doch nachbearbeiten.
Die Holzspäne habe ich mit der Klinge entfernt. An den weniger gut gelungenen Stellen ist ein Übergang spürbar, also steht das Furnier noch ein wenig über.

Ich habe mit Feilen und Beiteln nachgearbeitet und stellte dabei fest, die klassische Methode mit Abkleben etc. ist wesentlich sicherer, da man sich dabei den Lack nicht durch Fräsen und sonstige Nachbearbeitung zerstören kann.
(Na no na net... :roll: , was für eine Erkenntnis 8) )

Im Nachhinein frage ich mich, warum ich das eigentlich unbedingt ausprobieren musste; das Ergebnis war doch irgendwie absehbar.
Wie auch immer, eines steht fest: so werde ich es nicht mehr machen (whistle).

Ehe ich die Problemstellen zeige, habe ich die Bohrungen für die Mechaniken durch das Furnier hergestellt.
Mit festgezwungenem Gegenstück konnte ich Ausrisse vermeiden.
Das passte wenigstens.

Hier leider nicht so: die Problemseite der (Hochrisiko)Fräsung von oben.

Das Problem ist die ordentliche, d.h. wirklich senkrechte Positionierung des Headstocks zum Fräser, da wie bereits erwähnt ein ganzes Instrument (und nicht unbedingt ein kleines) hinten dran hängt.

Das kleinste Abweichen von der Senkrechten durch ein (wenn auch nur geringes) Schräghalten des Instruments oder kleine Unebenheiten des Headstockseiten führen zu kahlen Stellen, wie sie hier zu sehen sind.
Wie gesagt, ich werde das in Zukunft nicht mehr so machen.

Für die Reparatur habe ich den Rand abgeklebt, also genau das gemacht, was ich mir eigentlich ersparen wollte.

Den kompletten Lackaufbau mit Grundierung habe ich mir aber geschenkt und vorsichtig die Ränder der Fehlstellen gleichgeschabt, dann mehrmals darüber gesprüht.

Das Foto ist nach dem ersten Mal sprühen aufgenommen, und man erkennt daran gleich, warum ich beschloss, noch ein paar Schichten mehr zu sprühen.
Nach ein paar Schichten Effektlack und Klarlack sieht man kaum noch etwas.

Letztendlich hatte ich Glück, dass die (unnötige) Aktion so glimpflich ausgegangen ist. (dance a).

Jetzt lasse ich das Ganze eine Weile (ein zwei Wochen) abhängen.

Danach (wird vorsichtig angeschliffen und dann) kommt Autolack drauf; anschließend wird poliert und zusammengebaut.

Bin schon neugierig, was mein Bassmann dazu sagen wird.
Nach all meinen Fragen zu seinem Bass und seiner Spielhaltung etc,
vermute ich, dass er schon etwas ahnt….
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Re: Basslownia

#88

Beitrag von Poldi » 19.07.2017, 05:38

Das TRC mit dem Inlay sieht ja echt klasse aus.
Auch die Farbe hat echt was, mal was anderes.

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Re: Basslownia

#89

Beitrag von penfield » 21.07.2017, 21:10

Danke.
Bin gespannt wie das Trc auf dem Ahornfurnier rüberkommt. Ich spekuliere ja darauf, dass der Ahorn durch den Klarlack etwas dunkler wird. Vielleicht auch ein wenig gelblicher.
Bgp
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Re: Basslownia

#90

Beitrag von DoppelM » 23.07.2017, 17:13

Machst du noch Klarlack über das rot? Mit dem Binding erinnert es mich übrigens gerade an alte deutsche Vinyl-Gitarren :)

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Re: Basslownia

#91

Beitrag von penfield » 23.07.2017, 21:11

Ja. Klarlack kommt drauf.
Und zwar werde ich den ganzen Bass, also auch das Griffbrett, mit 2k Autolack beschichten. Das soll bei Fretlessbässen nicht nur der Abnutztung des Griffbrettes entgegenwirken sonder sich auch positiv auf den Sustain auswirken.

Und ja, da stimme ich dir zu. Das cremefarbene Mittelbinding schaut sehr vintage aus. Mich erinnert es ein wenig an meine uralte Kira Jazzgitarre.

LgP
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Re: Basslownia

#92

Beitrag von penfield » 26.07.2017, 13:45

Ok. Wie ich gerade gelesen habe ist das mit dem Sustain (und dem Bootslack auf Fretlessgriffbrettern) so zu verstehen:
https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic ... 038#p30398
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Basslownia (34. Teil)

#93

Beitrag von penfield » 01.08.2017, 22:23

Tja, leider wieder zurück und in den Arbeitsprozess eingegliedert – andererseits kann ich jetzt weiterbauen!

Der Metalliclack, überlackiert mit dem dazu passenden Klarlack hatte mehr als 2 Wochen zum Trocknen. Höchste Zeit, dass etwas weitergeht!

Vor dem endgültigen Finish standen noch ein paar Kleinigkeiten an.

Zunächst habe ich den Headstock ausgepackt, den ich für ein Spotrepair abgeklebt hatte.
Am Headstockrand sieht man aber auch, weshalb ich die seltsame Frässtrategie, von der ich berichtete, versucht habe: Das Abkleben ist auch mit teurem Abdeckband und sorgfältigem Ausbringen desselben nicht immer 1000%ig. Also musste ich die Ränder nachschleifen. Dabei habe ich natürlich wieder hineingeschliffen - glücklicher Weise nur in den Klarlack.
Auf dem Foto gerade erkennbar ein kleiner heller Punkt, den ich mit Pinsel und in die Farbkappe gesprühte Dosenfarbe nachgefärbt habe.

Dann folgte die Wiederherstellung der Sattelauflage.
Das ging erstaunlich einfach mittels Feile und war in wenigen Minuten erledigt.
Der Sattel sitzt nun viel besser als davor.
Dann folgte das große Ausziehen – in der momentanen Hitze nicht unbedingt unangenehm.
Hier nach dem Entfernen sämtlicher Abdeckbahnen.
Beim Absaugen dann eine unbedachte Bewegung mit der Staubsaugerdüse und schon verschwand der Sattel unter kläglichem Geklapper im Staubsack.

Da der Staubsaugerbeutel relativ neu war, wurde es weniger schlimm als erwartet.
Als Trost fand ich darin auch noch ein paar andere verlorene „Schätze“.
Weil das Griffbrett mitlackiert wird, habe ich die hartnäckigsten (Epoxy) Flecken mit der Klinge weggeschabt. Und es noch einmal mit dem Radiusblock geschliffen (bis 400er).

Anschließend bohrte ich die Löcher für die Schrauben zur Befestigung des Trussrodcovers.
Da die Löcher immer noch mit Epoxy verklebt waren, gingen die Schrauben nur schwer hinein.

Da kam mir die Idee, dies zu nutzen und ich montierte das TRC für die Lackierung „schwebend“.

So konnte ich Cover und zumindest die äußeren Bereiche des Überganges zum Headstock recht einheitlich mit Lack beschichten.
Vor allem aber konnte ich so alles auf einmal lackieren!
Dann deckte ich noch die Schrauben ab
Anschließend die Kehrseite entblößen…
Das eFach wurde für die Lackierung mit seinem Deckel verschlossen.

Da ich zwar ein paar Ideen für meine Lackiervorrichtung hatte, diese aber noch nicht umsetzen konnte, habe ich den alten Lackierkasten verwendet.

Genauer gesagt, habe ich Handschuhe angezogen, den Bass ordentlich geputzt (entfettet), mit Pressluft abgeblasen und in den Kasten gehängt.

Ganz glücklich machte mich der Umstand hängend zu lackieren nicht, weil ich dabei oft Läufer etc. fabriziert habe. (Andererseits könnte man auch sagen, das lag nicht am Aufhängen sondern am mangelnden Lackiergeschick ….) Jedenfalls wollte ich fertig werden, also riskierte ich es.

Also, restliche Schutzausrüstung angelegt, Lack gemischt, Pistole gesäubert und eingestellt und ab ins Vergnügen.
(Ja, ich lackiere sehr gerne!)

Zuerst habe ich eine lockere Klebeschicht aufgetragen.

5 Minuten ablüften und eine satte Schicht drauf (da hatte ich die Pistole schon besser eingestellt ;) )

Dann eine gute Viertelstunde ablüften lassen und noch eine Satte Schicht augetragen. (Da war die Pistole sehr gut eingestellt!)

Ich habe sehr darauf geachtet, auf Sicht zu lackieren, also nicht blind ein Muster abgesprüht, sondern geschaut, dass immer eine gleichmäßige, durchgehende, feucht-glänzende Schicht entsteht, sobald diese erkennbar war, aber nicht weitergesprüht.
Man sieht nicht wirklich viel auf den Fotos.

Bin schon neugierig, wie es geworden ist.
Hatte heute keine Zeit nachzuschauen.
Spannend.
Immer wieder.
8)
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penfield
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Basslownia (35. Teil)

#94

Beitrag von penfield » 12.08.2017, 15:11

Anfang der Woche dann die (zumindest von mir) mit Spannung erwartete Begutachtung.

Erwartungsgemäß gibt es ein paar Schönheitsfehler 8). Die Holzstruktur scheint stellenweise durch, ein paar Hacker und Einsacker sind da und all das zeigt, Sekundenkleber allein genügt bei Paulownia nicht.
Läufer gab es nur zwei kleine am Headstock, die ich leicht rausschleifen konnte -
offenbar war es zu warm (30° C) in der Werkstatt für Läufer und Nasen :) .
Stellenweise sieht man (leichte) Orangenhaut und ein paar Staubeinschlüsse, die sich trotz Saugens und Wassersprühens unter diesen (meinen Lackier-) Bedingungen kaum vermeiden lassen, wobei der Luftstrom von der Pistole wohl den meisten Dreck aufwirbelt.

Insgesamt ist der Lack (für meine Verhältnisse) aber gut geworden, auch wenn die bei hängendem Bass schlecht erreichbaren Bereiche sicher mehr Lack vertragen würden.

Da der Metalliclack solche Kleinigkeiten ziemlich gut kaschiert ist er ein ideales Finish für mich ;) :D
Stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Komplett schleifen und noch einmal lackieren oder so belassen?
Da es sich um einen Prototyp für den Heimgebrauch handelt, überlege ich gerade, ob ich den Mehraufwand rechtfertigen kann; bin im Moment ein bissl müde und urlaubsreif... (whistle)
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Re: Basslownia

#95

Beitrag von bea » 12.08.2017, 16:03

Bei einem Prototypen für den Heimgebrauch würde ich mir jetzt wohl noch die Mühe machen, das Teil klar zu lackieren und dann zu polieren... oder es überwöge die Neugier, und ich würde einfach mal alles zusammenbauen... das schöne Finish läuft ja schließlich nicht weg.
LG

Beate

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Re: Basslownia

#96

Beitrag von hatta » 12.08.2017, 19:39

Kommt jetzt drauf an ob schon genug klarlack drauf ist.
Wenn ja, kann man schleifen und polieren.

Wenn nein entweder so lassen, oder leicht anschleifen, dann ne gute schicht klarlack drauf (2 bis 3 schritzgänge) dann trocknen lassen, alles sauber schleifen bis p4000 und dann polieren.
Das gibt dann ein 1A ergebniss.

Einerseits ists für nen prototyp wohl nicht nötig, andererseits wäre das dke gelegenheit das ganze zu üben :D

Es bleibt also deine entscheidung ;)
Gruß
Harald

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Re: Basslownia

#97

Beitrag von penfield » 13.08.2017, 09:52

Danke, euch!

Ich hab doch jetzt tatsächlich eine Woche Arbeitskarenz und Zeit, darüber nachzudenken :D .

Ihr habt natürlich recht. Auch wenn ich schon gerne fertig wäre:
Eigentlich gehört das ordentlich gemacht, die Übung ist auch nötig, insofern ist alles klar :cry: .

Es hängt, wie so oft, davon ab wie der Zeitplan und das Wetter in den nächsten Wochen und (realistisch betrachtet) Monaten ist (think)

Jedenfalls möchte ich das Projekt heuer (diesjährig ;) ) abschließen - unabhängig von der Lacksituation -, um ihm ein Schicksal wie Les Paulownia zu ersparen (und meine Nerven zu schonen).

Aber wird sich schon ausgehen.
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Basslownia (36. Teil: Finish)

#98

Beitrag von penfield » 20.08.2017, 20:18

Zurück aus dem Urlaub und demnächst (Morgen) auch schon wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert. :|

Das Positive daran ist, dass ich weiterfinishen kann... (dance a)

Zunächst schaute ich, ob nicht doch genug Lack zum Schleifen und Polieren drauf war. Die Auftragstärke schien unregelmäßig, aber brauchbar; allerdings waren es dann doch zu viele Lackfehler und zu tiefe Löcher, um sie fein auszuschleifen; gemessen am Schleifaufwand schien noch einmal lackieren weniger Arbeit.

Also habe ich das ganze Zeug abmontiert und begonnen, den ganzen Bass mit 240 abzuschrubben. (In meiner Panik erwischte ich dann zwischendurch eine grobe Körnung vom Schleifpapier und damit war neu lackieren ohnehin die einzige Option 8))

Ganz so einfach war es dann natürlich doch nicht, da ich an ein paar Stellen durchgeschliffen habe und die Kahlstellen mit Metalliclack übersprühen musste (Binding dazu abgedeckt). Da der Metalliclack üblicherweise nach einer halben Stunde mit Klarlack fixiert wird begann ich nach einer halben Stunde Trockenzeit mit dem Lackieren.

Die halbe Stunde verbrachte ich damit, meine Pistole einzustellen. Im Urlaub hatte ich Zeit, mir ein paar Videos zum Thema Lackierpistoleneinstellungen anzuschauen. Zudem besitze ich jetzt ein Manometer, dass man zwischen Pistole und Druckschlauch montieren kann. Das alles hat die Einstellung erheblich erleichtert und, wie ich sehr hoffe, auch verbessert.

3 Schichten 2K Klarlack mit jeweils 30-35 Minuten Ablüftzeit und auf Sicht lackiert, also immer so lange aufgetragen, bis sich ein durchgehender, glänzender Lackfilm gebildet hatte. Mein Gefühl ist deutlich besser als letztes Mal und ich hoffe, dass das Ergebnis dies auch wiederspiegelt 8)

Jetzt muss ich noch die Pistole reinigen und aufräumen - trocknen tut´s ja von selbst ;)
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Re: Basslownia (Teil 36.1)

#99

Beitrag von penfield » 21.08.2017, 21:22

Erster Eindruck ist gut.

Sicher besser als beim Letzten Mal.
(Hoffentlich bestätigt sich das bei Tageslicht)

Dank, jedenfalls, an bea und hatta, für die aufmunternden und motivierenden Worte!
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Re: Basslownia (Teil 36.2)

#100

Beitrag von penfield » 23.08.2017, 14:41

Tja, viel Licht, bringt es an den Tag...

Der erste Eindruck hat nicht getäuscht, allerdings hatte ich mir nur Halsansatz bis Kopfplatte angeschaut und dieser Bereich sieht, wie gesagt, gut aus.
In meiner Euphorie habe ich dann auf den ganzen Bass geschlossen. Die Seiten sind auch gut geworden, aber die sehr tief hängenden Bereiche haben eindeutig zu wenig Lack abbekommen. Die Sicht ist dort auch leider nicht so gut wie oben. "Gefühlt" war der Auftrag zwar gleichmäßig, aber das war wohl mehr Wunschvorstellung 8)

Da offenbar genug Übungsbedarf meinerseits vorhanden ist, werde ich jetzt einfach weitermachen...
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